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Radiogeschichte

Die neun deutschen Hauptsender 1924. schen und kulturellen Struktur sowie der zu diesem Zeitpunkt bestehenden funktechnischen Möglichkeiten in neun Sendebezirke gegliedert. Im Zentrum jedes dieser Bezirke sollte durch die DRP je ein Sender aufgestellt und eine Sendegesellschaft für die Durchführung des Programms gegründet werden. Bis zum Herbst 1924 waren alle neun regionalen Sendegesellschaften in Betrieb gegangen. Ab Januar 1926 kam die „Deutsche Welle“ hinzu, die den Langwellensender in Königs Wusterhausen, den späteren Deutschlandsender nutzte [2, S.362 + 426]. Um Lücken in der Versorgung der Sendegebiete zu schließen 8

wurden von 1924 bis 1929 von der DRP zusätzliche Nebensender aufgestellt. Diese übernahmen das Programm des jeweiligen Hauptsenders. Der erste Nebensender ging am 2. August 1924 in Nürnberg in Betrieb. Um dem Wunsch der Hörer nach örtlichen Darbietungen nachzukommen, erhielt Nürnberg einen eigenen Aufnahmeraum und strahlte schon im Oktober 1924 einen

Rundfunk & Museum 97 – September 2019

eigenen Beitrag aus [3, S. 31 / 32]. Tabelle 1 gibt einen Überblick über die Sendegesellschaften. Als erste Rundfunkgesellschaft wurde schon im September 1923 unter Beteiligung des bekannten Schallplattenkonzerns VOX die „Radio-Stunde AG“ (ab 1924 „Funk-Stunde“) gegründet. Man bezog bescheidene Senderäume im