Ludwig Schopflocher
- Person
- Ludwig Schopflocher
- Vorname
- Ludwig
- Nachname
- Schopflocher
- Geschlecht
- männlich
- Geburtsdatum
- 6. März 1870
- Geburtsort
- Fürth
- Todesdatum
- 30. Januar 1943
- Todesort
- Theresienstadt
- Beruf
- Kaufmann, Geschäftsführer
- Hornschuchpromenad 15 (Geschäftsadresse)
- Hornschuchpromenad 15 (Wohnanschrift)
- Hektorstraße 16 (Letzter Wohnort)
Ludwig Schopflocher (geb. 6. März 1870 in Fürth; gest. 30. Januar 1943 Theresienstadt) betrieb Handel mit Fahrrad-, Automobilartikeln und Metallwaren. Er hatte seinen Geschäfts- und Wohnanschrift in der Hornschuchpromenade 15.
Vermutlich zog er nach dem Ende seines Berufslebens nach Berlin. Dort wohnte er zu Untermiete bei Berta und Erna Marcus in Berlin Wilmersdorf unter der Anschrift Hektorstraße 16, ebenso ein gewisser Heinrich Romann. Von dort aus wurden alle aus der Wohnung am 28. März 1942 vom Bahnhof Grunewald nach Piaski in Polen deportiert, und dort anschließend ermordet. Nur Ludwig Schopflocher wurde erst am 24. Juli 1942 vom Anhalter Bahnhof in einem verplombten Sonderwaggon nach Theresienstadt deportiert. Von diesem Transport überlebten nur zwei von 100 Menschen, Schopflocher war einer davon. Am 30. Januar 1943 starb der 72-jährige Schopflocher laut seiner Todesurkunde an einem „Darmkatarrh“ in Theresienstadt - eine gängige Umschreibung für die desaströsen hygienischen Verhältnisse im Ghetto und deren Konsequenzen für den dort lebenden Menschen.[1]
Für Ihn wurde am 14. April 2015 in Berlin an seinem letzten Wohnort ein Stolperstein verlegt.[2]