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DAS INTERVIEW Das Rundfunkmuseum ist ein Technikmuseum, das Sozial- und Wirtschaftsgeschichte abbildet – mit dem Schwerpunkt Fürth. Wo liegen eure Schwerpunkte. Jana Stadlbauer: Die Schwerpunkte sind schon in der Frage enthalten. Es ist tatsächlich unser Anspruch, ein technisches Museum zu sein, das gleichzeitig gesellschaftliche und historische Prozesse widerspiegelt und in Fürth verwurzelt ist. Fürth heißt auch: Historischer Ort der Firmen Grundig und Metz. Philipp Knöchel: Ich sehe es so, dass das eine ohne das andere nicht funktionieren kann. Wir brauchen die Technik, den kulturhistorischen Kontext. Unsere Aufgabe besteht darin, aus diesem Spagat eine schöne Ausstellung zu gestalten. Woher kommt das Technik-Knowhow im Museum. Wer versorgt die Technik-Fans mit historischen Infos? PK: Wir arbeiten uns in technische Entwicklungen ein. In meinem Fall bietet das Geschichts-Studium gute Voraussetzungen, sich auch mit fremden Inhalten vertraut zu machen. Aber eines ist auch klar: Das technische Knowhow kommt vor allem vom Förderverein, ohne den dieses Museum in dieser Form nicht existieren könnte. Inwieweit spielen moderne technische Entwicklungen eine Rolle? JS: Unsere Vorstellung für die neue Dauerausstellung, an der wir ja bereits arbeiten, ist für künftige technische Entwicklungen einen Bereich zu reservieren. Dies kann eine Art „Future-Scene“ sein, wo wir ganz nah am aktuellen Geschehen sein

Philipp auch mit einem Praktikum, daraus wurde der 450-Euro-Job in der Pädagogik im Bereich „Kindergeburtstage“. Es ist aufregend, wie alles Weitere kam, ich freue mich, dass wir nun gemeinsam dieses Museum in die Zukunft begleiten.

Interviewer: Peter Budig. Foto: Karen Köhler wollen. Das kommt uns entgegen, es bringt uns weg vom Gedanken, dass Museen verstaubt und nur der Vergangenheit zugewandt sind. Wir haben da bereits gute Erfahrungen gemacht. Bei unseren Vorträgen hatten wir bereits einige neue Entwicklungen als Thema. Ich kann mir künftig einiges vorstellen: Kooperationen mit dem Fraunhofer Institut, mit Siemens und anderen, die diese Innovationen an vorderster Front entwickeln. Ihr arbeitet hier beide schon lange zusammen. Seit wann? An was erinnert ihr Euch als erste Zusammenarbeit? PK: Jana ist schon noch eine Ecke länger da. Aber ich kann mich gut an das erste Zusammentreffen erinnern. Ich kam 2011 her, stand hinterm Tresen im Museumscafé, Jana kam von einem Kindergeburtstag und so kamen wir gleich ins Gespräch. Der gute Anfangskontakt hat sich rasch bestätigt. JS: Ich habe 2008 angefangen, wie

Wie ist eure Aufgabenverteilung? Wer hat welche Schwerpunkte? JS: Prinzipiell verlangt die Museumsarbeit, dass hier viele Allrounder arbeiten. Trotzdem müssen wir Schwerpunkte setzen, weil nicht jeder alles machen kann. Die klassischen Leitungsaufgaben wie Personalplanung oder Budget sind bei mir angesiedelt. Bei den Sonderausstellungen werden wir uns abwechseln, mal wird der eine sie hauptsächlich vorbereiten, der andere begleitet nur und umgekehrt. Es gibt Themen wie „Depotumzug“, da bin ich praktisch Hauptakteurin und Philipp begleitet. Die nächste Sonderausstellung „Made in Franken“ wird Philipp in Rücksprache mit mir gestalten. PK: Ich finde bisher ergänzen wir uns sehr gut. In Zukunft wird sich das noch mehr einpendeln, aber ich bin da sehr guter Dinge. Zwischenfrage an JS: Du besuchst kontinuierlich Fortbildungen und Seminare. Was waren da Schwerpunkte? JS: Personalplanung, Budget, wie leite ich ein Museum – dies alles wird ja nicht an einer Universität gelehrt. Das war mir aber früh klar. Ich wusste während des Studiums schon, wo ich hin will. Wenn man Geisteswissenschaften studiert, weiß man ja, dass man sich durchsetzen muss, dass man Kompetenzen braucht, die man erwerben muss, dass man ein Ziel su-

Rundfunk & Museum 94 – Februar 2018

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