Königstraße 40: Unterschied zwischen den Versionen

Aus FürthWiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
K (Textersetzung - „|Gebäude besteht=Ja“ durch „|Gebäude besteht=Ja |Denkmalstatus besteht=Ja“)
 
(17 dazwischenliegende Versionen von 4 Benutzern werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
 
{{Gebäude
 
{{Gebäude
 +
|Bild=Königstraße 40 Nov 2020 1.jpg
 
|Straße=Königstraße
 
|Straße=Königstraße
 
|Hausnummer=40
 
|Hausnummer=40
 
|Objekt=Wohnhaus
 
|Objekt=Wohnhaus
|Akten-Nr.=D-5-63-000-609
+
|Akten-Nr=D-5-63-000-609
 
|Teil des Ensembles=Altstadt
 
|Teil des Ensembles=Altstadt
 +
|Gebäude besteht=Ja
 +
|Denkmalstatus besteht=Ja
 +
|Quellangaben=[http://www.geodaten.bayern.de/denkmal_static_data/externe_denkmalliste/pdf/denkmalliste_merge_563000.pdf BLfD - Denkmalliste Fürth]
 
|lat=49.479619
 
|lat=49.479619
 
|lon=10.98567
 
|lon=10.98567
|Gebäude besteht=Ja
 
|Denkmalstatus besteht=Ja
 
|Denkmalstatus besteht=Ja
 
|Quelle=[http://www.geodaten.bayern.de/denkmal_static_data/externe_denkmalliste/pdf/denkmalliste_merge_563000.pdf BLfD - Denkmalliste Fürth]
 
 
 
}}
 
}}
 
Dreigeschossiger giebelseitiger Mansardgiebelbau mit Sandsteinfassade, Volutengiebel und Gurtgesimsen, zweite Hälfte 18. Jahrhundert, Neurenaissance-Ladeneinbau wohl Ende 19. Jahrhundert; Teil des [[Ensemble Altstadt|Ensembles Altstadt]].
 
Dreigeschossiger giebelseitiger Mansardgiebelbau mit Sandsteinfassade, Volutengiebel und Gurtgesimsen, zweite Hälfte 18. Jahrhundert, Neurenaissance-Ladeneinbau wohl Ende 19. Jahrhundert; Teil des [[Ensemble Altstadt|Ensembles Altstadt]].
 +
 
==Ehemaliges Rückgebäude==
 
==Ehemaliges Rückgebäude==
Im Mai [[1977]] wurde das Rückgebäude der Königstraße 40 durch eine Propangasexplosion schwer beschädigt. Das Wohnhaus in der Altstadt musste im Anschluss Stück um Stück abgetragen werden. Die [[Fürther Nachrichten]] berichteten, dass aus einer Propangasflasche entweichendes Gas sich aus noch unbekannter Ursache entzündet hatte. Bei der Explosion wurden drei Personen schwer verletzt, die übrigen zwölf Hausbewohner konnten laut Zeitungsbericht unversehrt das Weite suchen. Der Explosionsdruck hatte die Vorderfassade an einer Stelle derart nach außen gedrückt, dass laut der örtlichen Feuerwehr höchste Einsturzgefahr bestand. Deshalb bewachten Polizeibeamte rund um die Uhr das wackelige Gebäude, denn jeder der hier eingedrungen wäre, sei es um sein persönliche Habe zu bergen oder aber heimlich etwas wegzunehmen, hätte sich der allergrößten Gefahr begeben<ref>fn: Unglückshaus widersteht Abriss. In: Fürther Nachrichten vom Mai 1977</ref>.
+
Im Mai [[1977]] wurde das Rückgebäude der Königstraße 40 durch eine Propangasexplosion schwer beschädigt. Das Wohnhaus in der Altstadt musste im Anschluss Stück um Stück abgetragen werden. Die [[Fürther Nachrichten]] berichteten, dass aus einer Propangasflasche entweichendes Gas sich aus noch unbekannter Ursache entzündet hatte. Bei der Explosion wurden drei Personen schwer verletzt, die übrigen zwölf Hausbewohner konnten laut Zeitungsbericht unversehrt das Weite suchen. Der Explosionsdruck hatte die Vorderfassade an einer Stelle derart nach außen gedrückt, dass laut der örtlichen Feuerwehr höchste Einsturzgefahr bestand. Deshalb bewachten Polizeibeamte rund um die Uhr das wackelige Gebäude, denn jeder der hier eingedrungen wäre, sei es um sein persönliche Habe zu bergen oder aber heimlich etwas wegzunehmen, hätte sich der allergrößten Gefahr begeben.<ref>fn: Unglückshaus widersteht Abriss. In: Fürther Nachrichten vom Mai 1977</ref>
 +
 
 +
== Sprengstoffanschlag ==
 +
Am [[25. Juli]] [[2018]] kam es erneut zu einer Explosion in dem Gebäude. In dem seit kurzem eröffneten Tattoo-Studio im Erdgeschoß des Gebäudes wurde laut Polizeibericht gegen 0:50 Uhr einen selbstgebauten Sprengköper zur Explosion gebracht. Durch die Druckwelle wurden die Fensterscheiben des Ladens nach Außen gedrückt, so dass die Glassplitter sich über die Straße und den dort geparkten Autos verteilte. Die Polizei wertete den Anschlag als ein Verbrechen, es sei letztendlich reiner Zufall, dass niemand zu Schaden kam. Hintergrund der Tat ist aktuell noch nicht bekannt, die Polizei ermittelte in dem Fall und bat die Bevölkerung um Mithilfe.<ref>hbi: Explosion in Fürther Tattoo-Studio: Polizei nimmt Vorfall ernst. In: Fürther Nachrichten vom 26. Juli 2018 - [http://www.nordbayern.de/region/fuerth/explosion-in-further-tattoo-studio-polizei-nimmt-vorfall-ernst-1.7879441 online abrufbar]</ref> Die Polizei gab am [[3. September]] [[2018]] gegenüber der Öffentlichkeit bekannt, dass sie inzwischen drei dringend Tatverdächtige ermitteln und festnehmen konnte. Die drei Tatverdächtigen aus Nürnberg, zwischen 21 und 29 Jahren, standen in Verbindung mit dem Geschädigten, so dass die eigens eingerichtete Ermittlungskommission (EKO) "Tattoo" zum Motiv aus "ermittlungstechnischen Gründen" noch nichts bekannt geben wollte.<ref>Pressemitteilung der Polizei Mittelfranken: POL-MFR (1314): Explosion in Tattoo-Studio - drei Tatverdächtige festgenommen, online abgerufen am 4. September 2018 | 16:25 Uhr - [https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/6013/4050994 online abrufbar]</ref><ref>fn: Kripo ermittelt Bombenbauer. In: Fürther Nachrichten vom 4. September 2018, S. 25</ref> Inzwischen wurde bekannt, dass es sich dabei um eine Beziehungstat handelte.
 +
 
 +
== Lokalberichterstattung ==
 +
* fn: ''Sprengstoff-Explosion in einem Fürther Tattoo-Studio''. In: [[Fürther Nachrichten]] vom 25. Juli 2018 - [http://www.nordbayern.de/region/fuerth/sprengstoff-explosion-in-einem-further-tattoo-studio-1.7874019 online abrufbar]
 +
* hbi: ''Explosion in Fürther Tattoo-Studio: Polizei nimmt Vorfall ernst''. In: Fürther Nachrichten vom 26. Juli 2018 - [http://www.nordbayern.de/region/fuerth/explosion-in-further-tattoo-studio-polizei-nimmt-vorfall-ernst-1.7879441 online abrufbar]
 +
* fn: ''Kripo ermittelt Bombenbauer''. In: Fürther Nachrichten vom 4. September 2018 (Druckausgabe) bzw. ''Verhaftungen nach Explosion in Fürther Tattoo-Studio''. In: nordbayern.de vom 4. September 2018 - [http://www.nordbayern.de/region/fuerth/verhaftungen-nach-explosion-in-further-tattoo-studio-1.8028200 online abrufbar]
 +
* Philipp Demling: ''Trio wollte Tattoo-Studio in die Luft sprengen''. In: Fürther Nachrichten vom 30. März 2019 (Druckausgabe)bzw. ''Prozessauftakt: Neue Details zu Explosion in Fürther Tattoo-Studio''. In: nordbayern.de vom 29. März 2019  - [http://www.nordbayern.de/region/1.8751498 online abrufbar]
 +
* Ulrike Löw: ''Strafen für Anschlag auf Tattoo-Studio''. In: Fürther Nachrichten vom 17. April 2019 (Druckausgabe) bzw. lu: ''Explosion in Fürther Tattoo-Studio: Lange Haftstrafen für Trio''. In: nordbayern.de vom 15. April 2019 - [https://www.nordbayern.de/region/1.8809595 online abrufbar]
  
 
== Einzelnachweise ==
 
== Einzelnachweise ==

Aktuelle Version vom 22. November 2020, 22:57 Uhr

Königstraße 40 Nov 2020 1.jpg
Eines der wenigen Häuser, die die Sanierung des Gänsberg "überlebt" haben - Königstraße 40 - im Erdgeschoss ein Tattoo-Laden, der im Jahr 2018 Ziel eines Sprengstoffanschlags war, Nov. 2020
Die Karte wird geladen …

Dreigeschossiger giebelseitiger Mansardgiebelbau mit Sandsteinfassade, Volutengiebel und Gurtgesimsen, zweite Hälfte 18. Jahrhundert, Neurenaissance-Ladeneinbau wohl Ende 19. Jahrhundert; Teil des Ensembles Altstadt.

Ehemaliges Rückgebäude[Bearbeiten]

Im Mai 1977 wurde das Rückgebäude der Königstraße 40 durch eine Propangasexplosion schwer beschädigt. Das Wohnhaus in der Altstadt musste im Anschluss Stück um Stück abgetragen werden. Die Fürther Nachrichten berichteten, dass aus einer Propangasflasche entweichendes Gas sich aus noch unbekannter Ursache entzündet hatte. Bei der Explosion wurden drei Personen schwer verletzt, die übrigen zwölf Hausbewohner konnten laut Zeitungsbericht unversehrt das Weite suchen. Der Explosionsdruck hatte die Vorderfassade an einer Stelle derart nach außen gedrückt, dass laut der örtlichen Feuerwehr höchste Einsturzgefahr bestand. Deshalb bewachten Polizeibeamte rund um die Uhr das wackelige Gebäude, denn jeder der hier eingedrungen wäre, sei es um sein persönliche Habe zu bergen oder aber heimlich etwas wegzunehmen, hätte sich der allergrößten Gefahr begeben.[1]

Sprengstoffanschlag[Bearbeiten]

Am 25. Juli 2018 kam es erneut zu einer Explosion in dem Gebäude. In dem seit kurzem eröffneten Tattoo-Studio im Erdgeschoß des Gebäudes wurde laut Polizeibericht gegen 0:50 Uhr einen selbstgebauten Sprengköper zur Explosion gebracht. Durch die Druckwelle wurden die Fensterscheiben des Ladens nach Außen gedrückt, so dass die Glassplitter sich über die Straße und den dort geparkten Autos verteilte. Die Polizei wertete den Anschlag als ein Verbrechen, es sei letztendlich reiner Zufall, dass niemand zu Schaden kam. Hintergrund der Tat ist aktuell noch nicht bekannt, die Polizei ermittelte in dem Fall und bat die Bevölkerung um Mithilfe.[2] Die Polizei gab am 3. September 2018 gegenüber der Öffentlichkeit bekannt, dass sie inzwischen drei dringend Tatverdächtige ermitteln und festnehmen konnte. Die drei Tatverdächtigen aus Nürnberg, zwischen 21 und 29 Jahren, standen in Verbindung mit dem Geschädigten, so dass die eigens eingerichtete Ermittlungskommission (EKO) "Tattoo" zum Motiv aus "ermittlungstechnischen Gründen" noch nichts bekannt geben wollte.[3][4] Inzwischen wurde bekannt, dass es sich dabei um eine Beziehungstat handelte.

Lokalberichterstattung[Bearbeiten]

  • fn: Sprengstoff-Explosion in einem Fürther Tattoo-Studio. In: Fürther Nachrichten vom 25. Juli 2018 - online abrufbar
  • hbi: Explosion in Fürther Tattoo-Studio: Polizei nimmt Vorfall ernst. In: Fürther Nachrichten vom 26. Juli 2018 - online abrufbar
  • fn: Kripo ermittelt Bombenbauer. In: Fürther Nachrichten vom 4. September 2018 (Druckausgabe) bzw. Verhaftungen nach Explosion in Fürther Tattoo-Studio. In: nordbayern.de vom 4. September 2018 - online abrufbar
  • Philipp Demling: Trio wollte Tattoo-Studio in die Luft sprengen. In: Fürther Nachrichten vom 30. März 2019 (Druckausgabe)bzw. Prozessauftakt: Neue Details zu Explosion in Fürther Tattoo-Studio. In: nordbayern.de vom 29. März 2019 - online abrufbar
  • Ulrike Löw: Strafen für Anschlag auf Tattoo-Studio. In: Fürther Nachrichten vom 17. April 2019 (Druckausgabe) bzw. lu: Explosion in Fürther Tattoo-Studio: Lange Haftstrafen für Trio. In: nordbayern.de vom 15. April 2019 - online abrufbar

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. fn: Unglückshaus widersteht Abriss. In: Fürther Nachrichten vom Mai 1977
  2. hbi: Explosion in Fürther Tattoo-Studio: Polizei nimmt Vorfall ernst. In: Fürther Nachrichten vom 26. Juli 2018 - online abrufbar
  3. Pressemitteilung der Polizei Mittelfranken: POL-MFR (1314): Explosion in Tattoo-Studio - drei Tatverdächtige festgenommen, online abgerufen am 4. September 2018 | 16:25 Uhr - online abrufbar
  4. fn: Kripo ermittelt Bombenbauer. In: Fürther Nachrichten vom 4. September 2018, S. 25


Bilder[Bearbeiten]