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stufe und durch die Intensivierung des Deutschunterrichts in den ersten beiden Jahrgangsstufen sollten insbesondere die sprachlichen Schwierigkeiten ausgeräumt werden.“772 Im Bereich der Grund- und Hauptschulen wurde zu Beginn des Schuljahres 1976/77 die 1969 erfolgte organisatorische Trennung von Grund- und Hauptschulen aufgehoben, so dass es nun wieder gemeinsame Grund- und Hauptschulen (GHS) mit einer gemeinsamen Schulleitung gab.773 Zugleich wurde die verbindliche Höchstzahl der Schüler/innen je Volksschulklasse auf 45 Kinder begrenzt, aufgrund der im Volksschulbereich zunehmenden Anzahl der Schüler/innen mit ausländischer Staatsangehörigkeit die Anzahl der Lehrer/innen in Bayern von 44.208 Personen 1974 auf 46.887 Personen 1976 erhöht und an Hauptschulen der Beginn des Unterrichts im Fach Arbeitslehre von der 8. auf die 7. Jahrgangsstufe vorgezogen.774 Nach der 1964 und damit noch vor Verabschiedung des Sonderschulgesetzes von 1965 erfolgten Schaffung eines Staatsinstituts für die Ausbildung von Lehrer/innen an Sonderschulen in München veränderte sich mit dem Lehrerbildungsgesetz von 1977 auch die Sonderschullehrerausbildung, indem das bisherige Zusatzstudium für Volksschullehrer/innen durch ein eigenständiges Studium einer sonderpädagogischen Fachrichtung ersetzt wurde.775 Ähnlich wie die Wirtschaftskrise 1966/67 hatte auch die Weltwirtschaftskrise 1974/75 sogleich die öffentlichen Finanzierungsspielräume des Bundes, der Länder und der Kommunen verengt, so dass die Stadt Fürth die Planungen für den nach dem Stadtratsbeschluss im Jahr 1968 und dem Grunderwerb im Jahr 1971 beabsichtigten Neubau des Heinrich-Schliemann-Gymnasiums am Kieselbühl, zu dem Elternbeirat und Lehrerausschüsse schon gemeinsame Vorschläge für das Raumprogramm unterbreitet hatten, 1974 aus finanziellen Gründen vorläufig einstellte.776 Fortgeführt wurden in Fürth dagegen die Baumaßnahmen für das Gebäude der Hauptund Sonderschule mit Schulkindergarten und Zweigstelle der Volksbücherei am Finkenschlag und für das Schulzentrum am Tannenplatz, wo 1974 die ersten Bauabschnitte fertiggestellt worden waren. Am 15. September 1978 erfolgte dann die Einweihung der im zweiten Bauabschnitt des Schulzentrums am Tannenplatz fertiggestellten Mensa und Schulbibliothek, der Zweigstelle der Volksbücherei und der Tiefgarage, wodurch der seit 1973 am Helene-Lange-Gymnasium von 7.50 Uhr bis 17.50 Uhr stattfindende Schichtunterricht beendet und zu einem regulären Vormittagsunterricht übergegangen werden konnte.777 Zugleich ermöglichte die Tiefgarage der Volkshochschule Fürth, zahlreiche Lernkurse in das verkehrsgünstig gelegene Schulzentrum am Tannenplatz zu verlegen.778 Die für den zweiten Bauabschnitt der Hauptund Sonderschule mit Schulkindergarten und Zweigstelle der Volksbücherei am Fin-

772Ebd., S.804. 773Vgl. dazu: Pestalozzischule Fürth (Hrsg.), 100 Jahre Pestalozzischule 1906-2006, Fürth 2006, S.42. 774Vgl.: Max Liedtke (Hrsg.), Handbuch der Geschichte des Bayerischen Bildungswesens, Band 3: Ge-

schichte der Schulen in Bayern. Von 1918 bis 1990, Bad Heilbrunn/Oberbayern 1997, S.786f. und S.790. 775Vgl.: Ebd., S.918f. 776Vgl.: Heinrich-Schliemann-Gymnasium (Hrsg.), 100 Jahre Heinrich-Schliemann-Gymnasium. Festjahresbericht, Fürth 1996, S.39f. 777Vgl.: Helene-Lange-Gymnasium (Hrsg.), 100 Jahre Helene-Lange-Gymnasium Fürth 1907-2007, Festschrift, Fürth 2007, S.43. 778Vgl.: Volkshochschule Fürth e.V., 40 Jahre VHS 1946-1986, Fürth 1986, S.30.

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