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darstellten. Dies galt zu diesem Zeitpunkt auch deshalb, weil die Gesamtbetreuungsquote für Sechseinhalb- bis unter Elfjährige zwischen 2016 und 2018 noch einmal von 61,57 Prozent auf 70,93 Prozent gestiegen war. Den stärksten Zuwachs hatten dabei die ehemaligen Ganztagsbetreuungen bzw. Langzeitgruppen der offenen Ganztagsbetreuung an Grundschulen zu verzeichnen, deren Inanspruchnahme von 543 Kindern bei den Ganztagsbetreuungen 2015 auf 1.020 Kinder bei den Langzeitgruppen 2018 um 85,79 Prozent zugenommen hatte, während die Inanspruchnahme bei der ehemaligen Mittagsbetreuungen bzw. Kurzzeitgruppen der offenen Ganztagsgrundschulen lediglich von 433 Kindern 2015 auf 551 Kinder 2018 um 27,25 Prozent und die Inanspruchnahme bei den gebundenen Ganztagsgrundschulzügen mit rhythmisiertem Unterricht nur von 448 Kindern 2015 auf 552 Kinder 2018 um 23,21 Prozent gestiegen war.1147 Bis zum 200. Jubiläumsjahr der Ernennung Fürths zur Stadt Erster Klasse mit eigener Verwaltung 2018 kam es in Bayern zu einer Wiedereinführung des neunjährigen Gymnasiums (G9), da der Landtag nach einem Kabinettsbeschluss und einer am 5. April 2017 erzielten Verständigung in der CSU-Landtagsfraktion am 7. Dezember 2017 einstimmig ein entsprechendes Gesetz verabschiedet hatte, das zu Schuljahresbeginn 2018/19 für die fünften und sechsten Jahrgangsstufen an Gymnasien in Kraft trat. Beim neuen G9 wurde an den qualitativen Verbesserungen (verpflichtende Intensivierungsstunden in der Unterstufe sowie ein Projekt- und ein wissenschaftspropädeutisches Seminar in der Qualifizierungsstufe) und den fünf Abiturprüfungsfächern, von denen drei Fächer schriftlich und zwei Fächer mündlich abzulegen waren, des sukzessive auslaufenden achtjährigen Gymnasiums festgehalten. In den nach wie vor verpflichtenden Abiturprüfungsfächern Deutsch und Mathematik konnte die Prüfung in einem der beiden Fächer jetzt auch mündlich erfolgen. Als drittes verpflichtendes Abiturprüfungsfach war ein individuelles Leistungsfach, darunter mindestens eine Naturwissenschaft oder eine Fremdsprache zu wählen. Außerdem bestand die Abiturprüfung aus mindestens einem gesellschaftswissenschaftlichen Fach und einem weiteren Fach nach Wahl, bei dem auch die Fächer Sport, Kunst oder Musik als Abiturprüfungsfach gewählt werden konnten. Zugleich ermöglichten Substitutionsregelungen, dass Schüler/innen, die ein MINT-Leistungsfach gewählt hatten, bei der Abiturprüfung das verpflichtende Fach Mathematik durch ein anderes MINT-Fach wie Physik, Informatik oder Technik und Schüler/innen, die als Leistungsfach eine Fremdsprache gewählt hatten, die verpflichtende Abiturprüfung im Fach Deutsch durch eine Abiturprüfung in einer zweiten Fremdsprache ersetzen konnten.1148 Qualitativ neu am neuen G9 war dagegen die Ergänzung der Berufsorientierung, die jetzt nicht mehr nur in einem Projektseminar der Qualifizierungsstufe, sondern bereits durch eine zusätzliche halbe Wochenstunde in der neunten Jahrgangsstufe vorgeschrieben war, deren konkrete Ausgestaltung und Organisation den an allen Gymnasien als Koordinator/innen für berufliche Orientierung zu ernennenden Lehrkräften oblag.1149 1147Vgl.: Stadt Fürth/Referat für Soziales, Jugend und Kultur (Hrsg.), Bericht zur Kindertagesstätten-

Versorgung am 31.12.2018 und zur voraussichtlichen Kindertagesstätten-Versorgung 2021 bis 2024. Vorlage zur Sitzung des Stadtrates am 22.07.2020, S.11. 1148Vgl. den Artikel Abitur in Bayern (G9), in: www.wikipedia.de, hier: Ausdruck vom 09.12.2022, Abschnitt Neues G9 (ab 2018), S.1f. von 11 Seiten. Außerdem wurden beim neuen G9 die bisherigen Fächer Sozialkunde, Erdkunde sowie Wirtschafts- und Rechtslehre in die neuen Fächer Politik und Gesellschaft, Geographie sowie Wirtschaft und Recht umbenannt. 1149Vgl. zur Berufsorientierung und zu weiteren Details der Stundentafeln für die humanistischen, die statt neusprachlichen jetzt sprachlichen, die statt mathematisch-naturwissenschaftlichen jetzt naturwissenschaftlich-technischen sowie die wie bisher musischen, wirtschaftswissen-

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