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der Oberrealschule an der Kaiserstraße in Hardenberg-Gymnasium mit mathematisch-naturwissenschaftlichem und neusprachlichem Zweig675 und durch Stadtratsbeschluss vom 21. Dezember 1966 die Umbenennung des Mädchenrealgymnasiums am Tannenplatz in Helene-Lange-Gymnasium mit neusprachlichem und sozialwissenschaftlichem Zweig.676 Durch das Inkrafttreten des Sonderschulgesetzes am 1. Januar 1966, das zu einer Schulpflicht und Schulgeldfreiheit für geistig behinderte Kinder sowie zur Anerkennung schulvorbereitender Einrichtungen als Vorstufe der Beschulung führte, wurden die Bemühungen der Lebenshilfe Fürth - die 1961 von Eltern geistig behinderter Kinder gegründet worden war, im Mai 1963 bei der Wohnungsbaugenossenschaft Eigenes Heim einen Raum mit einer Fläche von 60 m² zur Kinderbetreuung bekommen hatte und danach in den von der AWO aufgelösten und ab 1965 für 21 geistig behinderte Kinder als Sonderschule genutzten Kindergarten in der Heilstättensiedlung gezogen war677 auf eine neue rechtliche und fördertechnische Grundlage gestellt, da der Freistaat Bayern nun auch freien Trägern sämtliche Personal- und Sachkosten erstattete und außerdem Investitionskostenzuschüsse gewährte.678 Im Bereich der Volksschulen erfolgte in Fürth im Januar 1966 die Einweihung des Erweiterungsbaus der Volksschule Pestalozzistraße, den der Stadtrat zur Behebung eines durch Wohnungsbaumaßnahmen im Schulsprengel entstandenen Schulraummangels bereits am 7. Juni 1963 beschlossen hatte.679 Daneben begannen 1966 die Bauarbeiten für eine Großturnhalle an der Volksschule Kiderlinstraße und für einen durch den Bau zahlreicher Einfamilienhäuser erforderlich gewordenen Anbau an die Volksschule in Unterfarrnbach, die bis 1967 fertiggestellt wurden.680 675Vgl.: Hardenberg-Gymnasium Fürth (Hrsg.), 175. Schuljahr. Festschrift und Jahresbericht 2007/2008,

Fürth 2008, S.24. Siehe auch den Artikel Karl August von Hardenberg, in: www.wikipedia.de, hier: Ausdruck vom 06.11.2020. Karl August von Hardenberg (1750-1822) stammte aus einem kurhannoverschen Adelsgeschlecht und studierte von 1766 bis 1770 Rechtswissenschaften an den Universitäten Göttingen und Leipzig. Danach trat er in den Staatsdienst ein, und zwar von 1770 bis 1781 im Kurfürstentum Hannover und von 1781 bis 1790 im Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel. 1790 ging er als leitender Minister zum Markgrafen von Ansbach und Bayreuth, Christian Friedrich Carl Alexander (1736-1806), der mangels eigener Nachkommen seine Herrschaftsrechte seinem preußischen Vetter, König Friedrich Wilhelm II. (1744-1797), übertragen wollte, 1792 abdankte und nach Großbritannien ging, womit Preußen die markgräflichen Gebiete Ansbach und Bayreuth übernahm. Nach dem Tod von König Friedrich Wilhelm II im Jahr 1797 war Hardenberg unter dessen Nachfolger König Friedrich Wilhelm III (1770-1840) in Preußen ab 1803 Minister für auswärtige Angelegenheiten, von 1804 bis 1806 Außenminister und von 1810 bis zu seinem Tod 1822 Staatskanzler. 676Vgl.: Helene-Lange-Gymnasium (Hrsg.), 100 Jahre Helene-Lange-Gymnasium Fürth 1907-2007, Festschrift, Fürth 2007, S.38. Zur Biografie von Helene Lange (1848-1930) als Protagonistin der bürgerlichen Frauenbewegung und der höheren Mädchenbildung siehe Anmerkung 120 auf Seite 31 der vorliegenden Ausarbeitung. 677Vgl.: Lebenshilfe Fürth e.V. 1961-2001, in: Lebenshilfe Fürth aktuell, Nr.1/2001, S.5-8, hier: S.5. Die Sonderschule Heilstätte wurde 1969 von 68 geistig behinderten Schüler/innen besucht, wobei ein Teil des Unterrichts auch in Räumen des städtischen Kindergartens Weiherhofer Straße stattfand. Siehe auch den Artikel Bundesvereinigung Lebenshilfe, in: www.wikipedia.de, hier: Ausdruck vom 28.10.2020. Die Bundesvereinigung Lebenshilfe war am 23. November 1958 von Fachleuten für geistige Behinderungen und Eltern geistig behinderter Kinder in Marburg gegründet worden. 1968 verfügte sie über 300 Orts- und Kreisverbände, 38.000 Mitglieder und betreute in Sonderkindergärten, Sonderschulen und Werkstätten mit Wohnheimen insgesamt 18.000 geistig Behinderte. 678Vgl.: Max Liedtke (Hrsg.), Handbuch der Geschichte des Bayerischen Bildungswesens, Band 3: Geschichte der Schulen in Bayern. Von 1918 bis 1990, Bad Heilbrunn/Oberbayern 1997, S.769. 679Vgl.: Pestalozzischule Fürth (Hrsg.), 100 Jahre Pestalozzischule 1906-2006, Fürth 2006, S.40f. 680Vgl.: Adolf Schwammberger, Fürth von A bis Z. Ein Geschichts-Lexikon. Textlich unveränderter Nachdruck der Ausgabe von 1968, Neustadt/Aisch 1984, S.332 und S.363f.

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