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Rahmen der bayerischen Gebietsreform erfolgten Eingemeindungen von Sack, Bislohe, Braunsbach, Herboldshof, Steinach, Stadeln, Mannhof, Vach, Ritzmannshof und Flexdorf ab Mitte 1972 auch das 1930 errichtete Volksschulgebäude an der Sacker Hauptstraße, das Gebäude der Hauptschule Stadelner Hauptstraße und den 1970 begonnenen und 1974 fertiggestellten Neubau für eine Grundschule an der HansSachs-Straße in Stadeln und das Schulgebäude an der Zedernstraße in Vach.739 Gleichzeitig wurde die Volkshochschule Knoblauchsland in die Volkshochschule Fürth eingegliedert.740 Insgesamt führten die Eingemeindungen zu einem Zuwachs des Stadtgebietes von 4.461 Hektar auf 6.335 Hektar (+44 Prozent) sowie zu einem Anstieg der Bevölkerungszahl, die sich seit 1948 von 104.503 Einwohner/innen ab Mitte der 1950er Jahre sukzessive auf 93.415 Einwohner/innen 1971 verringert hatte, auf wiederum 104.397 Einwohner/innen 1972.741 Daneben hatte die Hans-BöcklerSchule im örtlichen Schulwesen am 5. Februar 1973 probeweise die Fünf-Tage-Woche eingeführt, die ab Schuljahresbeginn 1973/74 mit Zustimmung des Stadtrates für verbindlich erklärt wurde.742 Zugleich gab es im Rahmen der im Hamburger Abkommen vom Oktober 1964 festgelegten Schulferiendauer von jährlich 75 Werktagen plus den für Tagungen von Lehrer/innen-Organisationen unterrichtsfrei zu haltenden vier Tagen nach Ostern in Bayern 1973 erstmals zweiwöchige Pfingstferien.743 Angesichts der Raumprobleme der Schule an der Pestalozzistraße, die trotz der im Januar 1966 erfolgten Einweihung des Erweiterungsbaus aufgrund einer zunehmenden Wohnbebauung im Norden des Schulsprengels, neuer Hochhäuser am Laubenweg und an der Wolfringstraße sowie geburtenstarker Jahrgänge seit dem Schuljahr 1970/71 entstanden waren und zur Ausgliederung von Klassen in die Schulgebäude am Kirchenplatz und zu Missmut in der Bevölkerung geführt hatten. war das städtische Hochbauamt in Fürth bereits im Juni 1972 beauftragt worden, die Unterbringung von sechs Schulpavillons auf einem Grundstück zwischen der verlängerten Flur- und der Seeackerstraße zu prüfen. Da als Problemfelder auch der Raummangel der seit 1970 auf die Berufsschulen verteilten Fach- und Berufsoberschule sowie ein Planungsstopp britischen Zone und ab Oktober 1949 Vorsitzender des DGB für die gesamte Bundesrepublik. In dieser Funktion setzte er 1950/51 mit der Androhung eines Generalstreiks die Weiterführung der von den Alliierten nach 1945 eingeführten paritätischen Montanmitbestimmung gegen den ehemaligen Kölner Oberbürgermeister und damaligen Bundeskanzler Konrad Adenauer durch. Vgl.: Ulrich Borsdorf, Hans Böckler. Arbeit und Leben eines Gewerkschafters 1875-1945, Köln 1982 sowie Vorstand der Industriegewerkschaft Metall (Hrsg.), 100 Jahre Industriegewerkschaft Metall. 1891 bis 1991. Vom Deutschen Metallarbeiterverband zur Industriegewerkschaft Metall. Ein Bericht in Wort und Bild, Köln 1991, S.334f., S.349, S.351, S.353 und S.377-386. 739Vgl. zu den örtlichen Eingemeindungen im Rahmen der bayerischen Gebietsreform 1972, mit der seitens der Staatsregierung die Absicht verfolgt wurde, größere Verwaltungseinheiten zu schaffen: Barbara Ohm, Fürth. Geschichte der Stadt, Fürth 2007, S.345-349. Durch die Gebietsreform 1972 verringerte sich die Anzahl der Landkreise in Bayern von 141 auf 71, die Anzahl der kreisfreien Städte von 48 auf 25. In Fürth kam es im Vorfeld der Gebietsreform vor allem in den Gemeinden Stadeln und Vach zu Widerständen gegen eine Eingemeindung und danach in beiden Ortsteilen 1979 zur Gründung von Bürgerinitiativen zur Wiederherstellung der Selbstständigkeit. 740Vgl.: Volkshochschule Fürth e.V., 40 Jahre VHS 1946-1986, Fürth 1986, S.17. 741Vgl.: Stadt Fürth, Amt für Statistik und Wahlen (Hrsg.), Statistisches Jahrbuch 2004 der Stadt Fürth, Stadt Fürth 2005, Tabelle 2.6, Entwicklung des Stadtgebietes, S.25 und Tabelle 3.1, Die Entwicklung des Bevölkerungsstandes nach dem jeweiligen Gebietsstand, S.33. 742Vgl.: Hans-Böckler-Schule, städtische Real- und Wirtschaftsschule (Hrsg.), Festschrift zum 100-jährigen Jubiläum, Fürth 2009, S.22. 743Vgl.: Max Liedtke (Hrsg.), Handbuch der Geschichte des Bayerischen Bildungswesens, Band 4. Erster Teil: Geschichte der Schulen in Bayern. Epochenübergreifende Spezialuntersuchungen. Zweiter Teil: Geschichte der Universitäten, der Hochschulen, der vorschulischen Einrichtungen und der Erwachsenenbildung in Bayern, Bad Heilbrunn/Oberbayern 1997, S.241.

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