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Gegenstand der großen GrundigAusstellung war die Geschichte „Von der Sternstraße zur Weltmarke. 85 Jahre Radio Vertrieb Fürth“, die seit November 2015 und schließlich verlängert bis Ende Mai im RFM zu sehen war. So passten die Worte des Vorsitzenden der Grundig Stiftung, Karl-Heinz Kleinschnittger bei der Laudatio der Preisverleihung haargenau: „Hier werden auch die zahlreichen technischen Innovationen, die mit dem Namen Max Grundig verbunden sind, im Bewusstsein der Öffentlichkeit gehalten“, lobte er das Rundfunkmuseum. Für den anwesenden Oberbürgermeister Thomas Jung war der Unternehmergeist Grundigs eine besondere Erwähnung wert: „Es war sein stetes Anliegen, technischen Fortschritt zu ermöglichen“, sagte er in seiner Rede. Chantal Grundigs Erscheinen in Fürth war eine mit Spannung erwartete Überraschung: Die geheimnisumwobene Grundigwitwe lebt seit Jahrzehnten zurückgezogen in ihren Häusern in

Die alte Grundig Hauptverwaltung, heute Sitz des Rundfunkmuseums, weckte viele Erinnerungen bei Chantal Grundig. ihrem Lebensgefährten mit dem Auto aus dem Anwesen nahe Monaco angereist, auch etliche Mitglieder der Grundig-Stiftung kamen nach Fürth.

Chantal Grundig war eigens mit ihrem Lebensgefährten knapp 1000 Kilometer aus Südfrankreich angereist Südfrankreich und Baden-Baden (wo auch die Stiftung ansässig ist). Zwölf Stunden war sie mit

OB Thomas Jung, Chantal Grundig, Kulturreferentin Elisabeth Reichert, Museenleiter Martin Schramm (v.li.).

Sie zeigte sich durchaus aufgeschlossen, ließ sich bereitwillig fotografieren, sah sich interessiert um und gab Auskunft über ihre Empfindungen. „Natürlich ist das alles sehr aufwühlend, ich habe hier einen großen Teil meines Lebens verbracht, viele Erinnerungen an meinen Mann werden wach“, erzählte sie in ausgezeichnetem Deutsch. Dann ließ sie sich gespannt durch die aktuelle Grundig-Sonderausstellung führen. Der Grundig-Preis „dient dem Wohlergehen der Menschheit durch technischen Fortschritt“, zitierte Chantal Grundig aus den Stiftungsrichtlinien bei der Übergabe. Die Museumsleitung will einen Teil der Gelder in die Museumspädagogik investieren.

Rundfunk & Museum 91 – August 2016

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