Johann Bechert

Aus FürthWiki
Person
Johann Bechert
Vorname
Johann
Nachname
Bechert
Geschlecht
männlich
Geburtsdatum
21. August 1747
Geburtsort
Fürth
Todesdatum
2. Februar 1818
Todesort
Fürth
Beruf
Kaufmann
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Johann Bechert (geb. 21. August 1747 in Fürth[1]; gest. 2. Februar 1818 ebenda[2]) war ein Kaufmann gegen Ende des 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts.

Er kam als Sohn des nach Fürth zugewanderten Alabasterers Johann Bechert und dessen Ehefrau Anna (1721–1793) zur Welt. Taufpate war der hiesige Bäcker Johann Streitel. Seine Eltern waren wohl der Alabastersteinschneider und -drechsler Johann Michael Bechert und Anna Maria Magdalena, geborene Rohreiß, die am 5. April 1747 in der Nürnberger Kirche St. Lorenz geheiratet hatten.[3] Er hatte einen jüngeren Bruder namens Jacob Bechert (1753–1825), der Kaufmann und Siegellackfabrikant wurde. Der Vater verlegte später seinen Broterwerb auf das Handelsgeschäft, auch Johann Bechert jr. wurde ein „Handelsmann“.

1797/1798 und 1803 besuchte er z. B. die Messen in Zürich und Neuchatel.[4]

Bechert war zweimal verheiratet. Am 18. Mai 1775 ehelichte er die Fürther Schreinermeisterstochter Margaretha Niedermann (1755–1791)[5], mit der er die Kinder Anna Margaretha (1777–1802), Johann (1778–1812), Anna Maria (1780–?), Barbara Johanna Margaretha (1783–1831) und Rupert Maximlian (1790–1790) hatte. Seine Ehefrau starb mit 35 Jahren am 11. Februar 1791.

Schon am 26. April 1791 wurde Bechert – nachts in aller Stille im Pfarrhaus – „mit jener von ihm impraegnirten“ Schlosserstochter und Dienstmagd Ursula Greiner (1772–1839) getraut.[6] Das Kind kam am 6. August 1791 zu Welt und wurde nach dem Onkel und Paten Jacob (1791–1848) getauft. Es kamen noch weitere fünf Kinder dazu: Johann Michael (1792–1816), Maria Theresia (1795–1795), Maria Theresia (1797–1797), Sophia Friedrica (1799-1799) und Johann Adam Simon Bechert (1801–1831), der Skribent beim Stadtmagistrat wurde.

Johann Bechert starb „an Altersschwachheit“ im Alter von 70 Jahren im Haus Nr. 476 (Löwenplatz 3 (ehemals) bzw. Löwenplatz 5 (ehemals)), das seinem Bruder Jacob Bechert gehörte.

Adressbucheinträge

  • 1799: Bechert Johann[7]
  • 1807: „Beim jüdischen Todenacker“ Haus-Nr. 485 (ab 1890 Rednitzstraße 40), Johann Bechert, Kaufmann; Johann Bechert, Vater, Manufacturhandlung; und: „Bechert Johann, Sohn, Manufacturhandlung“, „An der Schwabacher Straße“ Haus-Nr. 513 c bei Johann Christian Rießner[8]

Einzelnachweise

  1. Kirchenbücher St. Michael, Taufen 1726–1747, S. 610
  2. Kirchenbücher St. Michael, Bestattungen 1818–1826, S. 5
  3. Kirchenbücher St. Lorenz Nürnberg, Trauungen 1737–1789, S. 229
  4. "Donnerstags-Blatt von Zürich", Nr. 26, 1797, S. 319; "Feuille D'Avis de Neuchatel en Suisse" vom 8. Februar 1798 und "Zürcherisches Wochenblatt" Nr. 49, 1803, S. 210
  5. Kirchenbücher St. Michael, Trauungen 1774–1801, S. 43
  6. Kirchenbücher St. Michael, Trauungen 1774–1801, S. 420
  7. Einwohnerbuch von 1799
  8. Adressbuch von 1807