Mühlstraße 2
| Blick in die Mühlstraße in Richtung Sozialrathaus mit Treppenabgang zur Unterführung Mühlstraße |
- Gebäude
- Mühlstraße 2
- Straße / Hausnummer
- Mühlstraße 2
- Postleitzahl
- 90762
- Objekt
- Ehemalige Weinstube „Zum Duckla“, heute Bierlokal „Duckla“
- Baujahr
- 1826
- Quellangaben
- BLfD - Denkmalliste Fürth
- Baustil
- Klassizismus
- Architekt
- Paulus Biller
- Geo-Daten
- 49° 28' 41.81" N
10° 59' 25.81" E
- Anny Drescher (Gaststätte)
- Wilhelm Hertel (Geburtshaus)
- Konrad Wilhelm (Gaststätte)
Dreigeschossiger Sandsteinquaderbau auf trapezförmigem Grundriss mit Satteldach, stuckierten Neurenaissance-Fensterrahmungen und Relikte einer Mikwe im Keller, klassizistisch, im Kern spätes 17. Jahrhundert, Neubau von Paulus Biller, 1826, Fensterrahmungen Ende 19. Jahrhundert; Teil des Ensembles Altstadt.
Geschichte
Die Erstbebauung des ursprünglich bambergischen Grundstücks erfolgte um 1670. Seitdem befand sich hier „ein zwey gädiges Häußlein“ mit der ersten nachweisbaren Mikwe der jüdischen Gemeinde in Fürth, die bis 1717 die einzige blieb. Im Jahr 1824 wurde das Gebäude für baufällig erachtet, sodass die jüdische Gemeinde auf Instandsetzung sowie weitere Nutzung verzichtete und es am 5. April 1825 öffentlich versteigern ließ.[1][2]
Das heutige Haus wurde 1825/26 erbaut, nachdem der Wirt Conrad Volkert am 27. Juni 1825 von Stadtmagistrat die Genehmigung erhielt, an dieser Stelle ein neues Wohnhaus zu errichten.[1]
Frühere Besitzer
- 1670: Jüdische Gemeinde Fürth
- 1825: Conrad Volkert, Weinwirt
- 1840: Elisabetha Müller, Wirtin Zur goldenen Kanne
- 1859: Andreas Martin Müller, Weinwirt
- 1879: Conrad Wilhelm, Weinwirt
- 1900: Carl Drescher, Weinwirt (Schwiegersohn)
- 1972: Luise Höfler u. Miteigt.[3]
Alte Adressen
- 1792: Hs.-Nr. 143 (Beim Feuerhäuslein, Hinter dem Schindelhof)
- 1827: Hs.-Nr. 134, II. Stadtbezirk
- 1860: Mühlgasse 14
- 1890: Mühlstraße 2
Literatur
- Fritz Meier: Historische Badstuben in Fürth. In: Fürther Heimatblätter, 1958/2, S. 17 - 26
- Gisela Naomi Blume: Mikwen in Fürth - "Die Kellerquellenbäder der Israelitinnen". In: Fürther Geschichtsblätter, 2/2011, S. 37 - 38
- Gisela Naomi Blume: Mikwen in Fürth - "Die Kellerquellenbäder der Israelitinnen". Mikwe im Haus Mühlstraße 2, Duckla - Nachtrag. In: Fürther Geschichtsblätter, 3/2011, S. 79 - 80
- Fürther Weinwanderweg (Buch)
Siehe auch
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 Wunschelchronik, S. 362/363
- ↑ Gisela Naomi Blume: Mikwen in Fürth …, Fürther Geschichtsblätter, 2/2011
- ↑ Adressbuch von 1972
Bilder
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Die ehem. Weinstube zum Duckla, Feb. 2018 Urheber: Kamran Salimi
Lizenz: CC BY-SA 3.0Die ehem. Weinstube zum Duckla, Feb. 2018 Urheber: Kamran Salimi
Lizenz: CC BY-SA 3.0Die ehem. Weinstube zum Duckla, Feb. 2018 Urheber: Kamran Salimi
Lizenz: CC BY-SA 3.0Die ehem. Weinstube zum Duckla, Feb. 2018 Urheber: Kamran Salimi
Lizenz: CC BY-SA 3.0Die ehem. Weinstube zum Duckla, Feb. 2018 Urheber: Kamran Salimi
Lizenz: CC BY-SA 3.0Die ehem. Weinstube zum Duckla, Feb. 2018 Urheber: Kamran Salimi
Lizenz: CC BY-SA 3.0Die ehem. Weinstube zum Duckla, Feb. 2018 Urheber: Kamran Salimi
Lizenz: CC BY-SA 3.0Blick in die Mühlstraße in Richtung Sozialrathaus mit Treppenabgang zur Unterführung Mühlstraße Urheber: Red Rooster
Lizenz: CC BY-SA 3.0Empfehlungskarte für die Weinstube Duckla in der Mühlstraße 2 / Gustavstraße, vermutlich um 1950 Urheber: Anny Drescher
Lizenz: CC BY-SA 3.0Anzeige der Gaststätte Zum Duckla in der Mühlstraße 2, 1937 Urheber: Zum Duckla
Lizenz: CC BY-SA 3.0Übergabe Wirtschaft "Zur Goldenen Kanne", Fürther Tagblatt 18.8.1866 Urheber: Fürther Tagblatt
Lizenz: CC BY-SA 3.0