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Mitte März 1916 kam er kurz zur Garnisons-Batterie des 6. Feldartillerie-Regiments, darauf folgten Versetzungen zu verschiedenen Etappen-Formationen: so am 5. April zum Etappen-Hilfsbataillon der Etappen-Inspektion IV, Ende Juni 1916 zur Wirtschafts-Kompanie der [[wikipedia:4. Armee (Deutsches Kaiserreich)|4. Armee]], Ende November 1917 zum 1. Landsturm-Eskadron des I. Armeekorps, im März 1918 zum Landsturm-Infanterie-Bataillon Aschaffenburg (II.B.6) und schließlich Mitte September 1918 zum Landsturm-Infanterie-Bataillon Weilheim (I.B.4), wo er umgehend zur Baudirektion 4 in Gent kommandiert wurde. Mit dem Rückmarsch kam Gsänger am 30. November 1918 nach Münster, wo er ohne Auszahlung der Entlassungsgelder nur vorläufig zum 2. Dezember aus dem Kriegsdienst nach Hause entlassen wurde. Zugleich überwies man ihn zum Landsturm-Infanterie-Ersatz-Bataillon Mindelheim zwecks Anerkennung seiner Stammrolle, sodass er von dort erst am 15. März 1920 endgültig seine Entlassung und im Anschluss in Nürnberg sein Entlassungsgeld erhielt.<ref>Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Abt. IV Kriegsarchiv, Kriegsstammrollen 1914 - 1918; Band 9359, 2; 9841, 3; 12514, 1; 12899; 13737, 1; 13964, 2; 14606, 1</ref> | Mitte März 1916 kam er kurz zur Garnisons-Batterie des 6. Feldartillerie-Regiments, darauf folgten Versetzungen zu verschiedenen Etappen-Formationen: so am 5. April zum Etappen-Hilfsbataillon der Etappen-Inspektion IV, Ende Juni 1916 zur Wirtschafts-Kompanie der [[wikipedia:4. Armee (Deutsches Kaiserreich)|4. Armee]], Ende November 1917 zum 1. Landsturm-Eskadron des I. Armeekorps, im März 1918 zum Landsturm-Infanterie-Bataillon Aschaffenburg (II.B.6) und schließlich Mitte September 1918 zum Landsturm-Infanterie-Bataillon Weilheim (I.B.4), wo er umgehend zur Baudirektion 4 in Gent kommandiert wurde. Mit dem Rückmarsch kam Gsänger am 30. November 1918 nach Münster, wo er ohne Auszahlung der Entlassungsgelder nur vorläufig zum 2. Dezember aus dem Kriegsdienst nach Hause entlassen wurde. Zugleich überwies man ihn zum Landsturm-Infanterie-Ersatz-Bataillon Mindelheim zwecks Anerkennung seiner Stammrolle, sodass er von dort erst am 15. März 1920 endgültig seine Entlassung und im Anschluss in Nürnberg sein Entlassungsgeld erhielt.<ref>Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Abt. IV Kriegsarchiv, Kriegsstammrollen 1914 - 1918; Band 9359, 2; 9841, 3; 12514, 1; 12899; 13737, 1; 13964, 2; 14606, 1</ref> | ||
Nach dem Krieg, im März 1919, meldete Gsänger in Fürth Gewerbe für Samenhandel und kaufmännische Agenturen an, die er aber nicht betrieb und ein Jahr später wieder abmeldete. Vielmehr ging er auf Reisen nach Berlin und Holland. Dann tat er sich mit [[Johann Röllinger]] zusammen; sie eröffneten gemeinsam am 1. April 1921 ein „Hoch- und Tiefbaugeschäft“, welches seit September 1922 unter dem Namen Fa. Hans Röllinger & Karl Gsänger mit Sitz [[Richard-Wagner-Straße]] 50 firmierte.<ref name="FB-GK"/><ref>Adressbuch von 1926</ref> | Nach dem Krieg, im März 1919, meldete Gsänger in Fürth Gewerbe für Samenhandel und kaufmännische Agenturen an, die er aber nicht betrieb und ein Jahr später wieder abmeldete. Vielmehr ging er auf Reisen nach Berlin und Holland. Dann tat er sich mit [[Johann Röllinger]] zusammen; sie eröffneten gemeinsam am 1. April 1921 ein „Hoch- und Tiefbaugeschäft“, welches seit September 1922 unter dem Namen [[Bauunternehmung Hans Röllinger & Carl Gsänger|Fa. Hans Röllinger & Karl Gsänger]] mit Sitz [[Richard-Wagner-Straße]] 50 firmierte.<ref name="FB-GK"/><ref>Adressbuch von 1926</ref> | ||
[[1927]] gründete er die Bauunternehmung Karl Gsänger mit dem Sitz in der [[Schwabacher Straße 33]] in Fürth.<ref>Archiv Familie Hoffmann</ref> Unter anderem baute sein Unternehmen ab [[1931]] die [[Herz-Jesu-Kirche]] in [[Mannhof]].<ref>Nordbayerische Zeitung vom 4. Juli 1932 - Druckausgabe im Archiv der Herz-Jesu-Kirche Mannhof</ref> | |||
[[1927]] gründete er die Bauunternehmung Karl Gsänger mit dem Sitz in der [[Schwabacher Straße 33]] in Fürth.<ref>Archiv Familie Hoffmann</ref> Unter anderem baute sein Unternehmen ab [[1931]] die [[Herz-Jesu-Kirche]] in [[Mannhof]].<ref>Nordbayerische Zeitung vom 4. Juli 1932 - Druckausgabe im Archiv der Herz-Jesu-Kirche Mannhof</ref> Danach war die Firma in der [[Nürnberger Straße 136]] ansässig, Ende 1945 war sie in der [[Moststraße 27]] angesiedelt. Zuletzt befand sie sich in der [[Bremer Straße]] 60.<ref>Schadensfälle 1965, StadtAFÜ Sign.-Nr. 0/1974</ref> | |||
Da Gsänger NSDAP-Mitglied war musste er bei der [[Entnazifizierung in Fürth|Entnazifizierung]] im Zuge des Vorstellungsverfahrens nach Gesetz Nr. 8 der US-Militärregierung die Führung seines Bauunternehmens niederlegen. Diese übergab er dem Baukaufmann Josef Hoffmann und bat mit Schreiben vom 10. November 1945 um weitere Überlassung der verantwortlichen Bauleitung der Baumaßnahmen. Das städtische Hochbauamt sowie die Kreishandwerkerschaft bestätigten, dass die Firma für Sofortmaßnahmen zur Wiederinstandsetzung von Wohnraum und lebenswichtigen Fabrikanlagen eingesetzt ist und an der Beseitigung von Schäden an hygienischen Anlagen der Stadt Fürth arbeitet. Sie wiesen auf die notwendige Weiterbelassung seiner Person als Fachmann und verantwortlicher Bauleiter hin. Ein Verfahren gegen ihn wurde nicht eröffnet, der Vorgang am 7. Juni 1948 zu den Akten gelegt.<ref>Gesetz Nr. 8 der Militärregierung, Vollzug des Gesetzes Nr. 8, Einzelmappen; StadtAFÜ Sign.-Nr. AR 6/15</ref> | |||
== Familie == | == Familie == | ||