Seite:Zur Entstehung und Entwicklung der Schulen in Fuerth seit der Erhebung zur Stadt Erster Klasse 1.pdf/168

Aus FürthWiki

Version vom 5. Juni 2024, 20:37 Uhr von Red Rooster (Diskussion | Beiträge) (→‎Nicht korrekturgelesen: Die Seite wurde neu angelegt: „- Der in den Jahren 1975 bis 1977 mit einer staatlichen Förderung von 1 Million DM durch die Lebenshilfe Fürth errichtete Neubau einer modernen Sonderschule…“)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Diese Seite wurde noch nicht korrekturgelesen.

-

Der in den Jahren 1975 bis 1977 mit einer staatlichen Förderung von 1 Million DM durch die Lebenshilfe Fürth errichtete Neubau einer modernen Sonderschule für geistig behinderte Kinder und Jugendliche an der Aldringer Straße, wo im Rahmen des 1969 von der Großen Koalition verabschiedeten und 1970 in Kraft getretenen Arbeitsförderungsgesetzes (AFG) in den Jahren 1971 bis 1973 bereits eine Beschützende Werkstatt zur beruflichen Integration von 45 geistig Behinderten entstanden war.756

Parallel wurde im September 1974 der im Oktober 1972 begonnene erste Bauabschnitt des Schulzentrums am Tannenplatz mit den Klassen- und Fachräumen fertiggestellt und am 11. Oktober 1974 offiziell eingeweiht.757 Durch die vorläufige Unterbringung in Räumen des ebenfalls fertiggestellten Schulgebäudes an der Seeackerstraße lautete die offizielle Adresse der Fach- und Berufsoberschule ab Schuljahresbeginn 1974/75 nicht mehr Fichtenstraße 9, sondern Flurstraße 81. Zugleich zogen 1974 die Geschäftsstelle und das Bildungs- und Informationszentrum (BIZ) der Volkshochschule Fürth in das 1864 für die damalige königliche Gewerbe- und Handelsschule errichtete dreigeschossige, repräsentative Schulgebäude Ecke Blumenstraße/Julienstraße (ab 1982 Hallemannstraße). Neben den dort vorhandenen Räumen erhielt die Volkshochschule Fürth für Tageskurse noch zusätzliche Raumkapazitäten in der Theresienstraße und bis 1986 auch im Gebäude Mathildenstraße 7.758 Die Mitte der 1960er Jahre zur Sicherung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit in der Bundesrepublik eingeleitete Bildungsoffensive war nicht nur mit baulichen Aktivitäten, sondern auch mit neuen Formen eines technisch unterstützten Unterrichts verbunden. Dazu zählte beispielweise die Sprachlaborarbeit in modernen Fremdsprachen, die in Fürth mit dem im Schuljahr 1966/67 von der Firma Grundig der Stadt Fürth geschenkten und im Volksschulgebäude Maistraße für alle Schulen untergebrachten Sprachlabor begonnen und bis Mitte der 1970er Jahre zur Einrichtung von Sprachlabren an allen örtlichen Realschulen und Gymnasien geführt hatte. Außerdem hatte das Hardenberg-Gymnasium an der Kaiserstraße schon 1970 eine EDV-Abteilung für städtischen WBG errichtete 13-geschossige Hochhäuser an der Heilstättenstraße 135 und 137 zur Ausführung kamen, da nach Protesten und Unmutsäußerungen in der Bevölkerung die anschließenden Neubauten der Bau- und Siedlungsgenossenschaft Fürth lediglich halb so hoch ausfielen (vgl. den Artikel Heilstättensiedlung, in. fürthwiki.de, hier: Ausdruck vom 29.06.2020). Die Bau- und Siedlungsgenossenschaft Fürth war im Dezember 1948 von aus dem Komotauer Raum im Sudetenland stammenden Flüchtlingen, Vertriebenen und Umsiedlern zur Verwaltung der zu Behelfswohnungen umgebauten Luftwaffenhelferinnen-Baracken gegründet worden. Im Rahmen der staatlichen Förderung nach dem Ersten Wohnungsbaugesetz von 1950 hatte die Bau- und Siedlungsgenossenschaft dann 1953/54 in der Flurstraße, 1957 und 1960 in der Erlanger Straße, 1961 am Prater sowie 1964 in der Aussiger Straße auf der Hardhöhe mehrere Wohngebäude errichtet, bevor sie sich von 1972 bis 1978 dem Neubau von 148 modernen Wohnungen in mehrgeschossigen Gebäuden in der Heilstättensiedlung widmete, denen 1985 und 1986 noch jeweils zwei moderne Wohngebäude an der Paul-Keller-Straße folgten. Vgl.: Heinz Erban, Die Bau- und Siedlungsgenossenschaft Fürth, in: Dambach, Oberfürberg, Unterfürberg. 100 Jahre bei Fürth 1901-2001, Fürth 2001, S.52f. 756Vgl.: Lebenshilfe Fürth e.V. 1961-2001, in: Lebenshilfe Fürth aktuell, Nr.1/2001, S.5-8, hier: S.5f. Im Jahr 1974 hatte auch die Frühförderung der Lebenshilfe Fürth ihre Arbeit aufgenommen und nach der Fertigstellung der modernen Sonderschule für geistig behinderte Kinder und Jugendliche an der Aldringer Straße zogen die Bewohner des Wohnheims der Beschützenden Werkstatt 1977 in das 1968 errichtete Lehrlingswohnheim des Diakonischen Werkes an der Friedrich-Ebert-Straße um. 757Vgl.: Helene-Lange-Gymnasium (Hrsg.), 100 Jahre Helene-Lange-Gymnasium Fürth 1907-2007, Festschrift, Fürth 2007, S.41 und Hans-Böckler-Schule, städtische Real- und Wirtschaftsschule (Hrsg.), Festschrift zum 100-jährigen Jubiläum, Fürth 2009, S.22. 758Vgl.: Volkshochschule Fürth e.V., 40 Jahre VHS 1946-1986, Fürth 1986, S.30.

168