Nürnberg-Schniegling, wo es einen für die gewachsene Schülerzahl ausreichenden Standort gefunden hatte.1027 Im Gegensatz zu den privaten Schul- und Bildungsaktivitäten wurde der kommunale Gestaltungsspielraum durch die haushaltspolitischen Vorgaben der Regierung von Mittelfranken in den Jahren 2010, 2011 und 2012 nicht unerheblich eingeschränkt. Wie im Vorjahr verpflichtete die Regierung die Stadt auch bei der Haushaltsgenehmigung im Juli 2011 weiterhin zu einem strikten Sparkurs und verlangte diesmal sogar eine Kürzung bei den Investitionen, wodurch die geplante Generalsanierung des 1883 erbauten Grundschulgebäudes an der Rosenstraße in Gefahr geriet.1028 Finanziell verausgabt hatte sich die Stadt Fürth vor allem mit den Eigenanteilen für arbeitsmarktpolitisch durchaus sinnvolle Projekte, die durch das nach der Finanzkrise 2008 von der Großen Koalition zur wirtschaftlichen Stabilisierung im Januar 2009 auf den Weg gebrachte Konjunkturpaket II gefördert wurden.1029 Eine finanzielle Entspannung trat ein, als sich im Dezember 2011 für den Haushalt 2012 keine zusätzliche Nettoneuverschuldung mehr abzeichnete und Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung die Kämmerin Stefanie Ammon lobte,1030 die vom Stadtrat am 24. Juni 2009 einstimmig zur Referentin für Finanzen, Organisation und Personal gewählt worden war und anschließend alle Ämter und Dienststellen der Stadtverwaltung zu einer „Syntegration“ zusammengerufen hatte, um ein gemeinsam abgestimmtes Konzept zu einer nachhaltigen Haushaltskonsolidierung zu entwickeln.1031 Überwunden waren die Haushaltsprobleme der Stadt allerdings erst, als im Dezember 2013 für den Haushalt 2014 so viel Geld vorhanden war, dass mit dem Schuldenabbau begonnen werden konnte.1032 Der Schuldenabbau
1027Vgl.
den Artikel Jenaplan-Gymnasium Nürnberg, in: www.wikipedia.de, hier: Ausdruck vom 28.09.2022 und den Artikel Nürnberger Privatschule bleibt vorerst in Fürth. Das Jenaplan-Gymnasium hat den Mietvertrag für die „Pfister“ verlängert. OB macht Angebot für Neubau, in: Fürther Nachrichten vom 07.05.2011, Lokalteil, S.1. 1028Vgl. den Artikel Fürth wird zum strikten Sparkurs verdonnert. Regierung will, dass die Stadt bei den Investitionen kürzt. Die Sanierung der Rosenschule droht zu kippen, in: Fürther Nachrichten vom 29.07.2011, Lokalteil, S.1. 1029Vgl. den Artikel Geldgeschenk strapaziert Stadtkasse. Fürth hat sich mit dem Eigenanteil für Förderprojekte des Konjunkturpakets II verausgabt, in: Fürther Nachrichten vom 08.09.2011, Lokalteil, S.1. 1030Vgl. den Artikel Harte Hand bringt Fürth auf Kurs. Keine Nettoneuverschuldung 2012. OB lobt seine Kämmerin Stefanie Ammon, in: Fürther Nachrichten vom 06.12.2011, Lokalteil, S.3. 1031Vgl. zur Biografie den Artikel Stefanie Ammon, in: www.fuerthwiki.de, hier: Ausdruck vom 20.10.2022 und ergänzende Angaben zur Schullaufbahn durch eine Mail von Stefanie Ammon an den Autor der vorliegenden Ausarbeitung vom 26.10.2022: Stefanie Ammon (geb. 1964) hatte, bedingt durch die beruflichen Tätigkeiten ihres Vaters als Diplom-Mathematiker, die Grundschule in der schweizer Gemeinde Zumikon im Kanton Zürich, danach die 5. und 6. Jahrgangsstufe der Bertha-von-SuttnerSchule - eine 1973 gegründete und mittig zwischen den damals noch selbstständigen Städten Mörfelden und Waldorf, die erst mit Inkrafttreten der Gebietsreform in Hessen am 1. Januar 1977 zusammengeschlossen wurden, liegende integrierte Gesamtschule mit Oberstufe - und danach bis zur Allgemeinen Hochschulreife die 7. bis 13. Jahrgangsstufe am neusprachlichen Zweig des 1971 gegründeten und nach Fertigstellung des ersten Bauabschnitts 1974 und des zweiten Bauabschnitts 1977 mit einem Festakt am 17. Februar 1978 eingeweihten Gymnasiums in Oberasbach besucht. Nach einer 1983 begonnenen Ausbildung bei der Kommunalverwaltung der Stadt Fürth war sie ab 1986 Sachbearbeiterin für Stadtratsangelegenheiten im Hauptamt, studierte berufsbegleitend Psychologie, Rechtswissenschaften und Soziologie an der Fernuniversität Hagen und wurde dort 2005 promoviert. Danach wurde sie bei der Stadt Fürth 2006 Leiterin des Personal- und Organisationsamtes und 2009 vom Stadtrat einstimmig zur Referentin für Finanzen, Organisation und Personal gewählt. 1032Vgl. den Artikel Stadt beginnt mit Schuldenabbau. Im Haushalt 2014 ist Geld für Tilgung, aber auch für viele Investitionen eingeplant, in: Fürther Nachrichten vom 30.11.2013, S. 37 (Lokalteil).
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