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zunächst, für das Heinrich-Schliemann-Gymnasium an der Königstraße einen Neubau zu errichten, wozu 1971 ein Grundstück am Kieselbühl erworben werden konnte.702 Als weiteres Großprojekt unterbreitete Schul-, Kultur- und Sportreferent Karl Hauptmannl dem Stadtrat im Herbst 1968 den Vorschlag, am Tannenplatz ein Schulzentrum zu errichten und dort den Schulversuch einer kooperativen Gesamtschule zu erproben. Der Schulversuch einer kooperativen Gesamtschule, bestehend aus der Oberstufe der Volksschule (ab September 1969 Hauptschule) Maistraße, der städtischen Real- und Handelsschule und dem Helene-Lange-Gymnasium, wurde am 2. Mai 1969 vom Kultusministerium genehmigt und begann zum Schuljahr 1969/1970. Zuvor hatte der Stadtrat mit Beschluss vom 28. Februar 1969 die Koedukation eingeführt. Ab dem Schuljahr 1969/70 wurden am Helene-Lange-Gymnasium - das seit seiner Gründung als Höhere Mädchenschule im Jahr 1907 trotz aller Umwandlungen (Mädchenlyzeum, Mädchenoberschule als Teil- und Vollanstalt, Mädchenrealgymnasium) immer eine reine Mädchenschule gewesen war – erstmals auch Jungen aufgenommen,703 die damals nur den neusprachlichen Zweig besuchen konnten, da der sozialwissenschaftliche Zweig den Mädchen vorbehalten blieb.704 Standortbezogen wurde der vom Kultusministerium genehmigte Schulversuch einer kooperativen Gesamtschule dadurch erleichtert, dass die städtische Real- und Handelsschule - die 1963 noch als ausschließliche Handelsschule räumlich und 1965 auch organisatorisch vom damaligen Mädchenrealgymnasium am Tannenplatz getrennt und in den Schulgebäuden Helmplatz 4 und 6 untergebracht worden war - zu Beginn des Schuljahres 1969/70 wieder in einen für sie am Tannenplatz errichteten Schulneubau und in das sich im Umbau befindliche Gebäude des Nathanstifts umzog, da das Nathanstift als 1909 errichtetes Wöchnerinnen- und Säuglingsheim 1967 zusammen mit der neu errichteten Kinderklinik in das Krankenhaus auf der Schwand integriert worden war.705 Mit der Verlegung an den Tannenplatz wurde der Realschulteil, der seit 1965 nur aus der kaufmännischen Wahlpflichtfächergruppe II bestanden hatte, um die mathematisch-naturwissenschaftliche Wahlpflichtfächergruppe I erweitert. Am 19. März 1971 erfolgte dann die Einweihung des als zusätzliches Schulgebäude für die städtische Real- und Handelsschule umgebauten Nathanstifts.706 Außerdem hatte bereits zu Beginn des Schuljahres 1969/70 die 1966 eingerichtete, über einen mathematisch-naturwissenschaftlichen, einen kaufmännischen und einen sozi-

702Vgl.: Heinrich-Schliemann-Gymnasium (Hrsg.), 100 Jahre Heinrich-Schliemann-Gymnasium. Fest-

jahresbericht, Fürth 1996, S.39f. Helene-Lange-Gymnasium (Hrsg.), 100 Jahre Helene-Lange-Gymnasium Fürth 1907-2007, Festschrift, Fürth 2007, S.39f. 704Vgl.: Horst Gemeinhardt, Zur Geschichte der Gesamtschule Fürth, in: Stadt Fürth (Hrsg.), Fürth und seine Schulen. Vom Schulmeister zum Schulzentrum, Fürth 1974, S.43-47, hier: S.43. Siehe zu dieser am traditionellen Rollenverständnis orientierten Regelung auch: Max Liedtke (Hrsg.), Handbuch der Geschichte des Bayerischen Bildungswesens, Band 3: Geschichte der Schulen in Bayern. Von 1918 bis 1990, Bad Heilbrunn/Oberbayern 1997, S.772: „Als Erfolg der eigenen Bemühungen nannte Huber u.a. die Einführung eines sozialwissenschaftlichen Zweiges, womit sichergestellt werden könnte, dass die gesamte Ausbildungsrichtung vor allem den Schülerinnen zugutekomme.“ 705Vgl.: Adolf Schwammberger, Fürth von A bis Z. Ein Geschichtslexikon. Textlich unveränderter Neudruck der Ausgabe von 1968, Neustadt an der Aisch 1988, S.270f. 706Vgl.: Hans-Böckler-Schule, städtische Real- und Wirtschaftsschule (Hrsg.), Festschrift zum 100-jährigen Jubiläum, Fürth 2009, S.21. 703Vgl.:

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