Blattmetallschlägerei

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Die Blattmetallschlägerei war ein traditionelles Fürther Handwerk.

Bereits Anfang des 18. Jahrhunderts fertigte man in Fürth Blattgold, Blattsilber, andere Blattmetalle und Bronzefarben. Ende des 19. Jahrhunderts war Fürth das weltweite Zentrum der Bronzefarbenherstellung. Es gab große Fabriken und kleine, handwerkliche Zulieferer sowie weiterverarbeitende Betriebe.

Geschichte

Bereits im 16. Jahrhundert hat "auf dem Gelände der heutigen Wolfsgrubermühle" ein erstes Messingwerk (Messinghammer) gestanden, welches "laut Gottlieb Wunschels Häuserchronik über die Zerstörungen des 30jährigen Krieges hinaus bis Mitte des 17. Jahrhunderts existiert haben" soll.[1]

Im 19. Jahrhundert betrieben die Fürther Fabrikanten "gut 100 mit Wasserkraft betriebene Hammer- und Stampfwerke an den Bächen und Flüssen im Umland".[2]

Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts hin hat dann ein "Wandel vom Handwerk zum Handel" stattgefunden. "Die Unternehmer bezeichneten sich jetzt als „Blattgoldfabrikanten“, schlugen meist nicht mehr selbst sondern betätigten sich nur noch als Kaufleute und ließen andernorts produzieren."

Siehe auch

Literatur

Gilbert Krapf: "Schmelzen, Schlagen, Stampfen: Blattgold, Blattmetalle und Bronzefarben aus Fürth" in: Fürther Geschichtsblätter, FGB 1/2008 online

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Gilbert Krapf: "Schmelzen, Schlagen, Stampfen: Blattgold, Blattmetalle und Bronzefarben aus Fürth" in: Fürther Geschichtsblätter, FGB 1/2008, S. 11f online
  2. Gilbert Krapf: "Schmelzen, Schlagen, Stampfen: Blattgold, Blattmetalle und Bronzefarben aus Fürth" in: Fürther Geschichtsblätter, FGB 1/2008, S. 3 online