TV-Geschichte
Abb. 7: Die Grundig LCD-TV Entwicklungsingenieure, die Assistentin des Autors und der Autor (erste Reihe links).
nung „Magic Fidelity“ kreiert. Bei den heu�gen noch flacheren LCD- und OLED-TV Geräten ist der Ton o�mals noch flacher geworden. Abhilfe soll dann eine zusätzliche Soundbar unter dem Gerät bringen. Wir sehen also wie weit der kleine Tharus 51 seiner Zeit voraus war. In Abb.4 ist in einem Blockschaltbild der prinzipielle Verlauf der Videound Audiosignale des Tharus 51 dargestellt. Abb.5 zeigt ein Foto des Innenlebens (Chassis) des Tharus 51. Die Funk�onsgruppen aus den Blockschaltbildern sind beschri�et.
Die Entwicklungsphase des Tharus 51 war im November 2002 abgeschlossen und die Fer�gungsüberleitung ins Grundig Werk A5 in Wien erfolgreich durchgeführt worden, sodass die Geräteproduk�on starten konnte. Im Januar 2003 erfolgte die Markteinführung, also der Verkaufsstart im Fachhandel. Wie gut die Entwicklung und Produk�on des Tharus 51 gelungen war zeigt das Testergebnis der Testzeitschri� „Video“ vom April 2003 (siehe Abb.6). „Doch mit des Geschickes Mächten ist kein ewger Bund zu flechten.“ Der mörderische Preiskampf in der Consumer Electronic Branche führ-
te dazu, dass die Grundig AG im Mai 2003 Insolvenz anmelden musste. Demzufolge ging auch das Grundig Werk in Wien in die Insolvenz. Das bedeutete, dass zur Aufrechterhaltung des Geschä�sbetriebes in der Insolvenzphase LCD-TV Geräte in Wien nicht mehr produziert werden konnten. Die Bestückung des Chassis wurde daher zu einem Au�ragsfer�ger (Flextronic) und die Endmontage zur Firma Conrac verlagert, sodass schon kurz nach der Interna�onalen Funkausstellung 2003 wieder Grundig Tharus 51 LCD-TV Geräte produziert werden konnten. Die Entwicklungsarbeiten an den langsam verfügbar gewordenen größeren
Rundfunk & Museum 95 – September 2018
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