TV-GESCHICHTE
Fernsehen in der dritten Dimension Die Geschichte der Grundig 3D-TV Entwicklungen (1989-2008) Teil 2 – von unserem Vereinsmitglied und Gastautor Konrad Maul
Endlich Fernsehen in der dritten Dimension ohne Brille. Der Grundig Tharus 3D ermöglichte das. Mit ihm wurde auf der Funkausstellung 2005 die erste brillenlose 3D-TV Liveübertragung (Stereokamera zum Grundig 3D-LCD-TV Gerät) demonstriert. Foto: M2Counselling Die Geschichte der Grundig 3DTV Entwicklungen (1989 - 2008) Teil 2 – von unserem Fördervereinsmitglied und Gastautor Konrad Maul 1. 3D-Bildwiedergabe in der Ära der LCD Flachbildschirme von 2002 bis 2008 DieÄraderLCD-Flachbildschirme begannbeiGrundig2002/2003. BasisfürdasersteGrundigLCDTV-Gerät war ein hochintegrierter Schaltkreis für die digitale
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Signalverarbeitung, der „Falconic“ von NXP (der früheren PhilipsSemiconductors).Dieserwar fürdieGroßflächenflimmer-und Zeilenflimmerbefreiung von 100HzBildröhrenfernsehgeräten entwickelt worden. Beim Falconic wurde grob gesprochen das Fernsehbild in Blöcke aufgeteilt und die jeweiligen Blöcke mit den Blöcken des vorhergehenden Bildes verglichen um so die Bewegung von einzelnen Blöcken zu ermitteln. Für diese bewegten Blöcke konnte dann der
Rundfunk & Museum 92 – Januar 2017
Bewegungsvektor, also ihre Verschiebung in Pixeln und Zeilen ermittelt, werden. Damit wurde es möglich bei den zu berechnenden neuen Halbbildern bei der 100 Hz-Wiedergabe die bewegten Blöcke passend einzubauen (Bewegungsschätzung). LCD-Displaysbenötigeneineprogressive Ansteuerung, d.h. sie können nicht wie Bildröhren im Zeilensprungverfahrenbetrieben werden. Ein sogenannter „Deinterlacer“ muss aus den beiden Halbbildern A und B ein Vollbild