Kirche „Zu Unserer Lieben Frau“: Unterschied zwischen den Versionen

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|Objekt=[[Unsere Liebe Frau|Katholische Stadtpfarrkirche Unsere Liebe Frau]]
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|Akten-Nr=D-5-63-000-666
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|Teil des Ensembles=Alexanderstraße/Hallplatz
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|Baujahr=1824; 1829
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|Baustil=Klassizismus
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|Architekt=Konrad Joseph Brüger; Leo von Klenze
|Architekt=Konrad Joseph Brüger; Leo von Klenze
|Maurermeister=Johann Georg Zink
|Maurermeister=Johann Georg Zink
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|Quellangaben=[http://www.geodaten.bayern.de/denkmal_static_data/externe_denkmalliste/pdf/denkmalliste_merge_563000.pdf BLfD - Denkmalliste Fürth]
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Die '''Kirche "Zu Unserer Lieben Frau"''' ist eine katholische Kirche in der Fürther [[Innenstadt]] und war die erste katholische Kirche in Fürth nach der [[Reformation]].
Die '''Kirche „Zu Unserer Lieben Frau“''' ist eine katholische Kirche in der Fürther [[Innenstadt]] und war die erste katholische Kirche in Fürth nach der [[Reformation]].


== Beschreibung des Baudenkmals ==
== Beschreibung des Baudenkmals ==
Sandsteinquaderbau mit Satteldach, Chorapsis, Fassadenturm mit Satteldächlein und Portikus am Hauptportal, Saalbau mit eingezogenem Altarraum, flach gewölbter Decke und Orgelempore, [[Klassizismus|klassizistisch]], von [[Konrad Joseph Brüger]], [[1824]]-28; mit Ausstattung; Teil des [[Ensemble Alexanderstraße/Hallplatz|Ensembles Alexanderstraße/Hallplatz]].
Sandsteinquaderbau mit Satteldach, Chorapsis, Fassadenturm mit Satteldächlein und Portikus am Hauptportal, Saalbau mit eingezogenem Altarraum, flach gewölbter Decke und Orgelempore, [[Klassizismus|klassizistisch]], von [[Konrad Joseph Brüger]], [[1824]]-28; mit Ausstattung; Teil des [[Ensemble Alexanderstraße/Hallplatz|Ensembles Alexanderstraße/Hallplatz]]. Der Kirchturm ist ca. 33 m hoch.  
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== Entstehung ==
== Entstehung ==
Bereits [[1812]] hatte der kgl. Kämmerer und Oberzollamtskontrolleur Baron Wilhelm Friedrich von Nordegg zu Rabenau darauf gedrungen, dass die Fürther Katholiken einen eigenen Priester und einen eigenen Raum für den Gottesdienst bekommen sollten. Er provozierte die protestantische Gemeinde, indem er seine Tochter von einem Nürnberger Priester in seiner Wohnung taufen ließ. Zu dieser Zeit zählte die katholische Gemeinde in Fürth 546 Mitglieder von denen 381 in Fürth selbst lebten. Im April [[1820]] riefen aber sogar die Vorsteher der jüdischen und der protestantischen Gemeinde zu einer Sammlung auf. Es kamen 1300 Gulden zusammen und die jüdische Gemeinde stiftete später noch einmal 300 Gulden für den Unterhalt eines katholischen Priesters. Das erzbischöfliche Vikariat in Bamberg startete darauf hin eine breite Spendenaktion, die die beachtliche Summe von 33600 Gulden erbrachte. Die bayerische Regierung stiftete den Baugrund am östlichen Ende der Stadt an der frequentierten Straße nach Nürnberg, heute [[Königstraße 126]]. Um beim Bau Kosten zu sparen, schlug der katholische [[1. Bürgermeister]] [[Franz Joseph von Bäumen]] vor, auf einen Turm zu verzichten. Dem widersprach aber der evangelische [[2. Bürgermeister]] [[Adolph Schönwald]] mit dem Hinweis, dass Fürth zur Aufwertung der Stadtsilhouette unbedingt einen weiteren Turm benötigt. Man einigte sich, den Turm doch zu bauen.   
Bereits [[1812]] hatte der kgl. Kämmerer und Oberzollamtskontrolleur Baron Wilhelm Friedrich von Nordegg zu Rabenau darauf gedrungen, dass die Fürther Katholiken einen eigenen Priester und einen eigenen Raum für den Gottesdienst bekommen sollten. Er provozierte die protestantische Gemeinde, indem er seine Tochter von einem Nürnberger Priester in seiner Wohnung taufen ließ. Zu dieser Zeit zählte die katholische Gemeinde in Fürth 546 Mitglieder von denen 381 in Fürth selbst lebten. Im April [[1820]] riefen aber sogar die Vorsteher der jüdischen und der protestantischen Gemeinde zu einer Sammlung auf. Es kamen 1300 Gulden (fl.) zusammen und die jüdische Gemeinde stiftete später noch einmal 300 Gulden für den Unterhalt eines katholischen Priesters. Das erzbischöfliche Vikariat in Bamberg startete darauf hin eine breite Spendenaktion, die die beachtliche Summe von 33.600 Gulden erbrachte. Die bayerische Regierung stiftete den Baugrund am östlichen Ende der Stadt an der frequentierten Straße nach Nürnberg, heute [[Königstraße 126]]. Um beim Bau Kosten zu sparen, schlug der katholische [[1. Bürgermeister]] [[Franz Joseph von Bäumen]] vor, auf einen Turm zu verzichten. Dem widersprach aber der evangelische [[2. Bürgermeister]] [[Adolph Schönwald]] mit dem Hinweis, dass Fürth zur Aufwertung der Stadtsilhouette unbedingt einen weiteren Turm benötigt. Man einigte sich, den Turm doch zu bauen.   


Die Fürther Glaubensgenossenschaften zeigten mit vielen Beiträgen zum Bau dieser Kirche eine seltene Eintracht und Toleranz.
Die Fürther Glaubensgenossenschaften zeigten mit vielen Beiträgen zum Bau dieser Kirche eine seltene Eintracht und Toleranz. Die erste und damit älteste Stiftung zur "künftigen Unterhaltung eines katholischen Geistlichen" war die Spende über 360 fl. von der israelitischen Gemeinde Fürth am [[28. Dezember]] [[1821]].<ref name="FT-1860">Fürther Tagblatt vom 24. November 1860</ref> Der protestantische Kaufmann [[Johann Leonhard Büttner]] stiftete z. B. mit 1000 Gulden eine 16 Zentner schwere Glocke. Diese trug die Aufschrift "''Aus Achtung für Religion und ohne Rücksicht des Glaubensbekenntnisses gestiftet''".<ref> {{BuchQuelle|Fürth im 19. Jahrhundert (Buch)|Seite=49}}</ref>
Der protestantische Kaufmann [[Johann Leonhard Büttner]] stiftete z. B. mit 1000 Gulden eine 16 Zentner schwere Glocke. Diese trug die Aufschrift "''Aus Achtung für Religion und ohne Rücksicht des Glaubensbekenntnisses gestiftet''".<ref> {{BuchQuelle|Fürth im 19. Jahrhundert (Buch)|Seite=49}}</ref>


Eine erste, provisorische Einsegnung der Kirche fand bereits am 16. Oktober [[1828]] statt, die eigentliche, feierliche Einweihung der Kirche dann am 6. Oktober [[1829]].<ref>[[Fronmüllerchronik]], 1887, S. 250</ref>
Eine erste, provisorische und damit einstweilige Einsegnung der Kirche fand bereits am [[16. Oktober]] [[1828]]<ref>durch Stadtpfarrer Kugel von Nürnberg unter Vorbehalt der späteren feierlichen Einweihung, siehe Fürther Tagblatt vom 25. November 1860</ref> statt, die eigentliche, feierliche Einweihung der Kirche dann am 6. Oktober [[1829]].<ref>[[Fronmüllerchronik]], 1887, S. 250</ref><ref>durch Erzbischof Freiherr v. Frauenberg von Bamberg, siehe Fürther Tagblatt vom 25. November 1860</ref> Zuvor fand die Grundsteinlegung am 25. August 1825 statt. Zur Grundsteinlegung war eigens der Bamberger Erzbischof Joseph Maria Johann Nepomuk Freiherr von und zu Fraunberg eingeladen worden, der aber kurzfristig mittels eines Reiters sich entschuldigen. Da die katholische Gemeinde bis zuletzt von seiner Anwesenheit ausging, zumal der Bischof im Vorfeld seine Teilnahme auch zugesagt hatte, wurde "fälschlicherweise" im Grundstein ein bereits verfasster Brief mit eingemauert, in dem von einer Einsegnung des Grundsteins durch den Erzbischof persönlich die Rede war.
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== Architekten ==
Bürgermeister Bäumen veranlasste, dass in einer Ausschreibung verschiedene Pläne zur Diskussion erstellt wurden:
* von Architekt [[wikipedia:Carl Alexander Heideloff|Heideloff]] in Nürnberg zu 34.697 fl.
* von Architekt [[Carl Hofmann|Carl Hoffmann]] zu Fürth zu 28.810 fl.
* von demselben in kleineren Dimensionen zu 14.665 fl.
* Maurermeister [[Johann Friedrich Kopp|Kopp]] in Fürth zu 22.099 fl.
* von Maurermeister [[Georg Eckart (Maurermeister)|Eckart]] zu Fürth zu 19.883 fl.
* von Bauinspektor [[Konrad Joseph Brüger|Brüger]] in Nürnberg zu 24.711 fl. (gemeinschaftlich mit Architekt Hoffmann in Fürth erarbeitet).<ref name="FT-1860"/>


==Architekt==
Die Kirche wurde 1824/28 erbaut. Die Urheberschaft des Bauentwurfs war erst in den letzten Jahren umstritten. Nach letztem Stand wurde er vom kgl. Bauinspektor [[Konrad Joseph Brüger]] aus Nürnberg erstellt; beteiligt war aber auch [[Leo von Klenze]], der im Rahmen der Genehmigung einen Tekturplan zur Verbesserung der Außenfassade entwarf.<ref>Johannes Sander: Kirchenbau im Umbruch – Sakralarchitektur in Bayern unter Max I. Joseph und Ludwig I., Verlag Schnell & Steiner, Regensburg 2013, S. 216–226</ref>
Die Kirche wurde 1824/28 erbaut. Die Urheberschaft des Bauentwurfs war erst in den letzen Jahren umstritten. Nach letztem Stand wurde er vom kgl. Bauinspektor [[Konrad Joseph Brüger]] aus Nürnberg erstellt; beteiligt war aber auch [[Leo von Klenze]], der im Rahmen der Genehmigung einen Tekturplan zur Verbesserung der Außenfassade entwarf.<ref>Johannes Sander: Kirchenbau im Umbruch – Sakralarchitektur in Bayern unter Max I. Joseph und Ludwig I., Verlag Schnell & Steiner, Regensburg 2013, S. 216–226</ref>


Der Stadtchronist Fronmüller schrieb dazu:
Der Stadtchronist Fronmüller schrieb dazu:
:''Am 27. Mai [1824] erfolgte die Genehmigung des Bauplanes für die katholische Kirche. Es wurde der Plan des Bauinspektors Brüger in Nürnberg unter sechs konkurrirenden Vorlagen gewählt. Die Ausführung des Baues wurde dem Baumeister [[Johann Georg Zink]] um die öffentlich erstandene Abgebotssumme von 22.300 fl. zugeschlagen. [...]. Am 5. Juli wurde die erste Erde gehoben zur Erbauung [...] und am 25. August der Grundstein gelegt [...].<ref>[[Fronmüllerchronik]], 1887, S. 238 f.</ref>
:''Am 27. Mai [1824] erfolgte die Genehmigung des Bauplanes für die katholische Kirche. Es wurde der Plan des Bauinspektors Brüger in Nürnberg unter sechs konkurrirenden Vorlagen gewählt. Die Ausführung des Baues wurde dem Baumeister [[Johann Georg Zink]] um die öffentlich erstandene Abgebotssumme von 22.300 fl. zugeschlagen. [...]. Am 5. Juli wurde die erste Erde gehoben zur Erbauung [...] und am 25. August der Grundstein gelegt [...].<ref>[[Fronmüllerchronik]], 1887, S. 238 f.</ref><ref name="FT-1860"/>


== »Zeitverschiebung« ==
=== Konrad Joseph Brüger versus Leo von Klenze ===
Hier kann per horizontaler Mauszeigerbewegung zwischen zwei deckungsgleich übereinandergelegten Fotos aus verschiedenen Epochen gewechselt werden:
Seit [[2008]] wird die Urheberschaft Brügers am Bau der [[Kirche „Zu Unserer Lieben Frau“]] durch den Cadolzburger Architekturhistoriker Robert Leyh in Frage gestellt. Nach Ansicht Leyhs ist der Architekt der Kirche nicht wie bisher angenommen Brüger, sondern der bay. "Star-Architekt" [[Leo von Klenze]].


{{ImageSlider|Bild1=Amtsgericht (einst).jpg|Bild2=Amtsgericht (jetzt).jpg|width=900px}}
Die ehemalige Stadtheimatpflegerin [[Barbara Ohm]] befasste sich in ihrem Aufsatz in den Fürther Heimatblättern 1994 Nr. 3 „Zur Baugeschichte der Kirche Zu Unser Lieben Frau und der Auferstehungskirche” auch mit dieser Sichtweise; eine Urheberschaft Klenzes ließ sich von ihr nicht nachweisen.
[[2011]] erwähnte sie gegenüber den [[Fürther Nachrichten]] erneut ihre Zweifel an dieser These.<ref>Volker Dittmar: Bizarre Kampagne. In: Fürther Nachrichten vom 28. November 2011, online abgerufen am 18. Januar 2016 | 19:06 Uhr </ref> Nach ihrer Ansicht seien die Pläne lediglich nach dem streng klassizistischen Stil des "tonangebenden Architekten Leo von Klenze" entworfen worden.<ref> Barbara Ohm, Fürth - Geschichte der Stadt, Hrsg. Stadt Fürth, 2007, S. 177 ff.</ref> Johannes Sander stellte [[2013]] in seiner profunden Arbeit über die Sakralarchitektur in Bayern in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts fest, dass die Planungsgeschichte der Fürther Liebfrauenkirche von Ohm nur zum Teil dokumentiert wurde, und insbesondere die Beteiligung Klenzes von ihr nicht erkannt wurde.<ref name="Sander"/>


* Foto alt: historische Postkarte
Als (vorerst) abschließende Klärung der Urheberschaftsfrage ist die Beurteilung von Johannes Sander (2013) anzusehen. Danach wurde der Bauentwurf von Brüger im Mai 1824 von der Ansbacher Kreisregierung unter Einschaltung des Innenministeriums genehmigt, allerdings mit der Einschränkung, dass Verbesserungen an der Außenfassade nach einem übermittelten Plan vorzunehmen sind. Dieser erhalten gebliebene Plan stammte von Leo von Klenze. Somit war Klenze am Entwurf beteiligt, der wesentliche Teil der Bauplanung aber wurde von Konrad Joseph Brüger erstellt.<ref name="Sander">Johannes Sander: Kirchenbau im Umbruch – Sakralarchitektur in Bayern unter Max I. Joseph und Ludwig I., Verlag Schnell & Steiner, Regensburg 2013</ref>
* Foto neu: Aufnahme von 2008 (Foto und Anpassung: [[Robert Söllner]])


== Pfarrer ==
== Pfarrer ==
* 1837 - 1868 [[Theobald Zahnleiter]]
* 1822 - 1834: F. Adam Urban als Pfarr-Curatus
* 1868 - 1886 [[Franz Müller]]
* 1834: Peter Manger, Stadtkaplan zu Forchheim als Verweser der Curatie
* 1886 - 1896 Friedrich Sp(r)echer (1889 beurlaubt)
* 1834 - 1837: Curatus Theobald Zahnleiter
* 1898 Konrad Stahl (Stadtpfarrvikar)
* 1837 - 1868: [[Theobald Zahnleiter]]<ref>Stadtpfarrer seit 12. Juli 1837; siehe Fürther Tagblatt vom 28. November 1860</ref>
* 1900 Friedrich Specher
* 1868 - 1886: [[Franz Müller]]
* 1900 - 1914 Edmund Stenger
* 1886 - 1896: Friedrich Sp(r)echer (1889 beurlaubt)
* 1914 - 1918 Moritz Übel
* 1898: Konrad Stahl (Stadtpfarrvikar)
* 1918 - 1938 Philipp Knapp
* 1900: Friedrich Specher
* 1938 - 1942 ?
* 1900 - 1914: Edmund Stenger
* 1942 - 1955 Raimund Trauner
* 1914 - 1918: Moritz Übel
* 1956 - 1963 Adolf Schlereth
* 1918 - 1938: Philipp Knapp
* 1964 - 1984 Josef Beyer
* 1938 - 1942: Karlheinz Besold
* 1984 - 2008 Günter Leis
* 1942 - 1955: Raimund Trauner
* 2008 - heute Andreas Joseph Eckler
* 1956 - 1963: Adolf Schlereth
* 1964 - 1984: Josef Beyer
* 1984 - 2008: Günter Leis
* 2008 - 2018: Andreas Joseph Eckler
* 2018: Vakanz; Pfarrvikar Wolfgang Eßel
 
== Niederbronner Schwestern ==
Die Ordensschwestern der Kongregation der Schwestern vom Göttlichen Erlöser ([[Niederbronner Schwestern]]) gehörten seit Gründung [[1895]] zur kath. Gemeinde [[Zu Unserer Lieben Frau]] und hatten ihren Sitz im Pfarramt der Gemeinde in der [[Königstraße 113]]. Erst [[1989]] wechselten sie die Gemeinde und arbeiteten bis zur ihrer Abberufung [[2009]] in der Gemeinde [[St. Heinrich]] in der [[Südstadt]].


== Frühere Adressbezeichnung ==
== Frühere Adressbezeichnung ==
* 1846: "Königsstraße" Nr. 402<ref>[[Adressbuch von 1846]]</ref>
* 1846: "Königsstraße" Nr. 402<ref>[[Adressbuch von 1846]]</ref>
== Niederbronner Schwestern ==
Die Ordensschwestern der Kongregation der Schwestern vom Göttlichen Erlöser ([[Niederbronner Schwestern]]) gehörten seit Gründung [[1895]] zur kath. Gemeinde [[Zu Unserer Lieben Frau]] und hatten ihren Sitz im Pfarramt der Gemeinde in der [[Königstraße 113]]. Erst [[1989]] wechselten sie die Gemeinde und arbeiteten bis zur ihrer Abberufung [[2009]] in der [[St. Heinrich]] Gemeinde in der [[Südstadt]].


== Sonstiges ==
== Sonstiges ==
Am [[18. Juni]] [[1896]] wurde der Uhrmachergehilfe Meier aus Dresden im Glockenturm erschossen aufgefunden.<ref>Paul Käppner: Chronik der Stadt Fürth. Fürther Central-Anzeiger 1901/07, Fürth, S. 294</ref>
Am [[18. Juni]] [[1896]] wurde der Uhrmachergehilfe Meier aus Dresden im Glockenturm erschossen aufgefunden.<ref>Paul Käppner: Chronik der Stadt Fürth. Fürther Central-Anzeiger 1901/07, Fürth, S. 294</ref>.
 
Im Oktober [[1898]] wurde die Turmuhr mit den Zifferblättern renoviert und der Schaden des defekten Gestänges, das durch den Fall nach dem Selbstmord des Gehilfen Meier verursacht wurde, mit repariert und in Stand gesetzt. <ref>''Fürth 1887-1900, Käppner-Chronik, Teil 1''. Hrsg: Bernd Jesussek, 2015,  S. 68</ref> 
== Siehe auch ==
* [[Niederbronner Schwestern]]
* [[Auferstehungskirche]]
* [[Amtsgericht]]
* [[Fürther Jubiläumsmeile]]
* [[Leo von Klenze]]


== Literatur ==
== Literatur ==
* [[175 Jahre Stadtpfarrkirche Unsere Liebe Frau 1829 - 2004 (Broschüre)|Katholisches Stadtpfarramt "Unsere liebe Frau": ''175 Jahre Stadtpfarrkirche "Unsere liebe Frau" Fürth'']], 2004, Druckerei Dörfler, 32 S.
* [[175 Jahre Stadtpfarrkirche Unsere Liebe Frau 1829 - 2004 (Broschüre)|Katholisches Stadtpfarramt "Unsere liebe Frau": ''175 Jahre Stadtpfarrkirche "Unsere liebe Frau" Fürth'']], 2004, Druckerei Dörfler, 32 S.
* Helldörfer, Eduard: Wer plante die Kirche?: Diskussion zu den Baumeistern von Unsere Liebe Frau in Fürth, in: Heinrichskalender, 85. 2010 (2009), S. 82 – 86
* [[Eduard Helldörfer|Helldörfer, Eduard]]: Wer plante die Kirche?: Diskussion zu den Baumeistern von Unsere Liebe Frau in Fürth, in: Heinrichskalender, 85. 2010 (2009), S. 82 – 86
* [[Barbara Ohm| Barbara Ohm]]: ''Zur Baugeschichte der Kirche Zu Unserer Lieben Frau und der Auferstehungskirche''. In: [[Fürther Heimatblätter]] 1994/3, S. 49 – 69
* [[Barbara Ohm]]: ''Zur Baugeschichte der Kirche Zu Unserer Lieben Frau und der Auferstehungskirche''. In: [[Fürther Heimatblätter]] 1994/3, S. 49 – 69
* Leyh, Robert: [[Unsere Liebe Frau / Fürth (Broschüre)|Kath. Stadtpfarrkirche Unsere Liebe Frau, Fürth]]. - München, 1987. - (Kleine Kunstführer ; 1632)
* Leyh, Robert: [[Unsere Liebe Frau / Fürth (Broschüre)|Kath. Stadtpfarrkirche Unsere Liebe Frau, Fürth]]. - München, 1987. - (Kleine Kunstführer ; 1632)
* {{BuchQuelle|Fürth im 19. Jahrhundert (Buch)|Seite=48ff}}  
* {{BuchQuelle|Fürth im 19. Jahrhundert (Buch)|Seite=48 ff}}  
* [[Unsere Liebe Frau 1829 - 1979 (Broschüre)|Unsere Liebe Frau 1829 - 1979]], Fürth, 1979
* [[Unsere Liebe Frau 1829 - 1979 (Broschüre)|Unsere Liebe Frau 1829 - 1979]], Fürth, 1979
* [[Erzbischöfliches Dekanat Fürth 1963 - 1988 (Buch)|Erzbischöfliches Dekanat Fürth 1963 - 1988]], Fürth, 1988
* [[Erzbischöfliches Dekanat Fürth 1963 - 1988 (Buch)|Erzbischöfliches Dekanat Fürth 1963 - 1988]], Fürth, 1988
* Michael Mette: ''Klenze in Fürth – Die Verwirklichung eines Musterentwurfs aus der „Anweisung zur Architectur des christlichen Cultus“'', Das Münster – Zeitschrift für christliche Kunst und Kunstwissenschaft, 54. Jg., Nr. 1/2001
* Johannes Sander: Kirchenbau im Umbruch – Sakralarchitektur in Bayern unter Max I. Joseph und Ludwig I., Verlag Schnell & Steiner, Regensburg 2013, S. 216 – 226
* Johannes Sander: Kirchenbau im Umbruch – Sakralarchitektur in Bayern unter Max I. Joseph und Ludwig I., Verlag Schnell & Steiner, Regensburg 2013, S. 216 – 226
* [[Hans-Otto Schmitz]]: ''Ausmalung von Wänden und Decken in Unserer Lieben Frau von Fürth und ihre Neufassungen''. In: Frankenland - Zeitschrift für für fränkische Geschichte, Kunst und Kultur, 2023, Heft 3 (September), S. 157-173


== Lokalberichterstattung ==
== Lokalberichterstattung ==
* Birgit Heidingsfelder: ''Hochherrschaftliches Pfarrhaus steht zum Verkauf''. In: [[Fürther Nachrichten]] vom 20. Januar 2010 - [http://www.nordbayern.de/region/fuerth/hochherrschaftliches-pfarrhaus-steht-zum-verkauf-1.633144 online abrufbar]
[[Datei:Die katholische Frauenkirche.pdf|mini|right|Die katholische Frauenkirche in Fürth]]
* Birgit Heidingsfelder: ''Hochherrschaftliches Pfarrhaus steht zum Verkauf''. In: [[Fürther Nachrichten]] vom 20. Januar 2010 - [http://www.nordbayern.de/region/fuerth/hochherrschaftliches-pfarrhaus-steht-zum-verkauf-1.633144 online]
* kalb: ''Nicht mehr ganz von dieser Welt''. In: Fürther Nachrichten vom 3. Januar 2022 (Druckausgabe)
* Sebastian Müller: ''Wer zeichnete die Baupläne?'' In: Fürther Nachrichten vom 29. August 2024 (Druckausgabe)
 
==== Artikel: "Die katholische Frauenkirche in Fürth" ====
Das [[Fürther Tagblatt]] brachte vom 23. November bis 18. November 1860 in mehreren Ausgaben einen zusammenfassenden Artikel zur Entstehung der katholischen Kirche "Zu unser lieben Frau".
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== Siehe auch ==
* [[Dekanat Fürth (katholisch)]]
* [[Niederbronner Schwestern]]
* [[Auferstehungskirche]]
* [[Amtsgericht]]
* [[Fürther Jubiläumsmeile]]
* [[Leo von Klenze]]
 
== Weblinks ==
* Kirche „Zu Unserer Lieben Frau“ - [https://ulf-fuerth.kirche-bamberg.de/ Homepage]


== Einzelnachweise ==
== Einzelnachweise ==
<references/>
<references/>
== »Zeitverschiebung« ==
Hier kann per horizontaler Mauszeigerbewegung zwischen zwei deckungsgleich übereinandergelegten Fotos aus verschiedenen Epochen gewechselt werden:
{{ImageSlider|Bild1=SLIDER UNSERE LIEBE FRAU 1.jpg|Bild2=SLIDER UNSERE LIEBE FRAU 2.jpg|width=900px}}
* Foto alt: Ansichtskarte mit der Kirche Zu Unserer Lieben Frau, dahinter das Stadttheater, gel. 1905
* Foto neu: Foto neu: Aufnahme Kirche Zu Unserer Lieben Frau, Rückseite, Claus W. Vogl, 2. Februar 2025, (Foto und Anpassung: [[Claus W. Vogl]])
* Alternativ als Video [[Datei:SV ZU UNSERER LIEBEN FRAU.mp4|thumb|none|thumbtime=0:00:07|200px]]
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* Foto alt: historische Postkarte
* Foto neu: Aufnahme von 2008 (Foto und Anpassung: [[Robert Söllner]])


== Bilder ==
== Bilder ==
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