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RFM intern echte Nürnberger mit Kraut oder Kartoffelsalat gab‘s nur bei mir. Ich konnte mir das leisten. „Beim Metz gibt‘s nur einen lauen Kaffee und trockene Kekse“, war der gängige Spruch der Vertriebler. Aber die Prozente .... Da musste man dann hart bleiben. Der Name Grundig war ja seinen Preis wert. Ein paar Geräte vom alten Metz stehen hier ja auch rum. Nichts für ungut, Paul, sollst auch zu was kommen. Es ist ja schließlich Weihnachten. Ich glaube ich habe auch ein Loewe Schild irgendwo gesehen. Da müssen wir Nürnberg-Fürther schließlich zusammenhalten. Was uns natürlich gefällt, ist, dass unsere Geräte dank dem Förderverein auch noch Bilder und Töne von sich geben. Übrigens, der Paul und ich, wir schauen, wenn wir Langeweile haben, immer durchs Fernrohr und sehen ihnen beim Experimentieren und Reparieren zu. Gottseidank merken sie‘s nicht. Alle miteinander sehen sie jedenfalls recht zufrieden drein. Können sie auch. Sie haben zusammen in diesem Jahr ja auch einiges auf die Beine gestellt. Ausstellungen, Lange Nacht der Wissenschaften, Frauentag und

die ganzen Kindergeburtstage, Führungen und Veranstaltungen. Ganz zu schweigen von der guten Verpflegung. Ach, es fühlt sich richtig gut an, dass noch Leben hier in meinen Mauern ist. Vielleicht gehen sie ja sogar noch in die Ludwigsquelle baden. Haben meine Lehrlinge jedenfalls immer gern gemacht. Mal sehen was es für Überraschungen gibt. Geschichten sollen erzählt oder Gedichte aufgesagt werden. Oder sonst eine Überraschung hat es in

der Einladung geheißen. Mit der Einladung in der Hand bin ich zu Petrus und der hat an höherer Stelle vorgesprochen. Und jetzt bin ich hier. Später, wenn alle nach Hause gegangen sind, schaue ich mir in Ruhe noch alles an, was sie hier so zusammen gesammelt haben. Und vom obersten Stockwerk werfe ich einen Blick auf mein Werksgelände. Und ganz so wie früher sperre ich, wenn ich als Letzter gehe, hinter mir die Türe zu.

Rundfunk & Museum 94 – Februar 2018

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