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Schuljahresbeginn 1979/80 in Fürth auf Antrag der Stadt alle bestehenden Berufsschulen verstaatlicht,786 wobei auch die Fachgebiete der Metall- und Elektrotechnik von den übrigen Fachgebieten der gewerblichen Berufsschule I an der Fichtenstraße getrennt und organisatorisch einer neuen Berufsschule IV für Metall- und Elektrotechnik zugeordnet wurden, die bis zur Fertigstellung eines eigenen Berufsschulneubaus an der Ottostraße im Jahr 1981 im Schulgebäude an der Fichtenstraße verblieb. Auch nach Fertigstellung des eigenen Berufsschulgebäudes an der Ottostraße mussten rund 2.000 Schüler/innen der Berufsschule IV für Metall- und Elektrotechnik ab 1981 zwischen dem neuen Standort Ottostraße und dem ehemaligen Standort Fichtenstraße hin und her pendeln, da die Metallwerkstätten vorläufig nur am Standort Fichtenstraße vorhanden waren.787 Nach den 1974 von der Stadt Fürth aus finanziellen Gründen eingestellten Planungen für einen Ersatzneubau am Kieselbühl war die Schulraumnot am Heinrich-Schliemann-Gymnasium wegen des erhöhten Raumbedarfs der Kollegstufe und der gestiegenen Schüler/innenzahlen seit längerem wieder akut geworden, eine Problemlösung aber erst in Gang gekommen, als Grete Schickedanz nach dem Tod von Gustav Schickedanz nachfragte, was denn aus den 5 Millionen DM geworden sei, die ihr Mann 1970 zweckgebunden für den Neubau des Gymnasiums gespendet habe. Der Finanzreferent der Stadt musste daraufhin am 13. September 1978 einräumen, dass die Spende bis auf 6 Pfennige aufgebraucht worden sei. Nach dieser Offenbarung spendete Grete Schickedanz am 19. Oktober 1978 erneut zweckgebunden 25.000 DM, worauf der Stadtrat im Januar 1979 beschloss, Finanzmittel für einen Erweiterungsbau am Heinrich-Schliemann-Gymnasium an der Königstraße mit geschätzten Kosten in Höhe von etwa 4,7 Millionen DM bereitzustellen. Der Erweiterungsbau entstand auf der Grundfläche der am Nachmittag des 18. April 1945 nach einem gezielten Artilleriebeschuss völlig ausgebrannten Turnhalle, wo 1964 zwei Schulpavillons errichtet vergab die Registrierstelle die gemessen an der Anzahl der Bewerbungen viel zu geringen Studienplätze für Human-, Veterinär- und Zahnmedizin nur an Bewerber/innen mit besten Abiturnoten. Aufgrund einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 18. Juli 1972 („Numerus-ClaususUrteil“) wurde die Registrierstelle der Westdeutschen Rektorenkonferenz durch einen Staatsvertrag aller Bundesländer 1973 in eine Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) als Anstalt des öffentlichen Rechts umgewandelt. Da das Bundesverfassungsgericht in einer weiteren Entscheidung vom 8. Februar 1977 verlangte, bei der Vergabe von Studienplätzen neben der Abiturnote und der Wartezeit auch weitere Kriterien wie Benachteiligungs- oder Länderquoten mit Abschlägen und Zuschlägen (Boni und Mali), Tests und Praktika zu berücksichtigen, verständigten sich die Länder 1978 auf eine entsprechende Neufassung des Staatsvertrages, die zum Wintersemester 1981/82 in Kraft trat. Organisatorisch wurde die Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) als Anstalt des öffentlichen Rechts nach einer von den Bundesländern im Juni 2008 beschlossenen Neufassung des Staatsvertrages ab 2010 durch eine öffentlich-rechtliche Stiftung für Hochschulzulassung ersetzt. Vgl. den Artikel Stiftung für Hochschulzulassung, in: www.wikipedia.de, hier: Ausdruck vom 21.05.2021. 786Vgl.: Renate Trautwein, Die Entwicklung der privaten Frauenarbeitsschule der Geschwister Edelmann zur Berufsfachschule (Fachrichtung Hauswirtschaft/Kinderpflege) in der Staatlichen Berufsschule I in Fürth/Bayern und zur Bildungsstätte für Frauenarbeit an der VHS Fürth. Studienarbeit an der Evangelischen Fachhochschule Nürnberg 2005, S.19. 787Vgl.: Wilfried Büchel (Schulleiter), B III Fürth vor 2004, Fürth 2009, in: Homepage der Martin-SegitzSchule Fürth, www.b3-fuerth.de. Für die Berufsschüler/innen der Metall- und Elektrotechnik dauerte das Pendeln zwischen dem neuen Standort Ottostraße und dem ehemaligen Standort Fichtenstraße insgesamt 21 Jahre, da die Bauplanung für die Metallwerkstätten der Berufsschule an der Ottostraße zwar 1982 eingeleitet, aber im Verlauf der 1980er Jahre zu den Akten gelegt wurde. Eine zweite Bauplanung erfolgte 1993, wurde aber ebenfalls nicht umgesetzt. Die dritte Bauplanung für die Metallwerkstätten der 1981 fertiggestellten Berufsschule an der Ottostraße erfolgte schließlich 1998. Im Jahr 2000 kam es zum Baubeginn und 2002 zur Fertigstellung der Metallwerkstätten.

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