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TV-Geschichte

311) und B (gerade Fernsehzeilen 2, 4, 6 .... 312) in einen Vollbildspeicher einliest und dann mit verdoppelter Einlesegeschwindigkeit (Schreibtakt) in der Reihenfolge Zeile 1, Zeile 2, Zeile 3,.... Zeile 312 wieder ausliest. So entsteht ein Vollbild mit 625 Zeilen, das dann nur 20 ms dauert. Man spricht hier von einer progressiven Darstellung. Diese einfache Umsetzung in der die Zeilen aus Halbbild A und Halbbild B unverändert zu einem Vollbild zusammengefasst werden hat aber Bildfehler (Artefakte) zur

Reißverschlußeffekt. Im Teil III der Abb.1 ist zu sehen wie unter Verwendung des Falconic Schaltkreises mit Bewegungsschätzung diese Störung (Reißverschluß) bei der Wiedergabe des schwarzen Quadrates vermieden werden konnte. Dieses Verfahren ließ sich nur mit digitaler Signalverarbeitung umsetzen. Das Blockschaltbild der gesamten digitalen Signalverarbeitung des Tharus 51 zeigt Abb.2. Der Eingangsblock Video Decoder wurde mit dem IC

U, V bezeichnet werden, in digitaler Form zur weiteren Verarbeitung zur Verfügung. Der folgende Schaltkreis BESIC SAA 4979 enthielt einen 3 MBit Halbbildspeicher (FM, Field Memory) SAA 4955 und erzeugte Schreib- und Lesesignale für diesen sowie für die weiteren externen Halbbildspeicher SAA 4955 mit ebenfalls jeweils 3 MBit. Auf die genaue Funk�onsbeschreibung soll hier nicht im Detail eingegangen werden. Der folgende digitale Schaltkreis Falconic SAA 4994 ist im Grundprinzip der Funk-

Abb.2: Blockschaltbild der digitalen Bildsignalverarbeitung des Grundig Tharus 51.

Folge sobald bewegte Objekte aufgenommen oder die Kamera bei der Aufnahme bewegt wird (Schwenk). Wir können dies im Teil II der Abb.1 sehen. An der senkrechten Kante unseres aufgenommenen schwarzen Quadrates ergibt sich sta� einer senkrechten Kante ein ausgezahnter Rand. Man spricht vom sogenannten

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VPC 3230 realisiert. Er enthielt die Umwandlung der analogen Videoeingangssignale (FBAS, Y/C, RGB) in digitale Signale, sowie einen digitalen Mul�standard Farbdecoder für das PAL, NTSC und SECAM Farbfernsehsystem. Am Ausgang standen dann das Helligkeitssignal (Y) und die Farbdifferenzsignale B-Y und R-Y, die mit

Rundfunk & Museum 95 – September 2018

�on schon oben mit der Prinzipdarstellung des Deinterlacing, also der Besei�gung des Zeilensprungs, erklärt worden. Der dann folgende Funk�onsblock bestand aus dem integriertem Schaltkreis DDP 3310. Er enthielt eine Matrix, die aus den digitalen Komponentensignalen Y, U und V die Signale R(rot), G(grün) und