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RFM intern ra. Diese­ Erfahrung,­ dass­ nämlich­ ständiges­Ausprobieren,­Scheitern­ und­ von­ neuem­ Versuchen­ gängige Wege für Forschungserfolge sind,­konnte­der­Hauptredner­der­ Ausstellungseröffnung,­ Prof.­ Randolf­ Hanke­ vom­ Fraunhofer-Institut­IIS,­nur­bestätigen.­Er­trieb­die­ Einschätzung­sogar­auf­die­Spitze,­ indem­ er­ sagte­ „man­ braucht­ sogar­ ein­ bisschen­ Dummheit,­ um­ ein­ großer­ Entdecker­ zu­ werden.­ Wenn­man­alles­zu­wissen­glaubt,­ dann­ wird­ man­ neue­ Wege­ oft­ gar­nicht­gehen.“­Das­IIS­ist­ja­vor­ allem­ berühmt­ geworden,­ durch­ die­ Entwicklung­ von­ mp3,­ ein­ Verfahren zur Kompression digital­ gespeicher­ter­ Audiodaten,­ das­ heute in acht Milliarden Geräten wie­ Smartphones­ oder­ mp3-Playern­ genutzt­ wird.­ Wer­ sich­ dafür­ interessiert welche Umwege auf dem Weg zum ersten Abspielgerät­ nötig­ waren,­ kann­ dies­ im­

spannenden­Buch­von­Franz­Miller­ nachlesen:­ „Die­ mp3-Story­ –­ Eine­ deutsche­ Erfolgsgeschichte“­ 26­ Euro,­Carl­Hanser­Verlag­München.­ Von­ einer­ Reihe­ zukunftsweisender­ Projekte­ des­ IIS­ unter­ seiner­ Verantwortung­ hatte­ Prof.­ Hanke­ zu­ berichten,­ die­ im­ Laufe­ ihrer­ Entwicklung manche Verwandlung­erfahren­haben.­Zum­Beispiel­ ein­Verfahren,­das­helfen­soll,­die­ teure Rücksendungsquote beim Versand­ von­ Schuhen­ zu­ senken.­ Der­ in­ Zusammenarbeit­ mit­ dem­ Fraunhofer-Institut­ entwickelte­ 3DSchuh- und Fußscanner gehört zu den­ schnellsten­ Systemen­ auf­ dem­ Markt,­ mit­ dem­ beide­ Beine­ einschließlich der Wade parallel aufgenommen­und­vermessen­werden. Das­ „zerstörungsfreie­ Prüfen“­ immer­ größerer­ Objekte­ mittels­ spezieller Röntgentechnik wird seit längerem­ im­ IIS­ vorangetrieben.­ ­Testerfolge­ mit­ Autos,­ Flugzeug-

teilen oder gecrashten Fahrzeugen werden­ seit­ langem­ von­ der­ Industrie­ in­ Anspruch­ genommen.­ Doch­ für­ Dr.­ Anne­ Schulp,­ Paläontologe­ am­ Naturalis­ Biodiversity­ Center­ in­ den­Niederlanden,­eröffnet­der­Einsatz der XXL-CT-Technologie ganz andere­ Möglichkeiten:­ Das­ präzise­ Tomographieren des Schädels eines seltenen­ T-Rex-Skeletts­ begünstigt­ die­ Konservierung­ und­ Präparation,­ denn­ Überraschungen,­ wie­ beispielsweise­ verborgene­ Bruchstellen,­ können­ im­ Vorfeld­ zuverlässig­ erkannt­und­berücksichtigt­werden.­ An diese Nutzungsmöglichkeit hätten­ selbst­ die­ findigen­ Ingenieure­ des IIS nie gedacht! Auf die Spitze getrieben wird die Tugend­des­Fehlerhaften­im­religiösen­ Kontext:­„Perfektion­ist­Gotteslästerung“,­behaupten­gläubige­arabische­ Teppichmanufakteure und weben absichtlich kleine Fehler in ihre wertvollen­Teppiche.­ Peter Budig

Prof. Dr.-Ing. Randolf Hanke, u.a. stellvertr. Leiter des Fraunhofer IIS, Bereichsleiter des Entwicklungszentrums Foto: Fraunhofer IIS Röntgentechnik und Lehrstuhlinhaber an der J.-Maximilians-Universität Würzburg. Rundfunk & Museum 92 – Januar 2017

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