RFM intern
ter wäre nicht die Arie der „Königin der Nacht“, perfekt ausgesteuert, vor einem „Rockin‘ Franken“-Konzert in der gesamten Uferstadt ertönt, ohne Walter wäre ich nicht nachts durch das Küchenfenster des Rundfunkmuseums geklettert und hätte im prallvollen Café beim Konzert der „Bengerzratzn“ das auszugehen drohende Bier aufgefüllt, ohne Walter würden Moritz und ich nicht bis heute lachen, wenn wir uns an die Skurrilität der Motivationsrufe bei den Kinderhörspiel-Produktionen im Rundfunkmuseum erinnern, ohne Walter wäre für den Heimweg von Brigittes Maibowle nicht die gesamte Breite der Eichenstraße nötig gewesen, ohne Walter hätte ich niemanden gehabt, bei dem ich mich jahrelang zu Hause fühlen konnte, ohne diesen wunderbaren Menschen
Walter mit den „Lords“ im Rundfunkmuseum. Walter wäre mein Leben sehr viel ärmer gewesen. Und ich weiß aus vielen gesicherten Quellen: Nicht nur mein Leben. Ich habe gezählt: Bei der Trauerfeier waren über 140 Familienangehörige,
Foto: Budig
Freundinnen und Freunde, Musikerinnen und Musiker, Nachbarinnen und Nachbarn, Kolleginnen und Kollegen in der Aussegnungshalle. Wir vermissen dich alle sehr, Walter. Rock das Jenseits!
Das Team des Rundfunkmuseums betrauert den viel zu frühen Tod unseres geschätzten und liebenswerten Kollegen
Walter Popp Er war über viele Jahre wichtiger Teil der „Museums-Familie“ und ruhender Pol im quirligen Museumsalltag. Seine gutmütige, humorvolle und besonnene Art hat uns stets ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Er hat markante Spuren im Museum hinterlassen: ob bei den „Lords“, den „Beatles“ oder „Rockin‘ Franken“ – alles war geprägt von seiner Liebe zum Rock’n’Roll. Mit der Beatles-Ausstellung vermittelt Walter weiterhin unseren Besucherinnen und Besuchern rockende und bleibende Eindrücke von seinem Lebensgefühl.
Walter, du fehlst uns! Dein Team des Rundfunkmuseums
26
Rundfunk & Museum 97 – September 2019