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|Todesort=Fürth | |Todesort=Fürth | ||
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|Friedhof= | |Friedhof=Hauptfriedhof | ||
|Grabstelle=M 4, Nr. 3 | |||
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'''Andreas Bauer''' (geb. [[15. Oktober]] [[1866]] in Neuhütte, Böhmen; gest. [[28. Mai]] [[1917]] in Fürth) war ein deutsch-böhmischer Glasindustrieller, der die Entwicklung der Spiegel- und Tafelglasindustrie im Bayerischen Wald maßgeblich mitprägte. Als Mitbegründer der späteren „Vereinigten Bayerischen Spiegel- und Tafelglaswerke“ gehörte er zu den prägenden Unternehmerpersönlichkeiten seiner Branche um die Wende zum 20. Jahrhundert. | '''Andreas Bauer''' (geb. [[15. Oktober]] [[1866]] in Neuhütte, Böhmen; gest. [[28. Mai]] [[1917]] in Fürth) war ein deutsch-böhmischer Glasindustrieller, der die Entwicklung der Spiegel- und Tafelglasindustrie im Bayerischen Wald maßgeblich mitprägte. Als Mitbegründer der späteren „Vereinigten Bayerischen Spiegel- und Tafelglaswerke“ gehörte er zu den prägenden Unternehmerpersönlichkeiten seiner Branche um die Wende zum 20. Jahrhundert. | ||
==Herkunft und Ausbildung== | ==Herkunft und Ausbildung== | ||
Andreas Bauer entstammte einer traditionsreichen Glasmacherfamilie. Er wurde als Sohn des Glasmachers Franz Bauer ( | Andreas Bauer entstammte einer traditionsreichen Glasmacherfamilie. Er wurde als Sohn des Glasmachers Franz Bauer (geb. 19. Januar 1806 in Fichtenbach, Böhmen) und dessen Ehefrau Katharina, geborene Stich, geboren. Die Familie war katholischer Konfession; sein Taufpate war der Müllermeister Franz Losleben. | ||
Nach dem Besuch der Realschule in Taus wandte sich Bauer früh dem Glashüttenwesen zu. Sein unternehmerisches Talent wurde bald von Franz Schrenk erkannt, der 1853 mit der Pachtung der Lohberghütte bei Lam die Firma F. Schrenk gegründet hatte. Bauer wurde nach Lohberghütte berufen und übernahm dort später leitende Aufgaben bis hin zur Geschäftsführung. | Nach dem Besuch der Realschule in Taus wandte sich Bauer früh dem Glashüttenwesen zu. Sein unternehmerisches Talent wurde bald von Franz Schrenk erkannt, der 1853 mit der Pachtung der Lohberghütte bei Lam die Firma F. Schrenk gegründet hatte. Bauer wurde nach Lohberghütte berufen und übernahm dort später leitende Aufgaben bis hin zur Geschäftsführung. | ||
Aufstieg im Glashüttenwesen | Aufstieg im Glashüttenwesen | ||
Am 8. April 1861 heiratete Bauer in Lam Anna Schrenk, die Tochter seines Förderers. Im selben Jahr übersiedelte das Ehepaar zur Karlbachhütte, die Bauer – trotz zahlreicher Mitbewerber – von Baron Kotz von Dobrz für die Firma Franz Schrenk in Pacht erhielt. | Am 8. April 1861 heiratete Bauer in Lam Anna Schrenk, die Tochter seines Förderers. Im selben Jahr übersiedelte das Ehepaar zur Karlbachhütte, die Bauer – trotz zahlreicher Mitbewerber – von Baron [[wikipedia:Kotz von Dobrz|Kotz von Dobrz]] für die Firma Franz Schrenk in Pacht erhielt. | ||
In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich Bauer zu einer zentralen Figur der regionalen Glasindustrie. 1871 entstand durch „Schrenk & Co.“ das Glaswerk Neuschrenkenthal. Im selben Jahr richtete er die ebenfalls von Baron Kotz von Dobrz gepachtete Eisendorfhütte bei Karlbach ein, deren Leitung er 1877 zusätzlich übernahm. Mit dem Erwerb der Glashütte Hurkenthal im Jahr 1880 erweiterte er den Unternehmensverbund weiter. | In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich Bauer zu einer zentralen Figur der regionalen Glasindustrie. 1871 entstand durch „Schrenk & Co.“ das Glaswerk Neuschrenkenthal. Im selben Jahr richtete er die ebenfalls von Baron Kotz von Dobrz gepachtete Eisendorfhütte bei Karlbach ein, deren Leitung er 1877 zusätzlich übernahm. Mit dem Erwerb der Glashütte Hurkenthal im Jahr 1880 erweiterte er den Unternehmensverbund weiter. | ||
Unter der Leitung seines Sohnes Julius Bauer wurde 1891 in Neustadt a.d. Waldnaab ein neuer Glasofen in Betrieb genommen. Ein Jahr später erwarb „Schrenk & Co.“ das nahegelegene Schleif- und Polierwerk Wöllershof, wodurch die Weiterverarbeitung des erzeugten Glases erheblich ausgebaut wurde. | Unter der Leitung seines Sohnes Julius Bauer wurde 1891 in Neustadt a.d. Waldnaab ein neuer Glasofen in Betrieb genommen. Ein Jahr später erwarb „Schrenk & Co.“ das nahegelegene Schleif- und Polierwerk Wöllershof, wodurch die Weiterverarbeitung des erzeugten Glases erheblich ausgebaut wurde. | ||
==Unternehmensgründung und Fusion== | ==Unternehmensgründung und Fusion== | ||
1895 zog sich Bauer als Privatier nach Fürth zurück, blieb jedoch unternehmerisch aktiv. Er erwarb das Anwesen [[Hirschenstraße 39]], das er im Erdgeschoss selbst bewohnte. | 1895 zog sich Bauer als Privatier nach Fürth zurück, blieb jedoch unternehmerisch aktiv. Er erwarb das Anwesen [[Hirschenstraße 39]], das er im Erdgeschoss selbst bewohnte. | ||
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== Siehe auch == | == Siehe auch == | ||
* [[Spiegelfabriken]] | |||
* [[Vereinigte Bayerische Spiegel- und Tafelglaswerke]] | |||
== Einzelnachweise == | == Einzelnachweise == | ||
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== Bilder == | == Bilder == | ||
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