Kirche St. Michael: Unterschied zwischen den Versionen

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Schon vor 1362 übernahm sie das Pfarramt und die kirchliche Rechtstellung der königlichen Eigenkirche [[Kapelle St. Martin|St. Martin]].
Schon vor 1362 übernahm sie das Pfarramt und die kirchliche Rechtstellung der königlichen Eigenkirche [[Kapelle St. Martin|St. Martin]].


Zur Erinnerung an ihre Kirchen-Weihe wird alljährlich ab dem 29. September ([http://www.heiligenlexikon.de/BiographienM/Michael.htm Michaelstag]) oder ab dem Samstag danach die [[Kärwa|St.-Michaels-Kirchweih]] gefeiert.
Zur Erinnerung an ihre Kirchen-Weihe wird alljährlich ab dem 29. September ([http://www.heiligenlexikon.de/BiographienM/Michael.htm Michaelstag]) oder ab dem Samstag danach die [[Michaelis-Kirchweih]] gefeiert.


Im Sommer 1632 nahm der Schwedische König [[Gustav Adolf]] im Pfarrhof von St. Michael Quartier. Eine Gedenktafel ist an der Außenwand der Kirche angebracht. St. Michael ist eventuell das einzige heute noch erhaltene Gebäude der Stadt Fürth, das den [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] überlebt hat. Die meisten anderen Gebäude wurden, mit Ausnahme der [[Synagoge]] und des [[Geleitshaus]]es im Dreißigjährigen Krieg vollkommen niedergebrannt. Während der Zeit des [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NS-Regimes]] wurde allerdings auch die Synagoge bei [[Reichspogromnacht in Fürth|antisemitischen Ausschreitungen]] zerstört. Das Geleitshaus, das stark beschädigt den Dreißigjährigen Krieg überstand, wurde 1968 abgebrochen.
Im Sommer 1632 nahm der Schwedische König [[Gustav Adolf]] im Pfarrhof von St. Michael Quartier. Eine Gedenktafel ist an der Außenwand der Kirche angebracht. St. Michael ist eventuell das einzige heute noch erhaltene Gebäude der Stadt Fürth, das den [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] überlebt hat. Die meisten anderen Gebäude wurden, mit Ausnahme der [[Synagoge]] und des [[Geleitshaus]]es im Dreißigjährigen Krieg vollkommen niedergebrannt. Während der Zeit des [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NS-Regimes]] wurde allerdings auch die Synagoge bei [[Reichspogromnacht in Fürth|antisemitischen Ausschreitungen]] zerstört. Das Geleitshaus, das stark beschädigt den Dreißigjährigen Krieg überstand, wurde 1968 abgebrochen.
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'''Der heutige Altar in St. Michael Fürth'''
'''Der heutige Altar in St. Michael Fürth'''


Der heutige Altaraufsatz (Retabel) stammt aus dem Jahr [[1830]]/[[1831]] im neugotischen Stil. Eine erste Christusfigur von [[wikipedia:Johann Wilhelm Braun (Bildhauer)|Johann Wilhelm Braun]] könnte um das Jahr [[1836]] dort aufgestellt worden sein.<ref>Aus diesem Jahr existiert eine Zeichnung des Altars von [[wikipedia:Albert Christoph Reindel|Albert Christoph Reindel]] im Besitz der Stadtbibliothek Nürnberg.</ref> Braun war Thorvaldsen-Schüler.<ref>Thieme-Becker, Band IV, 1910, S. 548 gibt die Jahre 1820 – 24 dafür an, der Ausstellungskatalog „Künstlerleben in Rom – Berthel Thorvaldsen (1770 – 1844) – der dänische Bildhauer und seine deutschen Freunde“ des GNM von 1992 auf S. 275 die Jahre 1820 – 1826.</ref> Er brachte aus Rom das Modell einer 6 ½ Fuß großen Christusstatue mit, das im Jahr [[1829]] auf der Kunstausstellung in München ausgestellt war.<ref name="TB-548">Thieme-Becker, Band IV, 1910, S. 548</ref> Davon soll es mehrere Gipsabgüsse geben, von denen aber heute lediglich der für die Fürther Michaelskirche nachweisbar ist.<ref name="TB-548"/><ref>Hans Wolfgang Singer: Allgemeines Künstler-Lexikon, 1. Band, 1922, S. 173</ref><ref>siehe auch Artikel „Braun, Johann Wilhelm“ von August Wintterlin in: ‚‘Allgemeine Deutsche Biographie‘‘, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 3 (1876), S. 274 [https://de.m.wikisource.org/wiki/ADB:Braun,_Johann_Wilhelm - online]</ref></br>
Der heutige Altaraufsatz (Retabel) stammt aus dem Jahr [[1830]]/[[1831]] im neugotischen Stil. Eine erste Christusfigur von [[wikipedia:Johann Wilhelm Braun (Bildhauer)|Johann Wilhelm Braun]] könnte um das Jahr [[1836]] dort aufgestellt worden sein.<ref>Aus diesem Jahr existiert eine Zeichnung des Altars von [[wikipedia:Albert Christoph Reindel|Albert Christoph Reindel]] im Besitz der Stadtbibliothek Nürnberg.</ref> Braun war Thorvaldsen-Schüler.<ref>Thieme-Becker, Band IV, 1910, S. 548 gibt die Jahre 1820 – 24 dafür an, der Ausstellungskatalog „Künstlerleben in Rom – Berthel Thorvaldsen (1770 – 1844) – der dänische Bildhauer und seine deutschen Freunde“ des GNM von 1992 auf S. 275 die Jahre 1820 – 1826.</ref> Er brachte aus Rom das Modell einer 6 ½ Fuß großen Christusstatue mit, das im Jahr [[1829]] auf der Kunstausstellung in München ausgestellt war.<ref name="TB-548">Thieme-Becker, Band IV, 1910, S. 548</ref> Davon soll es mehrere Gipsabgüsse geben, von denen aber heute lediglich der für die Fürther Michaelskirche nachweisbar ist.<ref name="TB-548"/><ref>Hans Wolfgang Singer: Allgemeines Künstler-Lexikon, 1. Band, 1922, S. 173</ref><ref>siehe auch Artikel „Braun, Johann Wilhelm“ von August Wintterlin in: ‚‘Allgemeine Deutsche Biographie‘‘, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 3 (1876), S. 274 - [[wikipedia:s:ADB:Braun,_Johann_Wilhelm|online]]</ref></br>
Im Jubiläumsjahr des 400. Geburtstages von Martin Luther ([[1883]]) wurde die Braun-Statue mit einer [[Johann Christian Hirt#Fürther Werke|Christusfigur]] von [[Johann Christian Hirt]] im ''Heiland-Typus'' der Thorvaldsen-Schule ausgetauscht.<ref>vgl. Dieter Wölfel: ''Johann Christian Hirt (1836 - 1897)''. In: [[Fürther Heimatblätter]], 1981/1, S. 10. Die Figur kam [[1883]] in den damals neuen Friedhof an der Erlanger Straße und soll Ende des 20. Jahrhunderts im Stadtarchiv Fürth in Burgfarrnbach gelandet sein, wo sie seither noch nicht wieder gesichtet wurde.</ref>
Im Jubiläumsjahr des 400. Geburtstages von Martin Luther ([[1883]]) wurde die Braun-Statue mit einer [[Johann Christian Hirt#Fürther Werke|Christusfigur]] von [[Johann Christian Hirt]] im ''Heiland-Typus'' der Thorvaldsen-Schule ausgetauscht.<ref>vgl. Dieter Wölfel: ''Johann Christian Hirt (1836 - 1897)''. In: [[Fürther Heimatblätter]], 1981/1, S. 10. Die Figur kam [[1883]] in den damals [[Städtischer Friedhof|neuen Friedhof]] an der [[Erlanger Straße]] und soll Ende des 20. Jahrhunderts im Stadtarchiv Fürth in Burgfarrnbach gelandet sein, wo sie seither noch nicht wieder gesichtet wurde.</ref>


'''Kanzel'''
'''Kanzel'''
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1940 wurde vom Fürther Hochbauamt erstmals ein Verzeichnis über im Stadtgebiet befindliche Kunstobjekte aus "Nichteisenmetallen" angefertigt mit einer Stellungnahme des Oberbürgermeisters über Verbleib oder Zuführung zur „[[Metallspende|Metallspende des deutschen Volkes]]“. In dieser Liste werden fünf Objekte in kirchlichem Besitz geführt mit dem Vermerk „abzulehnen bzw. zweifelhaft“. Ein Verbleib vor Ort war also überwiegend gewünscht. Im Einzelnen handelt es sich dabei um die Büste des [[Kirchenplatz 4 (Wilhelm-Löhe-Denkmal)|Löhe-Denkmals]] (Pos. I), drei seitliche Reliefs des Löhe-Denkmals (Pos. II), das Epitaph (Grabdenkmal) von Bürger Doßmann (Pos. III), das Epitaph von Bürger [[Martin Leizmann|Leizmann]] (Pos. IV) und eine Gedenktafel für [[Gustav Adolf]] (Pos. V). Im Dezember 1940 sprach sich das Landesamt für Denkmalschutz für die Erhaltung der Büste sowie der seitlichen Reliefs des Löhe-Denkmals und der Gedenktafel an König Gustav Adolf aus und verlangte für die beiden Epitaphe die unbedingte Erhaltung - außerdem seien alle als im kirchlichen Besitz befindlich nicht unter diese Aktion fallend. In einer zweiten Aktion wurde im Mai 1942 vom Reichsinnenminister die Ablieferung fast aller städtischen Denkmäler befohlen, auch sollten die Gemeinden darauf hinwirken, dass möglichst viele im privaten, d. h. auch kirchlichen Eigentum befindliche Bronzedenkmäler abgeliefert würden. Stadtpfarrer [[Gustav Schmetzer]] von St. Michael erklärte sich zugunsten der Erhaltung des [[Wilhelm-Löhe-Denkmal]]s zur Abgabe der Gustav-Adolf-Gedenktafel bereit.
1940 wurde vom Fürther Hochbauamt erstmals ein Verzeichnis über im Stadtgebiet befindliche Kunstobjekte aus "Nichteisenmetallen" angefertigt mit einer Stellungnahme des Oberbürgermeisters über Verbleib oder Zuführung zur „[[Metallspende|Metallspende des deutschen Volkes]]“. In dieser Liste werden fünf Objekte in kirchlichem Besitz geführt mit dem Vermerk „abzulehnen bzw. zweifelhaft“. Ein Verbleib vor Ort war also überwiegend gewünscht. Im Einzelnen handelt es sich dabei um die Büste des [[Kirchenplatz 4 (Wilhelm-Löhe-Denkmal)|Löhe-Denkmals]] (Pos. I), drei seitliche Reliefs des Löhe-Denkmals (Pos. II), das Epitaph (Grabdenkmal) von Bürger Doßmann (Pos. III), das Epitaph von Bürger [[Martin Leizmann|Leizmann]] (Pos. IV) und eine Gedenktafel für [[Gustav Adolf]] (Pos. V). Im Dezember 1940 sprach sich das Landesamt für Denkmalschutz für die Erhaltung der Büste sowie der seitlichen Reliefs des Löhe-Denkmals und der Gedenktafel an König Gustav Adolf aus und verlangte für die beiden Epitaphe die unbedingte Erhaltung - außerdem seien alle als im kirchlichen Besitz befindlich nicht unter diese Aktion fallend. In einer zweiten Aktion wurde im Mai 1942 vom Reichsinnenminister die Ablieferung fast aller städtischen Denkmäler befohlen, auch sollten die Gemeinden darauf hinwirken, dass möglichst viele im privaten, d. h. auch kirchlichen Eigentum befindliche Bronzedenkmäler abgeliefert würden. Stadtpfarrer [[Gustav Schmetzer]] von St. Michael erklärte sich zugunsten der Erhaltung des [[Wilhelm-Löhe-Denkmal]]s zur Abgabe der Gustav-Adolf-Gedenktafel bereit.
Im Juli 1942 wurde dann mit Schreiben des Reichsministers für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung die Büste von Wilhelm Löhe von der Ablieferung zurückgestellt, ungenannt eingeschlossen auch die drei Reliefs. Ferner wurde nochmals auf die Nichtablieferungspflicht für die Epitaphien als Grabdenkmale hingewiesen.  
Im Juli 1942 wurde dann mit Schreiben des Reichsministers für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung die Büste von Wilhelm Löhe von der Ablieferung zurückgestellt, ungenannt eingeschlossen auch die drei Reliefs. Ferner wurde nochmals auf die Nichtablieferungspflicht für die Epitaphien als Grabdenkmale hingewiesen.  
Die Gedenktafel für Gustav Adolph wurde am [[13. Juli]] [[1942]] abgenommen<ref>Gustav Schmetzer: „Kriegschronik des Evangelisch-Lutherischen Pfarramts Fürth St. Michael vom Weltkrieg 1. September 1939 bis 1945 und der Nachkriegszeit bis 1950“, S. 31</ref>, im städt. Bauhof eingelagert, von dort am 4. März 1944 von der Firma Hetzel und Co. Nürnberg, Metallgroßhandel, Nürnberg zum Einschmelzen abgeholt und anschließend der Stadt die Übernahme bestätigt: ''Betr.: Ablieferung von Denkmälern: Wir bestätigen hiermit von Ihnen anläßlich der obigen Aktion erhalten zu haben: ... 10. Gedenktafel an König Gustav Adolf von Schweden an der Michaelskirche.''<ref>Stadtarchiv Fürth, AGr. 3/37, Schreiben vom 13. März 1944</ref> Die Wegnahme belegt auch ein Foto von Ferdinand Vitzethum aus dem Jahr 1946: Es zeigt im Sandstein der Wand des äußeren Emporenaufgangs die leere Vertiefung ohne die Gedenktafel.<ref>Stadtarchiv Fürth, A 8797</ref>
Die Gedenktafel für Gustav Adolph wurde am [[13. Juli]] [[1942]] abgenommen<ref>[[Gustav Schmetzer]]: „[[Kriegschronik St. Michael|Kriegschronik des Evangelisch-Lutherischen Pfarramts Fürth St. Michael]] vom Weltkrieg 1. September 1939 bis 1945 und der Nachkriegszeit bis 1950“, S. 31</ref>, im städtischen Bauhof eingelagert, von dort am 4. März 1944 von der Firma Hetzel und Co. Nürnberg, Metallgroßhandel, Nürnberg zum Einschmelzen abgeholt und anschließend der Stadt die Übernahme bestätigt: ''Betr.: Ablieferung von Denkmälern: Wir bestätigen hiermit von Ihnen anläßlich der obigen Aktion erhalten zu haben: ... 10. Gedenktafel an König Gustav Adolf von Schweden an der Michaelskirche.''<ref>Stadtarchiv Fürth, AGr. 3/37, Schreiben vom 13. März 1944</ref> Die Wegnahme belegt auch ein Foto von Ferdinand Vitzethum aus dem Jahr 1946: Es zeigt im Sandstein der Wand des äußeren Emporenaufgangs die leere Vertiefung ohne die Gedenktafel.<ref>Stadtarchiv Fürth, A 8797</ref>


Doch wurde die Gedenktafel im Jahr 1949 in einem Depot wiedergefunden, an alter Stelle wieder angebracht<ref>Gustav Schmetzer: „Kriegschronik des Evangelisch-Lutherischen Pfarramts Fürth St. Michael vom Weltkrieg 1. September 1939 bis 1945 und der Nachkriegszeit bis 1950“, S. 31</ref>, was auch weitere Fotos dokumentieren. War sie ein Neuguss? Denn schon in der 1. Stellungnahme des Oberbürgermeisters vom [[31. Mai]] [[1940]] über Erhaltung oder Ablieferung war bei der Gedenktafel als einzigem der erfassten Denkmäler die Möglichkeit eines Neugusses ins Auge gefasst worden: ''Da die Platte nach dem Kriege eventuell neu gegossen werden könnte, ist die Entscheidung zweifelhaft.''<ref>Stadtarchiv Fürth, AGr. 3/37</ref> Des Rätsels Lösung brachte die bereits zitierte handschriftliche "Kriegschronik des Evang. Luth. Pfarramts St. Michael Fuerth - Vom Weltkrieg 1. Sept. 1939 bis 1947" Kirchenrat Gustav Schmetzers. Am Ende des Kapitels „Die kirchlichen Denkmäler“<ref>Kriegschronik S. 31</ref> ist die Auffindung vermerkt: ''Im Jahre 1949 in einem Depot aufgefunden und an alter Stelle wieder angebracht.''<ref>Landeskirchliches Archiv Nürnberg (LAELKB), Pfarrarchiv Fürth-St. Michael 445, Kriegschronik 1939-1947, S. 31</ref> Im Zuge der Umbaumaßnahmen 1977/78 - ''… die falsch verstandene Monumental-Architektur der äußeren Treppenaufgänge wurde ohne schmerzhafte Empfindungen beseitigt''<ref>Hans Ehrhardt, Die Geschichte baut mit – Leitgedanken zur Kirchenrenovierung in Sankt Michael zu Fürth – Aus dem Leben einer evangelischen Gemeinde, Festschrift zum Abschluss der Renovierung am 1. Oktober 1978, S. 47</ref> - kam die Gedenktafel an ihren heutigen Platz an der Außenwand des Kirchenschiffs nahe dem Südportal.
Doch wurde die Gedenktafel im Jahr 1949 in einem Depot wiedergefunden, an alter Stelle wieder angebracht<ref>Gustav Schmetzer: „Kriegschronik des Evangelisch-Lutherischen Pfarramts Fürth St. Michael vom Weltkrieg 1. September 1939 bis 1945 und der Nachkriegszeit bis 1950“, S. 31</ref>, was auch weitere Fotos dokumentieren. War sie ein Neuguss? Denn schon in der 1. Stellungnahme des Oberbürgermeisters vom [[31. Mai]] [[1940]] über Erhaltung oder Ablieferung war bei der Gedenktafel als einzigem der erfassten Denkmäler die Möglichkeit eines Neugusses ins Auge gefasst worden: ''Da die Platte nach dem Kriege eventuell neu gegossen werden könnte, ist die Entscheidung zweifelhaft.''<ref>Stadtarchiv Fürth, AGr. 3/37</ref> Des Rätsels Lösung brachte die bereits zitierte handschriftliche "Kriegschronik des Evang. Luth. Pfarramts St. Michael Fuerth - Vom Weltkrieg 1. Sept. 1939 bis 1947" Kirchenrat Gustav Schmetzers. Am Ende des Kapitels „Die kirchlichen Denkmäler“<ref>Kriegschronik S. 31</ref> ist die Auffindung vermerkt: ''Im Jahre 1949 in einem Depot aufgefunden und an alter Stelle wieder angebracht.''<ref>Landeskirchliches Archiv Nürnberg (LAELKB), Pfarrarchiv Fürth-St. Michael 445, Kriegschronik 1939-1947, S. 31</ref> Im Zuge der Umbaumaßnahmen 1977/78 - ''… die falsch verstandene Monumental-Architektur der äußeren Treppenaufgänge wurde ohne schmerzhafte Empfindungen beseitigt''<ref>Hans Ehrhardt, Die Geschichte baut mit – Leitgedanken zur Kirchenrenovierung in Sankt Michael zu Fürth – Aus dem Leben einer evangelischen Gemeinde, Festschrift zum Abschluss der Renovierung am 1. Oktober 1978, S. 47</ref> - kam die Gedenktafel an ihren heutigen Platz an der Außenwand des Kirchenschiffs nahe dem Südportal.
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* [[Kapelle St. Martin]]
* [[Kapelle St. Martin]]
* [[Johann Christian Hirt]]
* [[Johann Christian Hirt]]
* [[Gustav Schmetzer]]
* [[Kriegschronik St. Michael]]
* [[Eduard Putz]]
* [[Eduard Putz]]
* [[Kinderheim St. Michael]]
* [[Kinderheim St. Michael]]
* [[Kärwa|St.-Michaelis-Kirchweih]]
* [[Michaelis-Kirchweih]]
* [[Metallspende]] ''(Erster und Zweiter Weltkrieg)''
* [[Metallspende]] ''(Erster und Zweiter Weltkrieg)''
* [[Auferstehungskirche]]
* [[Auferstehungskirche]]
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* Die Orgeln in St. Michael mit Disposition, unter Kirchenmusik Fürth - [https://www.fuerth-evangelisch-musik.de/orgeln/fuerth-stadt/st-michael/]
* Die Orgeln in St. Michael mit Disposition, unter Kirchenmusik Fürth - [https://www.fuerth-evangelisch-musik.de/orgeln/fuerth-stadt/st-michael/]


* St. Michael (Fürth) - [[Wikipedia:St. Michael (Fürth)|Wikipedia]]
* [[wikipedia:St. Michael (Fürth)|St. Michael (Fürth)]] ''(Wikipedia)''


* Der '''Fürther Altar''' - Hochaltar in der Kirche St. Salvator in Nördlingen - [http://www.pg-noerdlingen.de/index.php/kirche-st-salvator/salvator-hochaltar.html online]
* Der '''Fürther Altar''' - Hochaltar in der Kirche St. Salvator in Nördlingen - [http://www.pg-noerdlingen.de/index.php/kirche-st-salvator/salvator-hochaltar.html online]


* [[wikipedia:Michael (Erzengel)|Michael (Erzengel)]] ''(Wikipedia)''
* [[wikipedia:Erzengel Michael|Erzengel Michael]] ''(Wikipedia)''


* Ansicht von Fürth mit St. Michael im Jahre 1760 in: "Prospecte aller Nürnbergischen Stædtlein, Markt-Flecken, und Pfarr-Dörffern Nürnberg, 1760", S. 102 - [http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:gbv:3:1-275615-p0102-1 online-Digitalisat]
* Ansicht von Fürth mit St. Michael im Jahre 1760 in: "Prospecte aller Nürnbergischen Stædtlein, Markt-Flecken, und Pfarr-Dörffern Nürnberg, 1760", S. 102 - [http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:gbv:3:1-275615-p0102-1 online-Digitalisat]
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