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'''Konrad Joseph Brüger''' (geb. [[3. März]] [[1785]] in Mainz<ref>Kirchenbücher St. Emmeran Mainz nach Mitteilung des Stadtarchivs Mainz vom 10.08.2021, Az. 471210, Tgb. Nr. 25611/21; in der Quelle Kirchenbücher St. Egidien Nürnberg, Trauungen 1810–1833, S. 54 wurde irrtümlich das Jahr 1787 vermerkt</ref> | '''Konrad Joseph Brüger''' (geb. [[3. März]] [[1785]] in Mainz<ref>Kirchenbücher St. Emmeran Mainz nach Mitteilung des Stadtarchivs Mainz vom 10.08.2021, Az. 471210, Tgb. Nr. 25611/21; in der Quelle Kirchenbücher St. Egidien Nürnberg, Trauungen 1810–1833, S. 54 wurde irrtümlich das Jahr 1787 vermerkt</ref>; gest. [[26. April]] [[1832]] in Nürnberg<ref>Die Bayer'sche Landbötin. Nr. 52/1832 vom 1. Mai 1832 - [https://api.digitale-sammlungen.de/iiif/image/v2/bsb10502691_00423/pct:3.66667,78.39055,29.93333,18.73945/full/0/default.jpg online] | ||
</ref>) war königlich bayerischer Baubeamter, Ingenieur und [[Architekt]]. | </ref>) war königlich bayerischer Baubeamter, Ingenieur und [[Architekt]]. | ||
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* Maria Magdalena Johanna Brüger (geb. 19. Mai 1826 in Nürnberg<ref>Kirchenbücher Heilig Geist Nürnberg, Taufen 1810–1828, S. 169</ref>), verh. Bauer | * Maria Magdalena Johanna Brüger (geb. 19. Mai 1826 in Nürnberg<ref>Kirchenbücher Heilig Geist Nürnberg, Taufen 1810–1828, S. 169</ref>), verh. Bauer | ||
Im Jahr 1824 war K. J. Brüger längere Zeit erkrankt, was wohl auch dazu beitrug, dass sich der Bau der katholischen [[Kirche | Im Jahr 1824 war K. J. Brüger längere Zeit erkrankt, was wohl auch dazu beitrug, dass sich der Bau der katholischen [[Kirche „Zu Unserer Lieben Frau“|Stadtpfarrkirche]] verzögerte. | ||
Als Ingenieur 1. Klasse erhielt Brüger lt. Döllinger<ref>G. Döllinger: „Sammlung der im Gebiete der inneren Staats-Verwaltung des Königreichs Bayern bestehenden Verordnungen, …”, 16. Bd., München 1838</ref> im Jahr 1826 an Gehaltsbezügen: 700 fl. (Gulden) Standesgehalt und 200 fl. „Dienstesgehalt“ sowie als Naturalien 2 Scheffel (445 l) Weizen und 5 Scheffel (1112 l) Roggen.<ref>s. a. Übersicht der Ingenieurstellen 1826, „Regierungs-Blatt für das Königreich Bayern.” Nr. 45 vom 8. November 1826 - [http://opacplus.bsb-muenchen.de/title/4014824/ft/bsb10345170?page=468 Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek]</ref> | Als Ingenieur 1. Klasse erhielt Brüger lt. Döllinger<ref>G. Döllinger: „Sammlung der im Gebiete der inneren Staats-Verwaltung des Königreichs Bayern bestehenden Verordnungen, …”, 16. Bd., München 1838</ref> im Jahr 1826 an Gehaltsbezügen: 700 fl. (Gulden) Standesgehalt und 200 fl. „Dienstesgehalt“ sowie als Naturalien 2 Scheffel (445 l) Weizen und 5 Scheffel (1112 l) Roggen.<ref>s. a. Übersicht der Ingenieurstellen 1826, „Regierungs-Blatt für das Königreich Bayern.” Nr. 45 vom 8. November 1826 - [http://opacplus.bsb-muenchen.de/title/4014824/ft/bsb10345170?page=468 Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek]</ref> | ||
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Bereits [[2001]] stellte Michael Mette eine Beteiligung von [[Leo von Klenze]] im Planungsprozess der [[Kirche „Zu Unserer Lieben Frau“]] fest.<ref>Michael Mette: Klenze in Fürth – Die Verwirklichung eines Musterentwurfs aus der „Anweisung zur Architectur des christlichen Cultus“, Das Münster – Zeitschrift für christliche Kunst und Kunstwissenschaft, 54. Jg., Nr. 1/2001</ref> Im Jahr [[2008]] wurde die Urheberschaft Brügers durch den Cadolzburger Architekturhistoriker Robert Leyh in Frage gestellt. Nach Ansicht Leyhs sei der Architekt der Kirche nicht wie bisher angenommen Brüger, sondern der bayerische „Star-Architekt“ Leo von Klenze. | |||
Die ehemalige Stadtheimatpflegerin [[Barbara Ohm]] befasste sich in ihrem Aufsatz in den Fürther Heimatblättern 1994 Nr. 3 „Zur Baugeschichte der Kirche Zu Unser Lieben Frau und der Auferstehungskirche” auch mit dieser Sichtweise; eine Urheberschaft Klenzes ließ sich von ihr nicht nachweisen. | Die ehemalige Stadtheimatpflegerin [[Barbara Ohm]] befasste sich in ihrem Aufsatz in den Fürther Heimatblättern 1994 Nr. 3 „Zur Baugeschichte der Kirche Zu Unser Lieben Frau und der Auferstehungskirche” auch mit dieser Sichtweise; eine Urheberschaft Klenzes ließ sich von ihr nicht nachweisen. | ||
[[2011]] erwähnte sie gegenüber den [[Fürther Nachrichten]] erneut ihre Zweifel an dieser These.<ref>Volker Dittmar: Bizarre Kampagne. In: Fürther Nachrichten vom 28. November 2011, online abgerufen am 18. Januar 2016 | 19:06 Uhr </ref> Nach ihrer Ansicht seien die Pläne lediglich nach dem streng klassizistischen Stil des | [[2011]] erwähnte sie gegenüber den [[Fürther Nachrichten]] erneut ihre Zweifel an dieser These.<ref>Volker Dittmar: Bizarre Kampagne. In: Fürther Nachrichten vom 28. November 2011, online abgerufen am 18. Januar 2016 | 19:06 Uhr </ref> Nach ihrer Ansicht seien die Pläne lediglich nach dem streng klassizistischen Stil des „tonangebenden Architekten Leo von Klenze“ entworfen worden.<ref> Barbara Ohm, Fürth - Geschichte der Stadt, Hrsg. Stadt Fürth, 2007, S. 177 ff.</ref> Johannes Sander stellte [[2013]] in seiner profunden Arbeit über die Sakralarchitektur in Bayern in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts fest, dass die Planungsgeschichte der Fürther Liebfrauenkirche von Ohm nur zum Teil dokumentiert wurde, und insbesondere die Beteiligung Klenzes von ihr nicht erkannt wurde.<ref name="Sander"/> | ||
Als (vorerst) abschließende Klärung der Urheberschaftsfrage ist die Beurteilung von Johannes Sander (2013) anzusehen. Danach wurde der Bauentwurf von Brüger im Mai 1824 von der Ansbacher Kreisregierung unter Einschaltung des Innenministeriums genehmigt, allerdings mit der Einschränkung, dass Verbesserungen an der Außenfassade nach einem übermittelten Plan vorzunehmen sind. Dieser erhalten gebliebene Plan stammte von Leo von Klenze. Somit war Klenze am Entwurf beteiligt, der | Als (vorerst) abschließende Klärung der Urheberschaftsfrage ist die Beurteilung von Johannes Sander (2013) anzusehen. Danach wurde der Bauentwurf von Brüger im Mai 1824 von der Ansbacher Kreisregierung unter Einschaltung des Innenministeriums genehmigt, allerdings mit der Einschränkung, dass Verbesserungen an der Außenfassade nach einem übermittelten Plan vorzunehmen sind. Dieser erhalten gebliebene Plan stammte von Leo von Klenze. Somit war Klenze am Entwurf beteiligt, der grundlegende Teil der Bauplanung aber wurde von Konrad Joseph Brüger erstellt.<ref name="Sander"/> | ||
== Lokalberichterstattung == | == Lokalberichterstattung == | ||