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für diese auf einer von der Bundesvermögensverwaltung erworbenen Grundfläche an der Waldstraße und am Marsweg im Vorgriff auf einen endgültigen Massivbau im August 2008 ein Modulgebäude in Holzständerbauweise errichtet hatte, kündigte auch das evangelische Dekanat in Fürth am 31. Oktober 2010 die Einführung einer eigenen Grundschule an, deren Unterricht zum Schuljahr 2011/12 beginnen sollte.1024 Als im September 2011 die Sanierung der städtischen Grundschulgebäude am Kirchenplatz, in Oberfürberg, an der Hummelstraße in Burgfarrnbach und an der Zedernstaße in Vach abgeschlossen waren,1025 wurde die Grundschule des evangelischen Dekanats zunächst in den hinter dem Gebäude der städtischen Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft Einsteigen, Lernen, Arbeiten, Neuorientieren (ELAN) an der Kapellenstraße für die Zeit der Sanierung der Grundschule am Kirchenplatz errichteten Schulcontainern untergebracht, bevor sie im März 2014 in umgebaute Räume des ehemaligen Gemeindezentrums der evangelischen Kirchengemeinde St. Paul an der Benno-Meyer-Straße/Fichtenstraße umzog und nach der am 15. August 2008 im Alter von 85 Jahren verstorbenen Organistin, Kantorin und Kirchenmusikdirektorin von St. Paul Luise-Leikam-Schule benannt wurde.1026 Als weitere Privatschule war in Fürth im Dezember 2010 das Jenaplan-Gymnasium Nürnberg vorübergehend in leerstehenden Räumen des Schulgebäudes an der Pfisterstraße untergekommen. Die Schule war in Nürnberg von Eltern initiiert worden, die die Pädagogik der Jenaplan-Grundschule Nürnberg in einer weiterführenden Schule fortsetzen wollten und die eingetragene Genossenschaft Jenaplan-Gymnasium Nürnberg eG gegründet hatten. Nach der Anerkennung als Ersatzschule durch das Kultusministerium hatte das Jenaplan-Gymnasium den Schulbetrieb mit einem wirtschaftswissenschaftlichen und einem sozialwissenschaftlichen Zweig im September 2010 in Räumen des ehemaligen Quelle-Komplexes in Nürnberg-Eberhardshof aufgenommen, musste aber zur Fortsetzung des Schulbetriebs einen neuen Standort suchen, als dort eine erhöhte Schadstoffkonzentration festgestellt wurde. Der Mietvertrag für die Unterbringung im Schulgebäude Pfisterstraße wurde im Mai 2011 von der Stadt Fürth verlängert, wobei Oberbürgermeister Dr. Jung dem Jenaplan-Gymnasium sogar ein Angebot zu einem Neubau in Fürth unterbreitete. Im September 2013 übersiedelte das Jenaplan-Gymnasium jedoch auf das Soldan-Gelände an der Herderstraße in

1024Vgl. den Artikel Evangelische Schule für Fürth geplant. Kirche präsentiert am Reformationstag neues

Projekt. Start schon im nächsten Schuljahr, in: Fürther Nachrichten vom 02.11.2010, Lokalteil, S.1. 1025Vgl. den Artikel Hübsche Zimmer und besserer Unterricht. Vier Grundschulen sind saniert, Stadt

setzt weiter auf „neue pädagogische Qualität“ der Grundschulen, in: Fürther Nachrichten vom 09.09.2011, Lokalteil, S.1. 1026Vgl. den Artikel Individuelles Lernen. Evangelische Luise-Leikam-Schule offiziell eröffnet, in: Fürther Nachrichten vom 29.03.2014, S.37 (Lokalteil). Siehe auch den Artikel Luise Leikam, in: www.fürthwiki.de, hier: Ausdruck vom 21.10.2022. Luise Leikam wurde 1923 geboren und wuchs ohne Elternhaus auf. Im Fürther Waisenhaus arbeitete sie später als Kindergärtnerin und unterrichtete dort Kinder und Jugendliche an verschiedenen Musikinstrumenten. 1956 übernahm sie bei der evangelischen Kirchengemeinde St, Paul die Stelle der Organistin und wurde auch zur Kantorin (Chorleiterin) ernannt. Sie gründete dort Flötengruppen, einen Jugendchor sowie einen Kammermusikkreis und unterrichtete interessierte Kinder und Jugendliche der Gemeinde an Musikinstrumenten. Zu diesen zählten auch die späteren Organisten Norbert Küber, Erich Rückl und Dieter Kittler sowie der Kabarettist und Sänger Volker Heißmann. Für ihre langjährige und erfolgreiche Arbeit als Kirchenmusikerin verlieh ihr die evangelische Landeskirche in Bayern 1982 den Titel Kirchmusikdirektorin. Luise Leikam starb am 15. August 2008 und wurde auf dem Fürther Hauptfriedhof an der Erlanger Straße im Grab des Waisenhauspersonals bestattet.

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