Franz Lang

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Person
Franz Lang
Vorname
Franz Friedrich
Nachname
Lang
Geschlecht
männlich
Geburtsdatum
20. April 1914
Verstorben
nein
Todesdatum
2. April 1967
Todesort
Fürth
Beruf
Theaterwächter, Arbeiter
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Franz Lang (geb. 20. April 1914; gest. 2. April 1967 in Fürth) war Arbeiter und Nachtportier des Fürther Stadtheaters.

Nach dem 2. Weltkrieg arbeitete Lang als Nachtportier sowie Theaterwächter im städtischen Theater und als Hilfstrichinenbeschauer. Der Beginn seiner Tätigkeit ist in den städtischen Personalakten mit dem 15. November 1950 dokumentiert.[1] Ehrenamtlich war er Betreuer von etwa 200 Kriegsgeschädigten für den VdK und betreute dabei auch Ausflüge.

Am Abend vor seiner Ermordung war er noch im Stadttheater tätig gewesen. Gegen 2 Uhr in der Nacht wurde er von einem jungen Mann am Eingang angesprochen, dass sich eine verdächtige Person in der Königstraße befinden würde. Der Mann bat angeblich Lang um Hilfe bzw. bat ihn nach dem Rechten zu sehen. Als Lang schließlich auf die Suche ging, fiel kurze Zeit später ein Schuss. Lang wurde am Karlsteg bzw. Theaterberg tot aufgefunden.[2] Er wurde mit einer doppelläufigen Schrotflinte erschossen und verblutete noch am Tatort. Ein geschockter Zeuge verständigte die Polizei, der Täter konnte aber unerkannt entkommen. Auch die Tatwaffe konnte nicht gefunden werden, die Polizei durchsuchte in den darauffolgenden Tagen sogar mit Schlauchbooten und Tauchern die Pegnitz. Der Mordfall ist bis heute nicht aufgelöst und gilt als Cold Case. Aus das Mordmotiv ist nicht bekannt.

Zeitzeugenaussagen

Zeitzeugenaussagen zufolge war Lang Mitglied der NSDAP, der SS und ehemaliger KZ-Aufseher. In dem Zusammenhang wurde immer wieder berichtet, dass Lang vom israelischen Geheimdienst Mossad hingerichtet wurde, wofür es allerdings keine Belege gibt. Genauso oft wird in dem Zusammenhang von einer Beziehungstat berichtet. So soll Lang verschiedene Liebschaften gehabt haben, mit denen er sich gerne Nachts im Theater traf. Es wurde vermutete, dass ein "gehörnter" Liebhaber Lang ermordet hat. Auch hierfür gibt es keine Belege, womit das Mordmotiv und der Täter unbekannt bleiben.

Lokalberichterstattung

  • Birgit Heidingsfelder: True Crime, 1967 in Fürth: Der ungeklärte Mord am Karlsteg. In: Nordbayern.de Plus vom 18. September 2023
  • Birgit Heidingsfelder: Drei weitere Cold Cases. In: Fürther Nachrichten vom 31. Januar 2026, S. 35 (Druckausgabe)

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Stadtarchiv Fürth, EAPl 343, Lang, Franz (Logenschließer/ Trichinenschauer)
  2. Abschlussbericht Vorgang Lang, laut B. Rauenbusch, Mail vom 21. August 2023 | 18:31 Uhr

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