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(Die Seite wurde neu angelegt: „{{Person |Bild= |Vorname=Siegfried |Nachname=Landmann |Geschlecht=männlich |Geburtsdatum=1877/06/06 |Geburtsort=Fürth |Todesdatum=1963/02/10 |Todesort=São Paulo |Beruf=Kaufmann |Religion=jüdisch }} {{Familie |Person=Ernst Landmann |Verwandtschaftsgrad=Vater }} {{Familie |Person=Pauline Landmann, geb. Hellmuth |Verwandtschaftsgrad=Mutter }} {{Familie |Person=Elisabeth, geb. Dorenberg |Verwandtschaftsgrad=Ehemann }} {{Familie |Person=Frederick E. Landma…“) |
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Nach einer kaufmännischen Ausbildung in Fürth sowie Lehr- und Wanderjahren in London und Lissabon übernahm Siegfried Landmann 1897 die russische Filiale der väterlichen Hopfenhandelsfirma ''Landmann & Söhne'' in Moskau. Aus Schutz vor schikanösen Übergriffen der zaristischen Polizei konvertierte er im selben Jahr zum evangelischen Glauben.<ref name="JMF">[https://krautheimer-krippe.juedisches-museum.org/projekte/category/familie/ JMF] zu Siegfried Landmann</ref></br> | Nach einer kaufmännischen Ausbildung in Fürth sowie Lehr- und Wanderjahren in London und Lissabon übernahm Siegfried Landmann 1897 die russische Filiale der väterlichen Hopfenhandelsfirma ''Landmann & Söhne'' in Moskau. Aus Schutz vor schikanösen Übergriffen der zaristischen Polizei konvertierte er im selben Jahr zum evangelischen Glauben.<ref name="JMF">[https://krautheimer-krippe.juedisches-museum.org/projekte/category/familie/ JMF] zu Siegfried Landmann</ref></br> | ||
Nach der Oktoberrevolution kehrte er nach Fürth zurück. Aufgrund seiner fließenden Russischkenntnisse und seiner gründlichen Kenntnis des Landes wurde er von der neuen deutschen Regierung und später vom Roten Kreuz beauftragt, in enger Zusammenarbeit mit der schwedischen Rotkreuz-Vertreterin Elsa Brandström viele tausend deutsche Kriegsgefangene zu retten und in ihre Heimat zurückzuführen. Während der Verhandlungen über diese Rettung wurde er von den damals rivalisierenden Parteien in Russland zweimal zum Tode verurteilt. Er entkam zweimal, das eine Mal ging er über Finnland und Schweden zurück nach Deutschland, das zweite Mal über Sibirien, Japan und die USA.</br> | Nach der Oktoberrevolution kehrte er nach Fürth zurück. Aufgrund seiner fließenden Russischkenntnisse und seiner gründlichen Kenntnis des Landes wurde er von der neuen deutschen Regierung und später vom Roten Kreuz beauftragt, in enger Zusammenarbeit mit der schwedischen Rotkreuz-Vertreterin Elsa Brandström viele tausend deutsche Kriegsgefangene zu retten und in ihre Heimat zurückzuführen. Während der Verhandlungen über diese Rettung wurde er von den damals rivalisierenden Parteien in Russland zweimal zum Tode verurteilt. Er entkam zweimal, das eine Mal ging er über Finnland und Schweden zurück nach Deutschland, das zweite Mal über Sibirien, Japan und die USA.</br> | ||
Nach der Machtergreifung der Nazis floh Siegfried Landmann nach Brasilien, wo er sich niederließ.<ref>[ | Nach der Machtergreifung der Nazis floh Siegfried Landmann nach Brasilien, wo er sich niederließ.<ref>[https://rijo.hier-im-netz.de/pdf_2/EN_GL_JU_hof.pdf Ulla Landmann Schneider] zu Siegfried Landmann, zitiert nach rijo-research</ref> | ||
1906 heiratete Siegfried Landmann in Moskau Elisabeth Dorenberg, mit der er vier Kinder hatte. Als Geschäftsinhaber von ''Landmann & Söhne'' setzte er ab 1921 verstärkt auf Auslandsgeschäfte mit Südamerika. Während der frühen NS-Zeit verkaufte er zunächst den Familiensitz in Fürth und schließlich auch 1937 den seit 1839 bestehenden Familienbetrieb. 1938 wanderte er zusammen mit seiner Frau zunächst nach Schweden und schließlich 1939 nach Brasilien aus, wo die Fa. Landmann bereits seit 1933 ihren Sitz in Sao Paolo hatte.<ref name="JMF"/> | 1906 heiratete Siegfried Landmann in Moskau Elisabeth Dorenberg, mit der er vier Kinder hatte. Als Geschäftsinhaber von ''Landmann & Söhne'' setzte er ab 1921 verstärkt auf Auslandsgeschäfte mit Südamerika. Während der frühen NS-Zeit verkaufte er zunächst den Familiensitz in Fürth und schließlich auch 1937 den seit 1839 bestehenden Familienbetrieb. 1938 wanderte er zusammen mit seiner Frau zunächst nach Schweden und schließlich 1939 nach Brasilien aus, wo die Fa. Landmann bereits seit 1933 ihren Sitz in Sao Paolo hatte.<ref name="JMF"/> | ||
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