Hans Böhner: Unterschied zwischen den Versionen

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|Nachname=Böhner
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|Geschlecht=männlich
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|Abweichende Namensform=Hans
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|Geburtsdatum=1890/07/13
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|Geburtsort=Erlangen
|Geburtsort=Erlangen
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Johann Friedrich - genannt '''Hans''' - '''Böhner''' ( geb. [[13. Juli]] [[1890]] in Erlangen, gest. [[29. September]] [[1974]] in Nürnberg) war ein Fürther Bankier.
Johann Friedrich - genannt '''Hans''' - '''Böhner''' ( geb. [[13. Juli]] [[1890]] in Erlangen, gest. [[29. September]] [[1974]] in Nürnberg) war ein Fürther Bankier.


Als Filialleiter der [[Dresdner Bank]] in Fürth (bis 1937) bzw. Nürnberg-Fürth (ab 1937) und finanzieller Berater von [[Gustav Schickedanz]]<ref name="Janetzko">vgl. Janetzko, M., Die Arisierungsvermittlung, S. 199 in Ziegler, D., Die Dresdner Bank und die dt. Juden</ref> nahm er eine Schlüsselrolle bei zahlreichen Arisierungen und Unternehmensübertragungen ab der Zeit des Nationalsozialismus ein. Er fungierte unter anderem ab [[1936]] als Aufsichtsrats-Vorsitzender der [[Brauerei Geismann|Brauerei Geismann AG]] und späterer Unternehmenszusammenschlüsse im Firmen-Imperium Schickedanz sowie der [[Carl Marschütz|Hercules, Carl Marschütz & Co. A.-G.]] Nürnberg.
== Leben und Wirken ==
Als Filialleiter der [[Dresdner Bank]] in Fürth (bis 1937) bzw. Nürnberg-Fürth (ab 1937) und finanzieller Berater von [[Gustav Schickedanz]]<ref name="Janetzko">vgl. Janetzko, M., Die Arisierungsvermittlung, S. 199 in Ziegler, D., Die Dresdner Bank und die dt. Juden</ref> nahm er eine Schlüsselrolle bei zahlreichen Arisierungen und Unternehmensübertragungen ab der Zeit des Nationalsozialismus ein. Er fungierte unter anderem ab [[1936]] als Aufsichtsrats-Vorsitzender der [[Brauerei Geismann|Brauerei Geismann AG]], ab [[1940]] als Aufsichtsratsvorsitzender der Ledererbräu in Nürnberg sowie 1941 der [[Brauerei Joh. Humbser|Brauerei Joh. Humbser AG]] und späterer Unternehmenszusammenschlüsse im Firmen-Imperium Schickedanz sowie der [[Carl Marschütz|Hercules, Carl Marschütz & Co. A.-G.]] Nürnberg.


Gerade über Nürnberg als einstiges Weltzentrum des Hopfenhandels, das sich zu einem Großteil aus Firmen jüdischen Eigentums zusammensetzte, geriet nicht zuletzt das fränkische Brauwesen in den 1930er Jahren stark in den Arisierungswettstreit von Deutscher und Dresdner Bank:<ref name="Janetzko2">Vgl. Janetzko, M., Die Arisierungsvermittlung, S.203 in Ziegler, D., Die Dresdner Bank und die dt. Juden.</ref>
Gerade über Nürnberg als einstiges Weltzentrum des Hopfenhandels, das sich zu einem Großteil aus Firmen jüdischen Eigentums zusammensetzte, geriet nicht zuletzt das fränkische Brauwesen in den 1930er Jahren stark in den Arisierungswettstreit von Deutscher und Dresdner Bank:<ref name="Janetzko2">Vgl. Janetzko, M., Die Arisierungsvermittlung, S.203 in Ziegler, D., Die Dresdner Bank und die dt. Juden.</ref>
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Noch bis in die Gründungszeit der [[Patrizier Bräu]] galt er - mindestens für den Brausektor - nach Aussagen ehemaliger Führungskräfte als »Spiritus Rector« der Firmenpolitik im Schickedanz-Konzern.
Noch bis in die Gründungszeit der [[Patrizier Bräu]] galt er - mindestens für den Brausektor - nach Aussagen ehemaliger Führungskräfte als »Spiritus Rector« der Firmenpolitik im Schickedanz-Konzern.
== Sonstiges ==
Böhner wurde 1930 in die [[Freimaurerloge Zur Wahrheit und Freundschaft]] aufgenommen.


== Siehe auch ==
== Siehe auch ==
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== Bilder ==
== Bilder ==
{{Bilder dieser Person}}
{{Bilder dieser Person}}
[[Kategorie:Freimaurer]]