Zweiter Weltkrieg: Unterschied zwischen den Versionen

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Der '''Zweite Weltkrieg''' ([[1. September]] [[1939]] - [[8. Mai]] [[1945]]) war der zweite auf globaler Ebene geführte Krieg sämtlicher Großmächte des 20. Jahrhunderts und stellt den bislang größten und verlustreichsten Konflikt in der Menschheitsgeschichte dar. Er ist zudem der einzige Krieg, in dem sowohl atomare (von den USA in Japan) als auch biologische und chemische Waffen (beide hauptsächlich von Japan in China) eingesetzt wurden (ABC-Waffen).<ref>{{Quelle Wikipedia|Zweiter Weltkrieg}}</ref> Er begann mit dem deutschen Überfall auf Polen am 1. September 1939.<ref>Lemo (Lebendiges Museum Online): [https://www.dhm.de/lemo/kapitel/der-zweite-weltkrieg.html Der Zweite Weltkrieg], Stiftung Deutsches Historisches Museum, Berlin</ref>
Der '''Zweite Weltkrieg''' ([[1. September]] [[1939]] - [[8. Mai]] [[1945]]) war der zweite auf globaler Ebene geführte Krieg sämtlicher Großmächte des 20. Jahrhunderts und stellt den bislang größten und verlustreichsten Konflikt in der Menschheitsgeschichte dar. Er ist zudem der einzige Krieg, in dem sowohl atomare (von den USA in Japan) als auch biologische und chemische Waffen (beide hauptsächlich von Japan in China) eingesetzt wurden (ABC-Waffen).<ref>{{Quelle Wikipedia|Zweiter Weltkrieg}}</ref> Er begann mit dem deutschen Überfall auf Polen am 1. September 1939.<ref>Lemo (Lebendiges Museum Online): [https://www.dhm.de/lemo/kapitel/der-zweite-weltkrieg.html Der Zweite Weltkrieg], Stiftung Deutsches Historisches Museum, Berlin</ref><ref>{{Quelle Wikipedia|Überfall auf Polen}}</ref>


== Der Zweite Weltkrieg und Fürth ==
== Der Zweite Weltkrieg und Fürth ==
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== Luftangriffe ==
== Luftangriffe ==
Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass Fürth wegen seines großen Judenanteils von Bombardierungen verschont wurde. Die Kleeblatt-Stadt wurde von unzähligen Luftangriffen heimgesucht. In seiner Kriegschronik führt [[Gustav Schmetzer]] allein für das Jahr 1944 in einer Aufstellung 101 Luftalarme an<ref>Gustav Schmetzer: „Kriegschronik des Evangelisch-Lutherischen Pfarramts Fürth St. Michael vom Weltkrieg 1. September 1939 bis 1945 und der Nachkriegszeit bis 1950“, S. 22-24</ref> und im Jahr 1945 bis zum 18. April noch einmal 71 Stück<ref>Gustav Schmetzer: „Kriegschronik des Evangelisch-Lutherischen Pfarramts Fürth St. Michael vom Weltkrieg 1. September 1939 bis 1945 und der Nachkriegszeit bis 1950“, S. 24-26</ref>.  
Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass Fürth wegen seines großen Judenanteils von Bombardierungen verschont wurde. Die Kleeblatt-Stadt wurde von unzähligen Luftangriffen heimgesucht. In seiner [[Kriegschronik St. Michael|Kriegschronik]] führt [[Gustav Schmetzer]] allein für das Jahr 1944 in einer Aufstellung 101 Luftalarme an<ref>[[Gustav Schmetzer]]: „[[Kriegschronik St. Michael|Kriegschronik des Evangelisch-Lutherischen Pfarramts Fürth St. Michael]] vom Weltkrieg 1. September 1939 bis 1945 und der Nachkriegszeit bis 1950“, S. 22-24</ref> und im Jahr 1945 bis zum 18. April noch einmal 71 Stück<ref>Gustav Schmetzer: „Kriegschronik des Evangelisch-Lutherischen Pfarramts Fürth St. Michael vom Weltkrieg 1. September 1939 bis 1945 und der Nachkriegszeit bis 1950“, S. 24-26</ref>.  
Oft galten die Fliegerangriffe zwar der Nachbarstadt Nürnberg, dennoch kam es auch in Fürth zu Schäden und Verlusten unter der Zivilbevölkerung. Während einige Angriffe mehr "nebenbei" erfolgten, fanden aber auch gezielte Luftangriffe auf Einrichtungen in Fürth wie die [[Dynamit-Nobel-AG]], die Kasernen in der Südstadt und das Gelände der "[[Bachmann_&_Blumenthal|Bachmann & von Blumenthal Co. KG]]" Flugzeugwerke auf der heutigen [[Hardhöhe]] statt. Während dieser Flugplatz beinahe vollständig zerstört wurde, blieb der [[Flughafen|Flugplatz in Atzenhof]] gänzlich unbeschädigt.
Oft galten die Fliegerangriffe zwar der Nachbarstadt Nürnberg, dennoch kam es auch in Fürth zu Schäden und Verlusten unter der Zivilbevölkerung. Während einige Angriffe mehr "nebenbei" erfolgten, fanden aber auch gezielte Luftangriffe auf Einrichtungen in Fürth wie die [[Dynamit-Nobel-AG]], die Kasernen in der Südstadt und das Gelände der "[[Bachmann_&_Blumenthal|Bachmann & von Blumenthal Co. KG]]" Flugzeugwerke auf der heutigen [[Hardhöhe]] statt. Während dieser Flugplatz beinahe vollständig zerstört wurde, blieb der [[Flughafen|Flugplatz in Atzenhof]] gänzlich unbeschädigt.


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== Kriegsschäden an Gebäuden ==
== Kriegsschäden an Gebäuden ==
[[Datei:Schwabacher Straße 78.jpg|mini|right|Splittereinwirkung an einem Gebäude in der [[Johannisstraße]] (2008), mittlerweile beseitigt]]
[[Datei:Schwabacher Straße 78.jpg|mini|right|Splittereinwirkung an einem Gebäude in der [[Johannisstraße]] (2008), mittlerweile beseitigt]]
Die Gesamtzahl der Gebäude im Jahr 1939 betrug in Fürth ca. 8.200 Gebäude, davon wurden während des 2. Weltkrieges 4.452 leicht, 2.133 mittelschwer und 494 vollständig zerstört. In Wohnungen aufgeschlüsselt betrug dies im Jahr 1939 verteilt auf die 8.200 Gebäude insgesamt 24.733 Wohneinheiten. Von diesen Wohneinheiten wurden insgesamt 2.093 Wohnungen leicht, 803 mittel, 783 schwer und 951 vollständig beschädigt.<ref name="Fürth von A bis Z">vgl. Dr. Adolf Schwammberger: "[[Fürth von A bis Z]]"</ref> Spuren der Kampfhandlungen sind auch heute noch an zahlreichen Gebäuden erkennbar (Abplatzungen durch Granatsplitter und Geschosse, vereinfachte Wiederaufbauten, usw.). Somit erlitten nur 10,6 % der Gebäude in Fürth einen Kriegsschaden, womit Fürth nach dem 2. Weltkrieg zu den sechs Großstädten im ehem. Deutschen Reich gehörten, mit den geringsten Schäden durch Luft- und Atelierangriffen.  
Die Gesamtzahl der Gebäude im Jahr 1939 betrug in Fürth ca. 8.200 Gebäude, davon wurden während des 2. Weltkrieges 4.452 leicht, 2.133 mittelschwer und 494 vollständig zerstört. In Wohnungen aufgeschlüsselt betrug dies im Jahr 1939 verteilt auf die 8.200 Gebäude insgesamt 24.733 Wohneinheiten. Von diesen Wohneinheiten wurden insgesamt 2.093 Wohnungen leicht, 803 mittel, 783 schwer und 951 vollständig beschädigt.<ref name="Fürth von A bis Z">vgl. Dr. Adolf Schwammberger: "[[Fürth von A bis Z]]"</ref> Spuren der Kampfhandlungen sind auch heute noch an zahlreichen Gebäuden erkennbar (Abplatzungen durch Granatsplitter und Geschosse, vereinfachte Wiederaufbauten, usw.). Somit erlitten nur 10,6 % der Gebäude in Fürth einen Kriegsschaden, womit Fürth nach dem Zweiten Weltkrieg zu den sechs Großstädten im ehemaligen Deutschen Reich mit den geringsten Schäden durch Luft- und Artillerieangriffen gehörte.
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[[Kategorie: Geschichte]]
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[[Kategorie: Kriege und Katastrophen]]
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