Alter Mann
von seinem kleinen haus her ,
kam er die strasse herauf ,
an der mächtigen eiche vorbei ,
wo ich ihm begegnete ,
jeden morgen .
ich bemerkte ihn schon immer von weitem ,
seine graue Silhouette ,
die sich deutlich abhob ,
vom glutroten hintergrund
der aufgehenden sonne .
ich sah ,wie seine verschwommene gestalt
langsam form und färbe annahm ,
schärfer wurde und schliesslich
an mir vorüberzog ,
unaufhaltsam .
ich kannte ihn nicht ,
aber er war mir doch vertraut ,
auf eine seltsame weise,
er gehörte zu meinem tag ,
und so auch zu meinem leben ,
das alles wurde mir erst später bewusst
als ich eines tages wartete ,
an der eiche ,auf ihn ,
vergeblich !
er kam nie mehr
und seitdem fehlt mir etwas ,
jeden morgen denke ich an ihn
wenn ich vorübergehe ,
an der grossen , alten eiche .
Ohne Titel
Der Wind fängt sich
im Kamin , pfeift
im Ofen , zerstört
die Bäume , bricht
die Äste , peitscht
die Zweige , zerstört
vom Menschen geschaffenes ,
vergängliches , vergängliches ...
Der Wind fängt sich
im Flügel der Windmühle , treibt
den Mühlstein , hilft
das Korn zu mahlen , treibt
die Pumpe , die Land schafft , erfreut
das Kind , das spielt , bläht
die Segel , treibt
das Schiff ,
vom Menschen geschaffen , kühlt
die Wand des Reaktors , der strahlt
ewig , ewig , ewig .. <.