Technik-Geschichte
von 700 Wörtern verfügte. Sparko konnte bellen, mit dem Schwanz wedeln und „Sitz“ machen.
te in ihrer Umgebung erkennen (Link: https://www.youtube.com/ watch?v=GRxj5okeLRw).
Vom Ersatz einer Sekretärin waren die Roboter dieser Anfangsperiode wohl noch weit entfernt. Aber die Entwicklung ging natürlich weiter und heute stellt sich die Frage, ob das Fräulein Roboter schon näher ist als wir glauben. Derzeit gehen die Forschungen in Japan, China und den USA in die Richtung humanoide Roboter, die durch besonders menschliches Aussehen, Mimik und Gestik und den Einsatz von Methoden der Künstlichen Intelligenz hervortreten. Hier seien nur zwei markante Beispiele herausgriffen. Zur Illustration sind für Interessierte die Links auf Videos angegeben, die die beiden Roboter beeindruckend vorstellen.
Sophia wurde vom Hongkonger Unternehmen Hanson Robotics entwickelt. Ihre Mimik ist sehr ausgeprägt. Sie kann ebenfalls Personen und Objekte in ihrer Umgebung erkennen. Sie verfügt darüber hinaus über eine Gesichtserkennung. Sie kann bestimmte Fragen beantworten und über vordefinierte Themen Gespräche führen.
Prof. Hiroshi Ishiguro von der Osaka Universität Japan arbeitet an einer jungen Roboterfrau namens Erica, die als Reporterin agieren soll. Sie kann sprechen, Gesprächen folgen und Personen und Objek-
Sophia wurde am 11. Oktober 2017 bei den Vereinten Nationen vorgestellt. Wenige Tage später, am 25. Oktober 2017, verlieh Saudi-Arabien ihr als ersten Roboter überhaupt die Staatsbürgerschaft. Details finden sich auf der Webseite von Sophia von der Firma Hanson Robotics: http://www.hansonrobotics.com/robot/sophia/ Unter den folgenden Links findet man ein beeindruckendes Gespräch mit Sophia:
Teil 1: https://www.youtube.com/ watch?v=rGfJEznVFw8 Teil 2: https://www.youtube.com/ watch?v=GPpEL9WUNFg In Japan werden heute bereits humanoide Roboter beispielsweise am Empfang von Hotels und in der Pflege eingesetzt. Und sieht man sich Erica und Sophia an, drängt sich schon die Frage auf wo uns die Reise noch hinführen wird und wie nah das Fräulein Roboter und ihre Verwandten uns heute schon sind und welche unserer Tätigkeiten morgen von ihnen übernommen werden. Welche Auswirkungen letztendlich diese Entwicklung auf unsere Gesellschaft und unser Arbeits- und Berufsleben hat kann heute sicher noch nicht abschließend beantwortet werden. Es bleibt in jedem Fall spannend die Entwicklungen zu verfolgen. Wenn Sie möchten können Sie mir gerne Ihre Gedanken dazu zukommen lassen. Kontakt: gisela.maul@m2counselling.de
Zur Autorin: Gisela Maul, Dipl.-Ing. (FH), Certified Counsellor Gisela Maul studierte Nachrichtentechnik in Nürnberg. Sie war 35 Jahren lang in der Software-Entwicklung tätig, davon 25 Jahre in leitenden Positionen bei TA Triumph-Adler GmbH und DATEV eG. Heute arbeitet sie als Berater für Einzelne, Gruppen und Organisationen in technischen, wirtschaftlichen und sozialen Handlungsfeldern. Sie ist tätig als freischaffende Autorin, hält Vorträge, Kurse und Lehrveranstaltungen an Hochschulen. http://www.m2counselling.de
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Rundfunk & Museum 97 – September 2019