Seite:Zur Entstehung und Entwicklung der Schulen in Fuerth seit der Erhebung zur Stadt Erster Klasse 1.pdf/123

Version vom 5. Juni 2024, 20:34 Uhr von Red Rooster (Diskussion | Beiträge) (→‎Nicht korrekturgelesen: Die Seite wurde neu angelegt: „Studium an einer pädagogischen oder anderen Hochschule oder an einer Universität vorgesehen, womit alle drei Zweige Bildungslaufbahnen bis zum Hochschul- und…“)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Diese Seite wurde noch nicht korrekturgelesen.

Studium an einer pädagogischen oder anderen Hochschule oder an einer Universität vorgesehen, womit alle drei Zweige Bildungslaufbahnen bis zum Hochschul- und Universitätsabschluss ermöglichten.563 Nach der am 31. Januar 1948 erfolgten Versendung des dritten Schulreformplanes an die amerikanische Militärregierung reagierte diese zunächst mit der Zuteilung von Finanzmitteln für eine Stiftung zum Wiederaufbau des Bayerischen Erziehungs- und Bildungswesens, die Kultusminister Hundhammer am 5. April 1948 gründete.564 Als der bayerische Landtag jedoch bei den Beratungen über den Gesetzentwurf zur Lehr- und Lernmittelfreiheit an allen Schulen und zur Schulgeldfreiheit an höheren Schulen am 14. Juli 1948 beschloss, die Einführung wegen der unmittelbar nach der Währungsreform angespannten Finanzlage bis Oktober 1948 zurückzustellen, kündigte die Militärregierung an, die Kosten zu übernehmen und sie Bayern als Besatzungskosten in Rechnung zu stellen. Nach dieser Ankündigung und mehreren Gesprächen verständigten sich Ministerpräsident Ehard und General Lucius D. Clay schließlich darauf, dass die Schulgeld-, Lehr- und Lernmittelkosten ab dem Schuljahr 1948/49 in Höhe von 50 %, ab dem Schuljahr 1949/50 in Höhe von 75 % und ab dem Schuljahr 1950/51 in Höhe von 100 % durch den Staat übernommen werden.565 Dieser Kompromiss wurde vom bayerischen Landtag mit dem Gesetz über die Lehrmittelfreiheit vom 5. März 1949 verabschiedet.566 Ohne größere Probleme mit den Amerikanern verlief dagegen die bildungspolitische Restrukturierung und Neuausrichtung in Fürth, wo das Amerika-Haus Nürnberg im September 1948 mit Oberbürgermeister Dr. Bornkessel im ersten Obergeschoss des

563Vgl.: Max Liedtke (Hrsg.), Handbuch der Geschichte des Bayerischen Bildungswesens, Band 3: Ge-

schichte der Schulen in Bayern. Von 1918 bis 1990, Bad Heilbrunn/Oberbayern 1997, S 579: Plan von Kultusminister Alois Hundhammer für die Schulreform in Bayern vom 31.01.1948 nach Schuljahren entsprechend der Anweisung der Militärregierung 17. 16 15. 14,

Sonderreifeprüfung

Pädagogische und andere Hochschulen und Universitäten

→ Akademien

Spezialfachschulen

13. Zweig A: Berufsbegleitender Unterricht Zweig B KaufLandwirtHauswirtFachober12. Gewerbmännisch schaftlich schaftlich schulen 11. lich 10. Fachmit9. telschulen Allgemeinbildender Zug 8. 7. Wahlfächer: Englisch, Latein, Werken 6. 5. 4. Grundschule 3. 2. 1. Kindergarten

← Philosophikum Reformzug

Zweig C Naturwissenschaftlicher Zug

Oberschule Mittelschule

564Vgl.; Ebd., S.584. 565Vgl.: Ebd., S.583 und 585: „Darüber hinaus wurde in Verhandlungen mit der Militärregierung der Ter-

min für die Schulreform vom 1.9.1948 auf 1.9.1949 verschoben …“. 566Vgl. dazu: Heinrich-Schliemann-Gymnasium (Hrsg.), 100 Jahre Heinrich-Schliemann-Gymnasium.

Festjahresbericht, Fürth 1996, S.37: „Es gibt jetzt wieder Lehrbücher …, nach dem Gesetz vom 5.3.1949 in Bayern sogar lernmittelfrei. Schulgeld musste ab dem Schuljahr 1950/51 nicht mehr gezahlt werden (zuletzt DM 5,- im Monat).“

123