DAS INTERVIEW
„Technik“ spielt naturgemäß im RfM eine große Rolle. Die Geisteswissenschaftler Stadlbauer/Knöchel stellen sich diesen Herausforderungen durchaus mit Vergnügen. chen und verfolgen muss. Deswegen hab ich früh die Fühler ausgestreckt. Ich hatte auch ein Stipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes, da konnte man bereits Kompetenzseminare besuchen, Berufsfindung betreiben. Vieles, was noch fehlte, habe ich während meiner Stellvertretung als Fortbildung absolviert. Da gab es Fortbildungsreihen „Management“, „Führung“, „Marketing“ usw. Das hat die Stadt Fürth unterstützt? JS: Ja, es gibt eine eigene Fortbildungsreihe der Stadt, gemeinsam mit Schwabach. Die greift Themen auf wie Rhetorik, Mitarbeitergespräche, das Konfliktgespräch… Aber die Notwendigkeit sich weiterzubil-
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den hört ja nie auf. Aktuell besuche ich eine Fortbildung in „Museumsmanagement“. Da sehe ich auch weiter Bedarf, weil das hier im Haus bisher nicht so stark angegangen wurde. Was mir auch wichtig ist: Dass ich das immer wieder ins Team tragen kann. Unsere Regel ist, wenn jemand auf Fortbildung ist, sollten alle was davon haben. Ich versuche, den Mitarbeitern regelmäßig Fortbildungen zu ermöglichen. Auch um den Fragenkomplex „Wer bin ich, wo gehe ich hin“ systematisch weiterzuentwickeln. Für die Leitung braucht man viel Reflexion: wohin wollte ich, wohin geht es? Wo seht ihr Kontinuität zur bisherigen Arbeit, wo wollt ihr anders ansetzen?
Rundfunk & Museum 94 – Februar 2018
PK: Im RFM ist auf jeden Fall über viele Jahre gut gearbeitet worden, auf vielem kann man aufbauen. Die Vorgänger und der Förderverein haben Schönes geschaffen, da können wir weiteres entwickeln. JS: Die Sammlung ist sehr gut, da können wir darauf aufbauen. Wir empfinden die Zusammenarbeit mit dem Förderverein als fruchtbar. Da würden wir gerne anknüpfen. Zum Thema Wandel: Ein Museum will auch in die Zukunft geführt werden. Die Erwartungshaltungen der Besucher, ihre Wahrnehmung, die Medien – alles ändert sich immer schneller. Da ist im RFM in den letzten Jahren nicht so viel gemacht worden. Im Hinblick auf Dauerausstellung und Experimentierwerkstatt sehen wir