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|Geschlecht=männlich | |Geschlecht=männlich | ||
|Geburtsdatum=1867/07/09 | |Geburtsdatum=1867/07/09 | ||
|Geburtsort= | |Geburtsort=Kleinsteinach | ||
|Todesdatum=1942/12/07 | |Todesdatum=1942/12/07 | ||
|Todesort=Kopenhagen (Dänemark) | |Todesort=Kopenhagen (Dänemark) | ||
|Beruf=Lehrer; | |Beruf=Lehrer; Chasan (Vorsänger); Shochet (Schächter) | ||
|Religion=jüdisch | |Religion=jüdisch | ||
}} | }} | ||
{{Adresse | {{Adresse | ||
|Adressart=Wohnadresse | |Adressart=Wohnadresse | ||
| | |AdresseVon=1874 | ||
|Straße=Königstraße | |Straße=Königstraße | ||
|Hausnummer=78 | |Hausnummer=78 | ||
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Gutmann war seit 19. März 1895 mit Hedwig Rothschild (19. März 1875 vermutlich in Fürth; gest. 28. Juli 1968 in Kopenhagen/Dänemark), Tochter von [[Baruch Rothschild]] und dessen Frau Fanny, verheiratet. Aus der Ehe stammten fünf Kinder.<ref>biographische Angaben nach [https://www.geni.com/people/Bernhard-Gutmann/6000000052267222844 Geni] und Naphtali Gutmann: "Familiengeschichte"</ref> | Gutmann war seit 19. März 1895 mit Hedwig Rothschild (19. März 1875 vermutlich in Fürth; gest. 28. Juli 1968 in Kopenhagen/Dänemark), Tochter von [[Baruch Rothschild]] und dessen Frau Fanny, verheiratet. Aus der Ehe stammten fünf Kinder.<ref>biographische Angaben nach [https://www.geni.com/people/Bernhard-Gutmann/6000000052267222844 Geni] und Naphtali Gutmann: "Familiengeschichte"</ref> | ||
==Leben== | ==Leben<ref>Angaben nach Naphtali Gutmann: "Familiengeschichte"</ref>== | ||
Bernhard Gutmann wuchs in [[wikipedia:Kleinsteinach (Riedbach)|Kleinsteinach]] auf. Nach der Schule entschied er sich für eine Ausbildung als Lehrer für Grund- und weiterführende Schulen. Dazu besuchte er zuerst eine Vorbereitungsschule (Präparandenschule) in Würzburg ehe er 1883 an der ILBA ([https://wuerzburgwiki.de/wiki/Israelitische_Lehrerbildungsanstalt Israelitische Lehrerbildungsanstalt]), ebenfalls in Würzburg aufgenommen wurde. Seinen Abschluss machte er 1885/86.</br> | Bernhard Gutmann wuchs in [[wikipedia:Kleinsteinach (Riedbach)|Kleinsteinach]] auf. Nach der Schule entschied er sich für eine Ausbildung als Lehrer für Grund- und weiterführende Schulen. Dazu besuchte er zuerst eine Vorbereitungsschule (Präparandenschule) in Würzburg ehe er 1883 an der ILBA ([https://wuerzburgwiki.de/wiki/Israelitische_Lehrerbildungsanstalt Israelitische Lehrerbildungsanstalt]), ebenfalls in Würzburg aufgenommen wurde. Seinen Abschluss machte er 1885/86.</br> | ||
1889 bewarb sich Bernhard Gutmann auf die vakante Stelle eines Lehrers, [[wikipedia:Chasan (Kantor)|Chasans]] und [[wikipedia:Schächten|Shochets]] in [[wikipedia:Amberg|Amberg]], die mit einem Jahresgehalt von 900 Mark und freier Unterkunft ausgeschrieben war. | 1889 bewarb sich Bernhard Gutmann auf die vakante Stelle eines Lehrers, [[wikipedia:Chasan (Kantor)|Chasans]] und [[wikipedia:Schächten|Shochets]] in [[wikipedia:Amberg|Amberg]], die mit einem Jahresgehalt von 900 Mark und freier Unterkunft ausgeschrieben war. | ||
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* 1913 war das „Vereinigtes Heberlein’sches und Arnstein’sches Institut“ mit der Gründung des Lyzeums bereits aufgelöst. Gutmanns Übernahme an die „Städtische Höhere Mädchen- und Handelsschule<ref>eine alte Bezeichnung für das Lyzeum, dem heutigen [[Helene-Lange-Gymnasium]], [[Tannenstraße 10]]</ref>, erscheint folgerichtig. Dort wurde er unter „Lehrkörper im Nebenamt“ geführt.<ref>Adressbuch der Stadt Fürth 1913</ref> | * 1913 war das „Vereinigtes Heberlein’sches und Arnstein’sches Institut“ mit der Gründung des Lyzeums bereits aufgelöst. Gutmanns Übernahme an die „Städtische Höhere Mädchen- und Handelsschule<ref>eine alte Bezeichnung für das Lyzeum, dem heutigen [[Helene-Lange-Gymnasium]], [[Tannenstraße 10]]</ref>, erscheint folgerichtig. Dort wurde er unter „Lehrkörper im Nebenamt“ geführt.<ref>Adressbuch der Stadt Fürth 1913</ref> | ||
* 1926/27 wurde Bernhard Gutmann als Eigentümer des Hauses Königstraße 78 ausgewiesen. Er war zu diesem Zeitpunkt an der [[Hardenberg-Gymnasium|Oberrealschule]] Fürth, Frauenstraße 10 als israelitischer Religionslehrer im Nebenamt angestellt.<ref>Adressbuch der Stadt Fürth 1926/27</ref> | * 1926/27 wurde Bernhard Gutmann als Eigentümer des Hauses Königstraße 78 ausgewiesen. Er war zu diesem Zeitpunkt an der [[Hardenberg-Gymnasium|Oberrealschule]] Fürth, Frauenstraße 10 als israelitischer Religionslehrer im Nebenamt angestellt.<ref>Adressbuch der Stadt Fürth 1926/27</ref> | ||
* 1935 war Bernhard Gutmann im Ruhestand, wohnte aber noch in der Königstraße 78.< | * 1935 war Bernhard Gutmann im Ruhestand, wohnte aber noch in der Königstraße 78.<br> | ||
Neben seiner Lehrtätigkeit war Gutmann über 30 Jahre Kantor an der [[Schulhof 2|Neuschul]], was zeitweise die Tätigkeit als [[wikipedia:Chasan (Kantor)|Chasan]] im [[Jüdisches Hospital|Jüdischen Hospital]] mit einschloss. | Neben seiner Lehrtätigkeit war Gutmann über 30 Jahre Kantor an der [[Schulhof 2|Neuschul]], was zeitweise die Tätigkeit als [[wikipedia:Chasan (Kantor)|Chasan]] im [[Jüdisches Hospital|Jüdischen Hospital]] mit einschloss. | ||
===Die Kinder von Bernhard und Hedwig Gutmann=== | ===Die Kinder von Bernhard und Hedwig Gutmann=== | ||
* [[Klara Gutmann]] (1896-1917) | * [[Klara Gutmann]] (1896-1917) | ||
* [[Berthold Gutmann]] (1898-1940), Euthanasieopfer | * [[Berthold Gutmann]] (1898-1940), Euthanasieopfer | ||
* Julius Gutmann (1899-1973) | * [[Julius Gutmann]] (1899-1973) | ||
* Hanna, verh. Arnheim (1901-1982) | * [[Hanna Arnheim|Hanna]], verh. Arnheim (1901-1982) | ||
* Siegfried (1904-1988) | * Siegfried (1904-1988) | ||