Kriegerdenkmal 1914/18 Kronacher Straße

Kriegerdenkmal Spielvereinigung (1).jpg
Kriegerdenkmal der Spielvereinigung im November 2022
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Gebäude
Kriegerdenkmal 1914/18 Kronacher Straße
Straße / Hausnummer
Kronacher Straße 154
Postleitzahl
90765
Objekt
Denkmal
Baujahr
1923
Denkmalstatus besteht
nein
Abgerissen
nein
Maurermeister
Christian Hofmann
Geo-Daten
49° 29' 49.73" N
10° 59' 46.82" E
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Das Kriegerdenkmal 1914/18 ist das einzige fußballförmige Erinnerungsmal für den Ersten Weltkrieg im deutschsprachigen Raum und stellt somit eine kulturhistorische Besonderheit dar.[1] Es wurde zum Gedenken an die 145 gefallenen Mitglieder der Spielvereinigung Fürth während des Krieges am 24. Juni 1923 enthüllt.

Geschichte

Das Denkmal befand sich zunächst am Laubenweg unmittelbar am Sportplatz, östlich von der Haupttribüne. Im Fundament wurde eine Pergamentrolle eingelassen, auf der die Namen der 145, laut anderen Quellen sind es 142[2], gefallen Mitglieder festgehalten wurden. Das Denkmal besteht aus Granit und symbolisiert einen Fußball, der auf Rundstützen aufgelegt wurde. Umgeben ist der Ball mit einer Inschrift. Auf dem Ball ist ein Eisernes Kreuz angebracht. Der Entwurf für dieses Kriegerdenkmal stammte von dem damaligen städtischen Bauamtmann Karl Maurer. Angefertigt wurde der Granitball von der Firma Fraenkel, die auch den Granit für das Denkmal spendete. Die Gestaltung übernahmen der Bildhauer Christian Hofmann sowie das Grabsteingeschäft Johann Zink.

2000 wurde das Denkmal nach Oberhausen gebracht, wo es Teil der Ausstellung zum hundertjährigen Bestehen des Deutschen Fußball-Bundes war. Nach mehrmonatigem Verbleib und nach Ende der Ausstellung im Oberhausener Gasometer wurde es wieder zurück nach Fürth transportiert. Mitte 2006 wurde das Kriegerdenkmal versetzt. Das sogenannte „Kugel-Denkmal“ und vermutlich einzige Kriegerdenkmal in Fußballform wurde ein paar hundert Meter weiter an das Trainingszentrum der Spielvereinigung Greuther Fürth in der Kronacher Straße versetzt.

Literatur

  • Barbara Ohm: Jüdische und christliche Kriegerdenkmäler nach dem Ersten Weltkrieg in Fürth In: Fürther Geschichtsblätter, 1/2023, S. 15 - 16

Lokalberichterstattung

  • Alexandra Voigt: „Es soll zum Nachdenken anregen“ In: Fürther Nachrichten vom 11. Dezember 2025, S. 27 (Druckausgabe)

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Alexandra Voigt: „Es soll zum Nachdenken anregen“ In: Fürther Nachrichten vom 11. Dezember 2025
  2. Alexandra Voigt: „Es soll zum Nachdenken anregen“ In: Fürther Nachrichten vom 11. Dezember 2025

Bilder

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