Babette Lehmann

Aus FürthWiki
Person
Babette Lehmann
Vorname
Babette
Nachname
Lehmann
Geschlecht
weiblich
Abw. Name
geb. Neuhöfer
Geburtsdatum
1. Januar 1864
Geburtsort
Berlin
Todesdatum
20. März 1943
Todesort
Sobibor
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  • Gabelsberger Straße 1 (Wohn- und Geschäftsadresse)
PersonVerwandtschaftsgrad
David LehmannEhemann
Elsie LehmannTochter
Frieda Ottenstein-LehmannTochter
Leo LehmannSohn
Martha LehmannTochter
Stefan LehmannSohn

Babette Lehmannn, geb. Neuhöfer (geb. 1. Januar 1864 in Berlin; gest. 20. März 1943 in Sobibor) heiratete den Fürther Fabrikanten David Lehmann, mit dem sie fünf gemeinsame Kinder bekam.

Nach Davids Tod wurde sie Mitinhaberin der Firma für optische Geräte A. Lehmann. Später übernahmen dann ihre Söhne Stefan und Leo die Firma.

Ca. um 1935 zog Babette zu ihrer Tochter Frieda (geb. 13. Januar 1890 in Fürth), die einen Theodor Ottenstein geheiratet hatte und mit diesem Berlin lebte. Bei ihrer dortigen Adresse, Babelsberger Straße 52 (in Charlottenburg-Wilmersdorf), wurde für sie am 17. Juni 2022 in Anwesenheit von Nachkommen aus England und Holland ein Stolperstein verlegt. Die Inschrift lautet:

HIER WOHNTE
BABETTE LEHMANN
GEB. NEUHÖFER
JG. 1864
FLUCHT 1939 HOLLAND
INTERNIERT WESTERBORK
DEPORTIERT 17.3.1943
SOBIBOR
ERMORDET 20.3.1943

Bei der Beschreibung der Stolpersteine kann man weiterhin lesen: „Als das Leben ihrer Söhne in Fürth durch die Nazis bedroht war, siedelten Stephen, seine Frau, ihre beiden Töchter (und möglicherweise auch sein Bruder Leo) nach Berlin zu Babette und den Ottensteins in die Babelsberger Straße 52 über und lebten hier bis Babette, Frieda und Theodor 1939 nach Holland flohen. Im holländischen Exil lebte Babette Lehmann mit ihrer Tochter und ihrem Schwiegersohn in Driebergen. Theodor Ottenstein starb am 13. Januar 1941 – vermutlich aufgrund der Ankündigung der Deportation. Babette und Frieda wurden am 9. März 1941 in das „Durchgangslager” Westerbork verbracht. Am 17. März 1943 wurden sie gemeinsam in die Tötungsstätte Sobibor deportiert, wo sie am 20. März 1943 ermordet wurden. Die Namen von Babette und ihrer Tochter Frieda stehen auf dem Joods Monument im Driebergen Park. Dieses Denkmal war Gegenstand eines Films, der auf YouTube unter dem Titel „Jacky en Hetty” erschien.“[1]

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Ronald Austin und Gisela Morel-Tiemann: „Stolperstein Babelsberger Str. 52“ - online und pdf-Datei