Seite:Kuntermann 1968.pdf/62

Aus FürthWiki

Version vom 21. Januar 2025, 13:26 Uhr von Zonebattler (Diskussion | Beiträge) (→‎Nicht korrekturgelesen: Die Seite wurde neu angelegt: „Die FN heizten die Theaterdiskussion weiter an. Als Orientierungshilfe für das Fürther "Stadttheater am Scheideweg" verglich man sich mit dem Theater Schweinfurt. Während Fürth in der Theaterehe mit Nürnberg 942.736 DM für 114 Aufführungen zahlte, lag der Zuschussbedarf des Schweinfurter Theaters bei Gastspielbetrieb bei 605.000 DM für 150 Aufführungen. Donnerstag, 28. November 1968 Wo badete man in früheren Zeiten in Fürth? Bis ins 16…)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Diese Seite wurde noch nicht korrekturgelesen.

Die FN heizten die Theaterdiskussion weiter an. Als Orientierungshilfe für das Fürther "Stadttheater am Scheideweg" verglich man sich mit dem Theater Schweinfurt. Während Fürth in der Theaterehe mit Nürnberg 942.736 DM für 114 Aufführungen zahlte, lag der Zuschussbedarf des Schweinfurter Theaters bei Gastspielbetrieb bei 605.000 DM für 150 Aufführungen. Donnerstag, 28. November 1968 Wo badete man in früheren Zeiten in Fürth? Bis ins 16. Jahrhundert waren öffentliche Badehäuser am westlichen Rednitzufer nachzuweisen. Das erste private Bad "am Landgraben" entstand 1846 am Rednitzufer. Es war die Keimzelle des späteren Fürther Flussbades. An der Pegnitzstraße tat sich 1856 eine "Dampf-Waschanstalt" auf. Dort konnte man Wannenbäder nehmen und gleichzeitig die Wäsche waschen lassen. 1871 wurde das Flussbad an der Rednitz renoviert, 1888 konnte man (nur für Männer!) auch in der Pegnitz in Höhe der Engelhardtstraße baden. Im Prozess gegen den Grundig-Manager Josef Schäfer kam der Angeklagte in Schwierigkeiten. Während er bisher die Veruntreuung von etwa zwei Millionen DM als völlig falsch bezeichnete, musste er jetzt zugeben, dass die Anklage teilweise auf Aussagen beruhte, die er selbst im Vorverfahren abgegeben hatte. Freitag, 29. November 1968 Nach dreieinhalb Jahren gab es wieder einmal eine Bürgerversammlung im Vorort Burgfarrnbach. OB Scherzer, Bürgermeister Dr. Meyer und die Stadträte wurden mit Fragen nur so bestürmt. Der herannahende Rhein-MainDonau-Kanal brachte schließlich entscheidende Umgestaltungen für die Bewohner. In der Ortsmitte von Oberfürberg wurde die Haltestelle "Oberfürberg" eingerichtet. Die Buslinie 74 zwischen Unterfürberg und Heilstättensiedlung bediente nun auch diesen Vorort in beiden Richtungen. Samstag, 30. November 1968 Die Fürther Innenstadt erstrahlte zur Adventszeit wieder im Glanz vieler tausend Lichter. Vom Rathaus bis zur Maxstraße setzte sich die Schwabacher Straße sowie ein Teil der Rudolf-Breitscheid-Straße wieder "ins rechte Licht". Die erste Meinungsschlacht um das Fürther Stadttheater war geschlagen. Das "Theaterkuratorium" sprach sich nach einer lebhaften Sitzung einstimmig für den Umbau des Fürther Musentempels nach den Planungsgrundsätzen des Münterschen Gutachtens aus. Außerdem forderte man für die Zukunft eine stärkere Betonung der Selbständigkeit gegenüber dem Nürnberger Theater. Die Fürther Gastwirte bliesen zum Angriff: Sie unternahmen einen erneuten Vorstoß, um die Getränkesteuer zu Fall zu bringen. Man regte den Wegfall dieser Sondersteuer zum 1. Januar 1969 an. Erlangen hatte schon die Abschaffung beschlossen. In ihrer Eingabe an die Stadt legten die Gastwirte eine Liste bei, auf der sich die maßgeblichen Gastwirte durch Unterschrift verpflichteten, die bei ihnen ausgeschenkten Getränke beim Wegfall der Getränkesteuer um den gleichen Prozentsatz zu verbilligen. Anlässlich der Jahresversammlung der "Vereinigung Nürnberg-Fürther Wohnungsunternehmen" wurde festgehalten, dass die bundes- und landespolitischen Konjunkturprogramme dem Wohnungsbau neue Impulse gaben. Einschneidende Gesetzesänderungen verteuerten jedoch die Mietpreise. Allein die eingeführte Mehrwertsteuer führte zu einer mindestens dreiprozentigen Verteuerung der Baukosten. Montag, 2. Dezember 1968 Gesellschaftlicher Höhepunkt war beim TV Fürth 1860 wieder der Sieger- und Ehrenabend. Stars der geehrten Meistersportler waren die Schwimmer Elke Stock und Karl-Heinz-Findeisen sowie die Sprinter Harald Werner und Horst Haßlinger. Im Wochenprogramm des Fürther Stadttheaters: Die Operette "Glückliche Reise" von Eduard Künneke, u.a. mit Gerda Hensel, Roswita Karon, Sonja Knittel, Karl Mikorey, Georg Nowak und Edy Tranker. Ferner die Oper "Madame Butterfly" von Puccini, u.a. mit Marianne Astner, Elisabeth Kingdon, Janis Martin, Cesare Curzi, Robert Licha und Barry Hanner. Das Theater der Jugend zeigte nochmals das Märchen "Frau Holle" nach den Gebrüdern Grimm. Die SpVgg verlor im Ronhof vor 6000 Zuschauern ihr Heimspiel gegen den Karlsruher SC mit 0:1. Fürths Torhüter Löwer hielt sogar einen Elfmeter, aber es war umsonst. Damit rangierte Fürth auf Platz 13 der Tabelle. Dienstag, 3. Dezember 1968 Weil sie angeblich von ihrem Ehemann keinen Pfennig mehr für ihren Lebensunterhalt erhielt, kam eine 40-jährige Fürther Hausfrau ständig mit dem Gesetz in Konflikt. Um nicht hungern zu müssen, wurde sie ständig zur Zechprellerin. In den letzten Tagen gingen schon zehn Anzeigen von Gastwirten ein. Jetzt stillte sie in einer Gaststätte ihren Durst mit sechs halben Litern Bier und vier Schnäpsen. Dann verzehrte sie noch eine Portion Stadtwurst mit Kraut. Dann bat sie den Wirt, die Polizei zu verständigen. Keine 24 Stunden später kam aus einem

62