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Wien als Kurator (Pfleger) für Ausstellungen und Sammlungen tätige Kunstwissenschaftler Bernhard Purin (geb. 1963) als Kurator nach Franken, um hier die Sammlungen und Ausstellungen des Jüdischen Museums Franken in den Häusern Schnaittach (Eröffnung 1996) und Fürth (Eröffnung 1999) aufzubauen und zu organisieren. Nach der Eröffnung des Jüdischen Museums in Fürth führte das von Bernhard Purin verfochtene Konzept eines jüdischen Museums als Ort des ständigen Diskurses - der wie bei einer kommentierten Präsentation des nationalsozialistischen antisemitischen Propagandafilms Jud Süß auch provokante und missverständliche Züge annahm - zu erheblichen Kontroversen mit den jüdischen Kultusgemeinden Fürth und Nürnberg, deren Vorstände ihm mehrfach den Rücktritt nahelegten, den er 2003 auch vollzog.907 Nachfolgerin wurde am 1. April 2003 Daniela F. Eisenstein (geb. 1969 in Buffalo/New York), die an der Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg und der Hebräischen Universität in Jerusalem die Fächer Jüdische Studien sowie Mittlere und Neue Geschichte studiert hatte und vom Jüdischen Museum in Frankfurt/Main zum Jüdischen Museum Franken in Fürth und Schnaittach wechselte.908 Daneben konnten in Fürth die im Dezember 1996 im Abschlussbericht der Gesellschaft für Umweltplanung Stuttgart (GUS) zum Schulentwicklung genannten und im Mai 1997 auf Vorschlag der Verwaltung vom Stadtrat für die erste Etappe beschlossenen Schulbaumaßnahmen bis 2003 abgeschlossen werden. Dabei waren nach dem im Herbst 1996 begonnenen Bezug der ersten Wohnungen in der Kalb-Siedlung bereits am 16. September 1997 alle Klassen der ersten bis dritten Jahrgangsstufe der Grund- und Hauptschule Kiderlinstraße, deren Schulsprengel um das Gebiet der Kalb-Siedlung erweitert wurde, in renovierte Räume des 1975 von den Amerikanern eingeweihten Grundschulgebäudes an der John-F.-Kennedy-Straße eingezogen. Ab dem Schuljahr 1998/99 bestand die Grund- und Hauptschule Kiderlinstraße dann aus zwei Standorten – einer als Dependance geführten Grundschule an der John-F.Kennedy-Straße mit 16 Grundschulklassen und einer Hauptschule an der Kiderlinstraße mit 16 Hauptschulklassen einschließlich einer freiwilligen 10. Jahrgangsstufe zum Erwerb eines mittleren Schulabschlusses, die mit fünfzehn über einen Qualifizierenden Hauptschulabschluss verfügenden Schüler/innen im Rahmen eines bayernweiten Schulversuchs zu Schuljahresbeginn 1996/97 eingeführt worden war.909 Außerdem konnte bei dem von der GUS empfohlenen Ersatzneubau für die baufällig gewordene Hauptschule Stadelner Hauptstraße am neuen Standort bei der Grundschule und dem Hallenbad an der Hans-Sachs-Straße in Stadeln schon im April 1998 Richtfest gefeiert werden.910 Nach der Fertigstellung wurde die Hauptschule Stadelner Hauptstraße 1999 in Hauptschule Hans-Sachs-Straße umbenannt.911 Da nach längeren Verhandlungen über die Altlastenfrage zwischen der Bundesvermögensverwaltung und der Stadt Fürth im September 1998 der städtebauliche Vertrag 907Vgl. den Artikel Bernhard Purin, in: www.fuerthwiki.de, hier: Ausdruck vom 16.05.2022. 908Vgl. den Artikel Daniela F. Eisenstein, in: www.fuerthwiki.de, hier: Ausdruck vom 16.05.2022. 909Vgl.: Homepage

der GHS und späteren MS Kiderlinstraße, https://hp.mskid.de/index.php/unsereschule/schulgeschichte, hier: Abruf vom 13.05.2022. Ergänzend anzumerken ist, dass Schüler/innen mit qualifizierendem Hauptschulabschluss schon seit Beginn der 1970er Jahre die Möglichkeit hatten, zum Erwerb der Mittleren Reife zusätzlich eine Realschule zu besuchen. Diese Möglichkeit wurde nun ohne Schulwechsel auch an den bisher von den Schüler/innen besuchten Hauptschulen angeboten, sofern diese M-Züge einrichteten. 910Vgl. den Artikel An der Baustelle neben dem Hallenbad wurde jetzt mit viel Prominenz Richtfest für den Neubau der Hauptschule gefeiert. Stadelner Ersatzneubau nimmt Gestalt an, in: Fürther Nachrichten vom 9./10.04.1998, S.37. 911Mail-Mitteilung des Schulverwaltungsamtes der Stadt Fürth vom 21.03.2021.

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