Jakob Wassermann und Fürth (Buch)

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Am 10. März 1998 jährt sich Jakob Wassermanns Geburtstag zum einhundertfünfundzwanzigsten Mal. Der in Fürth geborene Dichter hat schon als Junge seine Heimatstadt verlassen, wo er bis dahin viel Bitteres erfahren hatte. Vor allem der frühe Tod der geliebten Mutter, aber auch die Hartherzigkeit einer sprichwörtlich bösen Stiefmutter und die Armut im Elternhaus, das der ohne Geschick und Erfolg handel- und gewerbetreibende Vater nie mit mehr als dem Allernötigsten versorgen konnte, haben ihn für sein Leben geprägt. Doch die Not schuf und förderte auch Talente in dem Knaben Jakob: Um überleben zu können, erfand er schon sehr früh Geschichten. Der Fabulierer Wassermann, von dem Thomas Mann später gesagt hat, er sei ein Weltstar des Romans, hat für ein Stück Brot oder für ein Buch erzählt und erzählt und erzählt. In Fürth erlebte der Judenjunge Jakob aber auch ein jahrhundertelang eingeübtes gutes Miteinander von Juden und Christen, das ihn später an vielen anderen Orten den Antisemitismus und die Barbarei des Nationalsozialismus besonders schmerzlich erfahren ließ. Viele biographische Besonderheiten seiner Fürther Kindheit finden sich im Werk des Dichters bis in die späte Schaffensperiode ihren lieterarischen Niederschlag.

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