Person
Fritz Reu
Vorname
Fritz
Nachname
Reu
Geschlecht
männlich
Geburtsdatum
23. März 1911
Geburtsort
Fürth
Todesdatum
19. September 1944
Beruf
Jurist, Rechtswissenschaftler
Partei
NSDAP
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Fritz Reu (geb. 23. März 1911 in Fürth; gest. 19. September 1944) war Jurist und deutscher Rechtswissenschaftler.

Nach der Schulzeit studierte er Rechtswissenschaft und war anschließend an den Universitäten in München und Breslau beruflich tätig. Bereits 1932 trat er in die NSDAP ein und war seit 1931 Angehöriger der paramilitärischen Schwarzen Reichswehr. Er promovierte 1934, seine Dissertation hatte den Titel: "Die Unmöglichkeiten der Leistung im anglo-amerikanischen Recht". Bereit drei Jahre später habilitiere er 1938, beides jeweils in München. Seit 1939 lehrte er an der Universität Breslau Zivilrecht. Dort wird er als "politisch stark engagiert" mit "unheimlichen Verbindungen zu Parteistellen" beschrieben.[1] Weiterhin charakterisierten einige Studenten nach dem Zweiten Weltkrieg Reu als einen "vollen Nazi, jung und blond", der "sehr gut mit den Studenten konnte."Thomas Ditt: "Stroßtruppfakutlät Breslau", Beiträge zur Rechtsgeschichte des 20. Jahrhunderts, Band 67, Mohr Siebeck, Tübingen, S. 131 ff. In Breslau beschäftigte sich Reu im Wesentlichen mit dem Internationalen Privatrecht, dass unter seiner Leitung an der Universität nun "Anwendung fremden Rechts" hieß. Allerdings konnte er im Kollegenkreis nicht recht Fuß fassen, sodass sein Ehrgeiz sofort für neue Stellen an anderen Bildungseinrichtungen weckte. So wechselte er bereits nach kurzer Zeit im Jahr 1940 an die neu gegründete Reichsuniversität Posen, an der er das Institut für Ortsrecht gründete und auch führte. Sein überstürzter Abgang in Breslau hinterließ bei den Kollegen einen "faden Beigeschmack", und auch der neue Dekan in Posen bezeichnete Reu später als "Egoisten". Der Dekan sei von ihm enttäuscht gewesen, da sein Handeln stark von finanziellen Gesichtspunkten motiviert war.[2]

Über seinen Tod kurz vor Kriegsende im Jahr 1944 im Alter von nur 33 Jahren ist aktuell nichts bekannt.

Literatur

  • Thomas Ditt: "Stroßtruppfakutlät Breslau", Beiträge zur Rechtsgeschichte des 20. Jahrhunderts, Band 67, Mohr Siebeck, Tübingen, 2011

Einzelnachweise

  1. Hans Thieme: Letzte Vorkriegsjahre an der Breslauer Universität, Gräfe und Unzer, München, 1964, S. 137
  2. Archiv der Universität Breslau UAB (Archiwum Uniwersytetu Wroclawskiego), Akten der Fakultät P20, Blatt 165

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