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Technik-Geschichte Dieser Artikel ist die Zusammenfassung meines Vortrages vom 9. März 2019 anlässlich der Sonderausstellung „Made in Franken“ im Rundfunkmuseum Fürth. 1. Die Anfänge: Geschrieben wurde von Hand Mit der Erfindung der Schrift vor ungefähr 5000 Jahren entstand auch der Beruf des Schreibers. Er genoss hohes Ansehen und hatte Zugang zu wichtigen Positionen in Verwaltung und Wirtschaft. Dies änderte sich ab 1450 mit der Verbreitung des Buchdrucks. Die meist für Fürstenhöfe, Kirche und Kaufleute tätigen Schreiber suchten nach neuen Möglichkeiten um ihrem Beruf trotzdem das Ansehen zu erhalten. Da kam ihnen die um diese Zeit aufblühende geheime, sprich verschlüsselte Kommunikation zu Hilfe. An den Herrscherhäusern beschäftigten sich sogenannte Geheimsekretäre (latein. secretio ... im Geheimen) mit der Ver- und Entschlüsselung der Korrespondenz. Die Bezeichnung Sekretär setzte sich dann schnell als allgemein gültige Berufsbezeichnung durch. Der Sekretär galt als nobler als der Schreiber, da er in die Geheimnisse seines Arbeitgebers eingeweiht war. Geschrieben wurde über die Jahrtausende mit der Hand und der Beruf des Schreibers und des Sekretärs war den Männern vorbehalten. 2. Die Erfindung von Schreib­ maschine und Diktiergerät Am 7. Januar 1714 erhielt der englische Ingenieur Henry Mill das Patent No. 395 „Machine for Transcriping Letters“. Es war das erste Patent, das die Funktionsweise einer Schreib-

maschine beschrieb. Technische Details wurden nicht erwähnt und ob die Maschine je gebaut wurde ist ungewiss. Es dauerte dann knapp 100 Jahre bis in Europa erste Schreibmaschinen gebaut wurden. Zielsetzung war es, blinden Personen die Möglichkeit einer schriftlichen Kommunikation zu eröffnen. Diese Maschinen hatten verschiedene Formen. Da gab es die Schreibkugel des dänischen Pastors Rasmus Malling-Hansen bei der die Tasten und Typen auf einer Halbkugel über dem Papier angeordnet waren oder verschiedene Schreibmaschinenmodelle aus Holz des Tirolers Peter Mitterhofer. Jedes dieser frühen Modelle hatte eine andere Technik, die Typen auf das Papier zu bringen. Doch ein dauerhafter Erfolg blieb aus. Erst 1878 kam dann eine der ersten, in größeren Stückzahlen gefertigten, Schreibmaschinen auf den Markt, die Remington Nr.2. Sie sah schon aus wie eine moderne Schreibmaschine mit Typenhebeln, einer Walze für den Papiertransport und einer Tastatur wie man sie heute noch kennt. Außerdem verfügte sie bereits über eine Umschaltung zwischen Großund Kleinbuchstaben, automatisch transportiertem Farbband, einer QWERTY-Tastaturbelegung, einem Tabulator und einem auswechselbaren Wagen für verschiedene Papierbreiten. Allerdings schlugen die Typenhebel von unten gegen die Walze, sodass man beim Schreiben nicht sehen konnte was auf dem Papier stand. Das änderte sich als 1899 Hermann und Franz Xaver Wagner das soge-

Rundfunk & Museum 97 – September 2019

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