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einen Stimmenanteil von 37,2 % und damit das zweitschlechteste Ergebnis seit den Landtagswahlen 1950 und 1954 mit Stimmenanteilen von damals 26,4 % und 38,0 %. Der Stimmenanteil der SPD verringerte sich sogar auf 9,7 % und damit auf den schlechtesten Wert bei Landtagswahlen in Bayern seit 1893. Demgegenüber zog die FDP mit einem Stimmenanteil von 5,1 % wieder und die AfD, die seit der Bundestagwahl 2017 im Deutschen Bundestag vertreten war, mit einem Stimmenanteil von 10,2 % erstmals in den Landtag ein, während die Grünen und die Freien Wähler mit Stimmenanteilen von 17,6 % bzw. 11,8 % ihre bisher besten Landtagswahlergebnisse erzielten.1153 Aufgrund der größten inhaltlichen Übereinstimmung bildete die CSU bis 2. November 2018 eine Koalition mit den Freien Wählern. Am 6. November 2018 wurde Markus Söder erneut zum Ministerpräsidenten gewählt, der danach Michael Piazolo von den Freien Wählern zum neuen Minister für Unterricht und Kultus und Bernd Sibler zum neuen Minister für Wissenschaft und Kunst ernannte,1154 da Monika Kiechle auf eine

Ministerin für Wissenschaft und Kunst im März 2018 wurde sie im April auch Mitglied der CSU und Kandidatin für die Landtagswahl am 14. Oktober 2018. 1153Vgl. den Artikel Landtagswahl in Bayern 2018, in: www.wikipedia.de, hier: Ausdruck vom 14.12.2022. Siehe auch den Artikel Alternative für Deutschland und den Artikel Hans-Olaf Henkel, in: www.wikipedia.de, hier: Ausdrucke vom 14.12.2022. Die Alternative für Deutschland(AfD) wurde 2013 als wirtschaftsliberale sowie EU- und Euro-kritische Partei gegründet, der sich im Januar 2014 auch der 1940 geborene, seit 1962 als IBM-Manager für Deutschland und Europa tätige und von 1995 bis 2000 als Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Industrie amtierende Hans-Olaf Henkel anschloss. Henkel hatte zuvor die Euro-Rettungspolitik für Griechenland kritisiert und die Schaffung einer doppelten Euro-Zone für Länder mit harter Währung (Deutschland, Beneluxstaaten, Österreich, Finnland und Irland) und für Länder mit weicher Währung (alle südeuropäischen Euro-Staaten unter Leitung Frankreichs) vorgeschlagen sowie die Freien Wähler unterstützt, die damals noch gegen den Euro waren. Nach seinem Beitritt zur AfD im Januar 2014 wurde er dort im März stellvertretender Bundessprecher und auf Platz zwei der Kandidatenliste für die Europawahl 2014 nominiert. Außerdem unterstützte er die Wahlkampffinanzierung mit einem Darlehen über 1 Million Euro und zog als einer von sechs Abgeordneten der AfD in das Europaparlament ein. Mit der Begründung, dass Rechtsideologen versuchen, die Partei zu übernehmen, verließ Henkel im April 2015 zunächst den Parteivorstand und danach die Partei, als Frauke Petry im Juli 2015 nach parteiinternen Auseinandersetzung mit dem wirtschaftsliberalen Bernd Lucke zur Bundessprecherin der AfD gewählt wurde. Während Bernd Lucke die wirtschaftsliberale Allianz für Fortschritt und Aufbruch gründete, der sich auch Hans-Olaf Henkel anschloss, rückte die AfD unter Frauke Petry und Jörg Meuthen deutlich nach rechts. Als Frauke Petry bei der Bundestagswahl 2017 auf eine Spitzenkandidatur verzichtete und sich danach trotz eines in Sachsen erzielten Direktmandats nicht mehr der AfD-Bundestagsfraktion anschloss und aus der Partei austrat, rückte die AfD unter Alexander Gauland und Alice Weidel weiter nach rechts und verfügte 2019 über einen so starken völkisch-nationalistischen Flügel, dass dieser unter Führung von Björn Höcke bei innerparteilichen Abstimmungen bereits bis zu 40 % der Delegierten hinter sich bringen konnte. 1154Vgl. den Artikel Michael Piazolo, in: www.wikipedia.de, hier: Ausdruck vom 25.11.2022 und den Artikel Paul Harro Piazolo, in: www.wikipedia.de, hier: Ausdruck vom 19.12.2022. Michael Piazolo (geb. 1959) hatte aus familiären Gründen schon sehr früh eine enge Beziehung zu Fragen der Bildung, Bildungsorganisation und Bildungspolitik, da sein Vater Paul Harro Piazolo (1926-2000) nach einem Studium der Fächer Deutsch, Geschichte, Geographie, Philosophie und Psychologie für das Lehramt an höheren Schulen und dem Beitritt zur CDU ab 1958 persönlicher Referent des badenwürttembergischen Kultusministers, ab 1964 Referent für die neu gegründete Universität Konstanz, ab 1978 Amtschef im damals in Baden-Württemberg vom Bereich Kultur und Sport getrennten Ministerium für Wissenschaft und Kunst sowie ab 1982 bis 1987 Staatsekretär im Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft gewesen war. Michael Piazolo selbst hatte nach dem Abitur von 1979 bis 1981 Rechtswissenschaft an der LudwigMaximilian-Universität in München, 1981 und 1982 an der Universität Lausanne Rechts- und Politikwissenschaft und 1983 bis 1985 wieder an der Ludwig-Maximilian-Universität in München studiert.

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