Erhard Kupfer

Erhard Kupfer (geb. 24. Januar 1882 in Schweinfurt; gest. 23. Dezember 1942 in Fürth) war Gewerkschaftsfunktionär und SPD-Mitglied.

Kupfer besuchte zunächst die Volksschule in Schweinfurt und absolvierte im Anschluss eine Maurerlehre. Bis zu seinem 29 Lebensjahr arbeitete er als Maurer, ehe er 1912 Angestellter des Bauarbeiterverbands in Schweinfurt wurde. Während dieser Zeit war Kupfer SPD-Vorsitzender von 1909 bis 1913 sowie von 1909 bis 1919 Stadtverordneter in Schweinfurt.

Im Jahr 1926 wechselte er seine Stelle und wurde Bezirkssekretär des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes (ADGB). Diese Funktion übte er bis zu seiner Entlassung im Jahr 1933 durch die Nationalsozialisten aus, während die Gewerkschaft im Rahmen der sog. Gleichschaltung durch den Nationalsozialismus am 2. Mai 1933 aufgelöst wurde. Nach seiner Entlassung im Mai 1933 war Kupfer zunächst arbeitslos mit einem nur sehr geringen Einkommen.[1] Am 4. Mai 1933 wurde Kupfer aus politischen Gründen in das Gefängnis in Nürnberg inhaftiert. Seine Freilassung erfolgte erst einen Monat später, am 3. Juni 1933.

Kupfer starb in Fürth am 23. Dezember 1942 im Alter von nur 60 Jahren.[2]

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Landesamt für Finanzen Bayern, Landesentschädigungsamt - BLFA - LEA, Akte Erhard Kupfer, EG 29926
  2. Homepage Opfer und Verfolgte des NS-Regimes aus Bay. Parlamenten, online abgerufen am 5. August 2022 12:00 Uhr - online abrufbar

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