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Technik-Geschichte tienkapital der Triumph Werke und damit eine Beteiligung an den Adlerwerken in Frankfurt. Wenig später fusionierten beide Firmen zu Triumph-Adler. In diesen Jahren wurde eine neue Generation von Familienschreibmaschinen nach der Enkelin von Max Grundig benannt: „gabriele“ (siehe Titelbild). Sie entwickelte sich zu einer Weltmarke. Auch auf dem Gebiet der Fakturiermaschinen brachte Triumph-Adler eine neue Generation, die Factura 3 mit elektronischem Rechenwerk, auf den Markt und festigte so seine Marktposition beim bevorstehenden Technologiewandel hin zum Bürocomputer. Auch im Bereich der Diktiergeräte blieb die Zeit nicht stehen. In den

1960ern wurde die EN Serie (Elektronisches Notizbuch) von Grundig ein Erfolg. Die Geräte waren handlich und klein, hatten eine einfache „EinDaumen“-Bedienung und wurden mit handelsüblichen Batterien betrieben. 3.3 Die Trennung 1969 trennten sich die Wege der beiden Firmen. Der US-Mischkonzern Litton hatte einen Großauftrag lanziert und Max Grundig bot Litton an, Triumph-Adler zu kaufen. Litton griff zu und Max Grundig investierte den Erlös aus dem Verkauf dann in den Aufbau des Farbfernsehwerkes Nürnberg-Langwasser. Die Diktiergeräte verblieben bei Grundig und 1971 erschien die erste Mini-Index-Kassette mit integrier-

ter Bandanzeige, die Steno-Cassette 30. Sie wurde 1983 zur DIN-Norm (DIN32750) und damit zum Maßstab für Qualität. 2001 wurde die Grundig Business Systems GmbH ins Leben gerufen und ist bis heute mit Diktiergeräten auf dem Markt. Zusätzlich zu den state-of-the-art digitalen Diktiergeräten werden heute zunehmend Softwarelösungen für die Spracherkennung und Sprachverarbeitung angeboten. 3.4 Die weitere Entwicklung von Triumph-Adler Triumph-Adler begann 1971 mit der Entwicklung der SE-1000, einer Schreibmaschine mit Kugelkopf. Hier begann auch die Autorin ihren Berufsweg. Erst als das Patent der IBM

Rundfunk & Museum 97 – September 2019

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