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Radiogeschichte

Ein Klassiker aus der Frühzeit des Radios: Der Aufnahmeraum für die „Sonntagskonzerte in Königs Wusterhausen“ mit Mehrfach-Kohlemikrophon. Foto: FV Sender Königs Wusterhausen

Rundfunk in der Weimarer Republik Was gab es da zu hören? von Alexander Albrecht Als der Rundfunk im Herbst 1923 im Deutschland der Weimarer Republik begann, waren die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse alles andere als einfach. Dieser Artikel gewährt einen Einblick in das, was man in jener Zeit im deutschen Rundfunk hören konnte und von wem es kam. 6

Auch die technischen Möglichkeiten waren noch sehr beschränkt. Sofern es überhaupt schon einen Sender in zu empfangender Nähe gab, konnte sich der Normalbürger meist nur ein einfaches Radiogerät aus der Industrieproduktion leisten. Wenn nicht, baute er sein Radio mit oft primitiven

Rundfunk & Museum 97 – September 2019

Mitteln selbst. Für den kometenhaften Aufschwung des Rundfunks innerhalb weniger Jahre war der Reiz des technisch Neuen eben nicht nur das Maßgebene. Ein Blick in die Vorgeschichte Im Sommer 1917 – während des Ersten Weltkriegs – führte