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RFM intern

Wie erklär‘ ich es meinen Zuhörern? Die Formelsammlung, der Wasserkocher, eine Tasse Kaffee ... und zündende pädagogische Ideen ergeben Wolfgang Kunerts Erklärungsmodell. Fotos: Budig Gehen wir einen Schri� weiter: Gesetzt der Fall, ich habe bereits eine Stereoanlage in Halbleitertechnik und betreibe sie in normaler Zimmerlautstärke. So kann ich diese bei einem Verbrauch von 20 Wa� bereits dreimal 36 Minuten, also ca.1,5 Stunden betreiben. Spaßeshalber sei erwähnt, dass ein Kleintransistorradio mit nur 0,2 Wa� Leistungsaufnahme 100 Mal länger, also ganze 180 Stunden gespielt werden könnte. Das ergibt 7,5 Tage. Leider benö�gt mein Miniradio allerdings Ba�erien und da sieht die Kostenrech8

nung wieder ganz anders aus. Junge Museumsbesucher fassen sich an diesem Punkt an die Nase und räumen ein: Radio, wer hat denn heute noch ein Radio? Mein Smartphone kann alles was ich brauche. Was auch in dieser Genera�on noch genutzt wird, ist aber der gute alte Fernseher (TV), wenn auch in neuer Technik mit Flachbildschirm. Vergleichen wir mal alte und neue TV Geräte. Röhrenfernseher mit 70 cm Bildschirmdiagonale waren mit etwa 80 Wa� angegeben. Standby mit ca. 6 Wa�. Jetzt können

Rundfunk & Museum 95 – September 2018

wir entweder eine Tasse Kaffee erhitzen oder 27 Minuten Fernsehen oder unser Gerät sechs Stunden standby betreiben. Einen, aus meiner Sicht Irrweg, will ich hier nicht unerwähnt lassen: Plasmafernseher ha�en o� eine Anschlussleistung von 400 Wa� und mehr, also fünfmal so viel wie ein Röhrenfernseher. Ganze fünfeinhalb Minuten hä�e die elektrische Energie eines Kaffees gereicht. Moderne LCD TV-Geräte sind vergleichbar mit den erwähnten Röhrengeräten. Der einzig wirkliche Vorteil beruht dar-