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und Kleincomputern,815 sondern auch auf den von experimentierfreudigen Computerenthusiasten in den USA ab 1976 für den individuellen Gebrauch in Durchschnittshaushalten entwickelten, relativ kleinen und preisgünstigen persönlichen Computern (PCs) betrieben werden konnten. Ab Mitte der 1980er Jahre ließen die ursprünglich für Computerspiele vertriebenen persönlichen Computer auch professionelle Nutzungen für Textverarbeitungen, Tabellenkalkulationen und Grafiken zu,816 so dass sie in den Betrieben zunehmend für Verwaltungs-, Buchhaltungs- und Statistikarbeiten verwendet wurden. Der Trend zu computergestütztem Arbeiten erfasste auch das Bildungswesen, da sich einzelne Studierende an Universitäten und Fachhochschulen erste individuelle PCs zulegten und die staatliche Realschule an der Ottostraße in Fürth zu Beginn des Schuljahres 1983/84 ebenfalls den ersten Computer anschaffte,817 nachdem das Hardenberg-Gymnasium an der Kaiserstraße und das Helene-Lange-Gymnasium am Tannenplatz schon seit 1970 bzw. 1975 über einen Kleincomputer verfügt hatten. Daneben kam es in Fürth bei der Kommunalwahl am 18. März 1984 zu einem Wechsel an der Stadtspitze, weil Oberbürgermeister Kurt Scherzer im Alter von 64 Jahren nicht mehr kandidierte und Uwe Lichtenberg (1934-2011/SPD) mit einem Stimmenanteil von 54,4 % (Alfred Fischer/CSU 36,4 %, Dr. Herbert Jungkunz/FDP 5,3 %, Rotraut Grashey/Die Grünen 2,2 %, Werner Riedel/DKP 1,5 %) zum Oberbürgermeister gewählt wurde.818 Mit Auslaufen des Schuljahres 1984/85 wurde die seit der Einweihung 815Vgl. dazu den Artikel CAD, in: www.wikipedia.de, hier: Ausdruck vom 14.06.2021. CAD (computer-

aided design, rechnergestütztes Konstruieren) ist ein Teilbereich der CAx-Technologien, zu denen auch die computergestützte Fertigung (computer-aided manufactoring, CAM) und die computergestützte Qualitätssicherung (computer-aided quality, CAQ) zählen. Ein erstes CAD-System, das auf IBM-Großrechnern und speziellen Bildschirmen basierte, wurde ab 1965 vom Flugzeughersteller Lockheed in den USA zur Erstellung von technischen Zeichnungen entwickelt und später von IBM bis in die 1980er hinein vermarktet, als PC-gestützte CAD-Programme auf den Markt kamen und die Großrechnerprogramme ablösten. 816Vgl. dazu den Artikel Personal Computer, in: www.wikipedia.de, hier: Ausdruck vom 07.06.2021. Während in den 1950er und 1960er Jahren Computer noch ganze Räume füllten oder als Minicomputer so groß wie ein Schrank waren, ermöglichten erst TTL-Chips ab 1961 und Mikrochips ab 1971 die Entwicklung kleinerer Mehrzweckcomputer. Als die Komponenten Mitte der 1970er Jahre für einen preisgünstigen persönlichen Computer erschwinglich wurden, gründeten Computerenthusiasten und Tüftler im März 1975 in der Region San Francisco den Homebrew Computer Club. Zu den Clubmitgliedern gehörte auch Steve Wozniak (geb. 1950), der bis April 1976 mit dem Apple I einen ersten funktionsfähigen PC entwickelte und zusammen mit Steve Jobs (1955-2011) und Ronald Wayne (geb. 1934) die Firma Apple gründete, wobei sich die drei Computerenthusiasten und Firmengründer seit einer kurzzeitigen Beschäftigung beim Unterhaltungselektronik- und Computerspielehersteller Atari kannten. Der Apple I war ein aus einer Platine bestehender Computer mit einer schreibmaschinenähnlichen Tastatur, der an ein Fernsehgerät als Bildschirm und an einen Kassettenrecorder zum Speichern der Programme auf Audiokassetten angeschlossen werden musste und 666 $. (damals 1.665 DM) kostete. Der im April 1977 vorgestellte Apple II wurde dann auch in einer Komplettversion mit Gehäuse, Netzteil, Tastatur und Monitor für 1.298 $ (3.245 DM) ausgeliefert. Als Marktführer für Großrechneranlagen stieg IBM 1981 ebenfalls in die Produktion und den Vertrieb von PCs ein und brachte im Februar 1984 mit dem IBM-Portable Personal Computer eine frühe Form des Laptops (Schoßrechner) bzw. Notebooks (Notizbuch) heraus. 817Vgl.: Leopold-Ullstein-Realschule, Festschrift zum 50-jährigen Bestehen, Fürth 2016, S.26. 818Während seiner 1964 begonnenen Amtszeit war Oberbürgermeister Kurt Scherzer/FDP bei der noch unabhängig von der Stadtratswahl stattfindenden Oberbürgermeisterwahl am 8. März 1970 mit einem Stimmenanteil von 69,9 % (Karl Hauptmannl/SPD 28,0 %, Dr. Joachim Mertens/NPD 2,1 %), bei der Kommunalwahl nach den Eingemeindungen von Sack, Bislohe, Braunsbach, Herboldshof, Steinach, Stadeln, Mannhof, Vach, Ritzmannshof und Flexdorf am 11. Juni 1972 mit einem Stimmenanteil von 95,5 % (Werner Riedel/DKP 4,7 %) und bei der Kommunalwahl am 5. März 1978 mit einem Stim-

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